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Kategorie: Vollverstärker
20.10.2015

Einzeltest: Primare I15 Prisma

Alter Schwede

Vollverstärker Primare I15 Prisma im Test, Bild 1
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Natürlich hat man gerne alles möglichst einfach, doch das ist oft leichter gesagt als getan. Primare scheint da eine Lösung gefunden zu haben.

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Es gibt einen Geisteszustand, den man bisher nur bei Deutschen kennt: Das sogenannte Bullerbü-Syndrom. Dabei handelt es sich um die naive Verklärung der schwedischen Landschaft und Kultur, die in diesem Fall als heile Welt empfunden wird. Viele sehnen sich nach dem Leben in Holzhäusern, offenem Feuer und endlos scheinenden Waldflächen, die immer wieder von großen Seen durchbrochen werden. Gerade die Wohn- und Möbelindustrie setzt stark auf dieses Lebensgefühl, sodass man nur in das nächstbeste Einrichtungshaus gehen muss, um scheinbar skandinavische Wohnwelten vorgeführt zu bekommen. So klischeehaft dies auch alles anmuten mag, schwedische Firmen tragen dieses Image öfter nach draußen, als man denkt. Solide Simplizität und eine gewisse Zeitlosigkeit findet man bei Produkten der Nordeuropäer immer wieder. Auch HiFi-Systeme können von diesem Ansatz profitieren, wie man bei Primares I15 Prisma sehen kann. Der Vollverstärker soll dank seiner namensgebenden Prisma-Netzwerk-Plattform alle Möglichkeiten der modernen Musikwiedergabe in nur einem kompakten System unterbringen. Mit seinen 35 Zentimetern Breite liegt der I15 ein wenig zwischen Vollformat und echter Kompaktklasse, dank der nur etwa sieben Zentimeter in der Höhe wirkt das Gerät zunächst dennoch recht klein. Großartige optische Spielereien stehen im Gegensatz zu den angesprochenen Tugenden der skandinavischen Designkunst, weshalb sich auch Primares Vollverstärker eher zurückhaltend gibt. Einzig der angedeutete Versatz zwischen eigentlichem Gehäuse und der Frontplatte könnte vielleicht als Stilmittel durchgehen. Dazu gibt es ein großes eingeprägtes Firmenlogo auf der Oberseite und ein weiteres kleines Symbol, das dezent an der rechten Kante der Front platziert wurde. Alle anderen Elemente am I15 dienen der eigentlichen Steuerung. Aufgrund der Gehäusegröße verzichtet Primare auf die typischen Drehregler, wie sie bei den größeren Geräten der 30er-Serie zum Einsatz kommen. Stattdessen erfüllen nur drei kleine Tasten, deren silberner Schein in schönem Kontrast zu unserem schwarzen Testgerät steht, die gleichen Aufgaben. Mit dem Select-Knopf wird durch die verschiedenen Eingänge des Verstärkers geschaltet, während zwei weitere Knöpfe die Lautstärke erhöhen oder verringern. Ein schmales Display zeigt die getroffene Wahl mit großen Buchstaben an, die gut von der Couch aus lesbar sind. Bei manchen Dingen, auf die wir noch zu sprechen kommen, ist die Anzeige allerdings doch ein wenig zu winzig geraten, um Informationen gut übermitteln zu können. Bei der Positionierung der verschiedenen Anschlüsse war der mangelnde Platz hingegen kein Problem, trotz der enormen Menge an Verbindungsmöglichkeiten, die der I15 Prisma bietet. Mit dem Anspruch, alle modernen Audiomöglichkeiten in einem System zu verbinden, entstehen normalerweise einige Probleme, doch Primare hält beim I15, was man verspricht. Um den Verstärker für die moderne Wohnzimmerunterhaltung fit zu machen, verfügt er über eine ganze Reihe von digitalen Eingängen. Drei optische und einen koaxialen S/PDIF-Eingang stellt man bereit, um Fernseher, Sat-Receiver oder Blu-ray-Player anzuschließen. Dazu kommt dann noch ein weiterer digitaler Eingang in Form einer 3,5-mm-Kombibuchse, die wahlweise optische oder analoge Audiosignale in Empfang nehmen kann. CD-Player oder andere analoge Quellgeräte finden im Cinch-Eingang ihre passende Verbindung, wobei man heutzutage fast wieder darüber nachdenken könnte, hier auch eine Entzerrung für Plattenspieler zuzuschalten. Ein Feature, das dem I15 fehlt. Man konzentriert sich stattdessen lieber auf das Digitale. Dementsprechend verfügt der Verstärker natürlich auch über einen zeitgemäßen USB-B-Eingang, Bluetooth und Netzwerkanbindung in Form von WLAN oder Ethernetbuchse. Damit wird der I15 zum All-in-one-System, das die komplette Musikwiedergabe übernehmen kann. Per USB angeschlossene Massenspeicher oder Musikserver können vom Prisma-Streamingmodul genauso genutzt werden wie verschiedene andere netzwerkbasierte Übertragungsarten. Apple-Nutzer freuen sich über eine Integration von AirPlay, während Android-Verfechter die Integration von Chromecast begrüßen. Darüber ist der I15 dann auch in der Lage, eine große Bandbreite von Streamingdiensten zu nutzen. GooglePlay, Deezer, Tidal, Qobuz und andere übertragen ihre Daten so direkt an den Verstärker. Die eigene Musiksammlung besteht heute weitestgehend aus CD-Rips und HiRes-Alben. Auch darauf ist die Prisma-Plattform des I15 vorbereitet. Gängige PCM-Formate können von 44,1 bis 192 kHz bei 16 oder 24 Bit verarbeitet werden. DSD unterstützen die Schweden mit ihrem Multitalent ebenfalls, wobei neben der normalen Variante selbst DSD128 gestreamt werden darf. Auch Massenspeicher, die am rückwärtigen USB-A-Port angeschlossen sind, werden bis zu diesen Spezifikationen unterstützt. Ausgereizt ist der I15 damit aber noch nicht. Beim verwendeten DAC-Chip handelt es sich um einen AK4490EQ. Dieser gilt als Referenz-DAC des japanischen Herstellers AKM, dessen eigene Fähigkeiten auch dem Verstärker zugutekommen. Der USB-B-Port des I15, über den externe Streamer, Musikserver oder Computer angeschlossen werden können, ist in der Lage, den internen Netzwerkplayer in Sachen Auflösung noch zu übertrumpfen. So wird die Worttiefe hier auf maximal 32 Bit erhöht und auch die Abtastrate steigt in beinahe schon realitätsferne Sphären auf. Bis zu 768-mal pro Sekunde kann der Wandler ein Signal abtasten und umsetzen. Auch die DSD-Kompatibilität wird per USB auf 11,2 MHz erhöht. Über die herstellereigene App, die ebenfalls den Namen Prisma trägt, können verschiedene Geräte von Primare in unterschiedliche Zonen eingeteilt werden. Ähnlich wie beim Gerät auch, setzen die Designer auf eine möglichst simple und gleichzeitig elegante Gestaltung. Spielereien sind dem Interface fremd, stattdessen sind Menüpunkte und Anschlüsse klar gekennzeichnet und immer im Blick. Der linke Teil des Bildschirms wird für die grundlegenden Funktionen freigehalten, während die rechte Hälfte der Darstellung der Bibliothek dient. Am unteren Bildschirmrand findet man stets den gerade spielenden Song, verbunden mit Playerfunktionen und der Lautstärkeeinstellung. Sehr praktisch, um auch kurzfristig zu pausieren oder leiser zu machen. Die App selbst ist angenehm zu benutzen und läuft sehr stabil. Dafür hatte der interne UPnP-Streamer während unseres Tests hin und wieder mal mit Verzögerungen zu kämpfen. So gut die App bei der Nutzung des Systems auch funktioniert, so wenig hilfreich ist das Display des I15, wenn man den Streamer nutzt. Interpret, Titel, Laufzeit, Lautstärke und Quelle werden gleichzeitig angezeigt, sodass die Schriftgröße enorm verkleinert wird. Hier wäre eine Reduzierung auf das Wesentliche vorteilhafter gewesen. So nimmt man also doch lieber das Tablet, um zu erfahren, was Sache ist. Das lässt der I15 einen allerdings auch gerne akustisch wissen, denn der Verstärker legt wirklich hervorragend los. Die kompakte Hypex-Endstufe des Primare geizte in unserem Messlabor wahrlich nicht mit Leistung, so dass die eher zurückhaltenden Angaben des Herstellers schnell hinter sich gelassen wurden. Satte 140 Watt lieferte der I15 pro Kanal bei vier Ohm Impedanz, während Lautsprecher mit acht Ohm Widerstand immer noch über 70 Watt Leistung in Empfang nehmen können. Dabei machte sich die angenehm gradlinige Leistungsentfaltung des Verstärkers bemerkbar, sodass immer genau der Schalldruck geliefert wurde, den man sich wünschte. Dabei schien es so, als hätte der Verstärker stets noch genügend Reserven und könnte noch eine Schippe drauflegen. Lange lässt sich der I15 kaum bitten, denn der frische und direkte Sound des Gerätes weiß von den ersten paar Takten an zu überzeugen. Bostons „More Than a Feeling“ wird mit einem trockenen Bass unterlegt, der die legendäre Rockballade mit Gefühl, aber auch mit dem nötigen Punch versorgt. Klavierstücke glänzen mit einer tollen Dynamik, die in Kombination mit der guten Detailauflösung des AKM-Wandlers wirklich genau ins Mark trifft. Dabei wirkt der I15 stets recht leichtfüßig, lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen und verarbeitet jedes Signal, egal ob CD-Qualität oder DXD, mit der gleichen Sorgfalt. Von feingeistig bis kräftig liefert der Prisma immer tolle Musik. Gerade bei der Nutzung als USB-DAC wusste er zu jeder Zeit zu überzeugen, was den Finger ein ums andere Mal zur Lautstärketaste wandern ließ, um noch ein wenig mehr Druck aufzubauen. Ob man dies jetzt als skandinavische Lebensweise oder elegante Simplizität beschreiben möchte, sei jedem selbst überlassen. Klar ist jedoch, dass Primare mit dem I15 ein schlankes, vielseitiges und gleichzeitig klangstarkes System geschaffen hat. Irgendwas machen sie also einfach richtig, diese Schweden.
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Fazit

Der Primare I15 Prisma ist ein hervorragend klingendes, modernes HiFi-System. Flexibel einsetzbar und mit einem wunderbar kräftigen Verstärker ausgestattet, bietet der I15 alles, was man braucht, um wirklich gut Musik hören zu können.

Preis: um 1750 Euro

Primare I15 Prisma


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Ausstattung

 
Preis: um 1.750 Euro 
Vertrieb: In-Akustik, Ballrechten-Dottingen 
Telefon: 07634 56100 
Internet: www.in-akustik.de 
Abmessungen (B x H x T in mm) 350/73/329 
Eingänge: 1 x Ethernet WLAN, 1 x USB-B, 1 x S/PDIF koaxial, 3 x Toslink optisch 
Unterstützte Formate: MP3, AAC, OGG, WMA, FLAC, ALAC, AIFF, WAV 
Unterstützte Abtastraten: PCM bis 768 kHz, 32 Bit / DSD bis DSD256, 11,2 MHz, 1 Bit 
Ausgänge: 1 x Lautsprecher Stereo 
Leistung: etwa 73 Watt an 8 Ohm, etwa 143 Watt an 4 Ohm 
checksum Der Primare I15 Prisma ist ein hervorragend klingendes, modernes HiFi-System. Flexibel einsetzbar und mit einem wunderbar kräftigen Verstärker ausgestattet, bietet der I15 alles, was man braucht, um wirklich gut Musik hören zu können. 

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