Musikrezension: The Smashing Pumpkins - Monuments to an Elegy (Martthas Music)
The Smashing Pumpkins - Monuments to an Elegy

Es beginnt mit „Tiberius“, und das gibt Anlass zur Hoffnung, weil es sich über einen herrlich rumpelnden Breitwand-Track in bester Pumpkins Tradition in bester „Mellon- Collie...“-Tradition handelt. Klanglich dicht und ein bisschen zugestopft, aber das ist bestimmt Absicht. Weiter geht’s mit „Being Beige“, das in genau die gleiche Richtung geht (aber erstaunlicherweise deutlich strammer klingt): Corgan-typischer Lärm mit zahlreichen radikalen Breaks. So will das der geneigte Pumpkins-Fan, und nach dem wirklich ausgezeichneten Album „Oceania“ aus dem Jahre 2012 steigt die Hoffnung, dass Mastermind Billy das Niveau trotz (fast) komplett neu formierter Kapelle halten kann. „Anaise!“ folgt und sagt: Ja, er hat Spaß, und wenn er Spaß hat, dann macht er gute Musik, der Herr Corgan. Aber Tommy Lee (ja, der mit Pamela Anderson) am Schlagzeug? Tut das Not? Nicht so richtig, aber bislang zumindest stört die zweifellos wenig beseelte Arbeit des Ex-Mötley-Crüe-Mannes nicht besonders weh. Auf „One and All“ ziehen die Mannen (und die Dame am Bass) das Tempo noch weiter an – das Ding hat schon Strom, klasse Nummer, hier gibt’s auch mal eine zweite (schön tiefe) Gitarre. Es läuft. „Run 2 Me“, der letzte Track auf Seite eins ist eine weitgehend seelenlose, von ziemlich archaischen Synthesizerspielereien getragene Komposition. Immerhin gibt’s auch Gitarren. Seite zwei zeigt sich schwächer als die erste, manchmal gibt’s gar skurrilen Kindergarten-Pop der unverständlichen Sorte. Der Ausstieg „Anti Hero“ zeigt dann zumindest wieder in die richtige Richtung. Sound? Alles in allem in Ordnung. Ausstattung? Klappcover mit Download- Gutschein. Vinyl? 180 Gramm, ordentlich.
Fazit
Durchwachsenes Album einer fast komplett neu formierten BandKategorie: Schallplatte
Produkt: The Smashing Pumpkins - Monuments to an Elegy (Martthas Music)
144-612
ArtPhönix Vinyl |

Unser Hobby spiegelt die Welt da draußen wider: immer mehr, immer größer, immer teurer muss es sein. Zum Glück gibt es aber auch Gegenbeispiele. Mit dem dänischkanadischen Traumduo kann man seinen irdischen Musikfrieden finden.
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