
Form follows function ist ja ein geflügeltes Wort für Design um die technischen Notwendigkeiten herum. Dass man aber auch beide Aspekte gleichwertig behandeln und auf die Spitze treiben kann, zeigt uns die neue Serie 1528 von Arendal.
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Pimpy Panda – Pandrenalin

Alberner Bandname, wenig vertrauenerweckendes Cover, das schafft‘s eh nicht? Vorsicht – der erste Eindruck täuscht gewaltig. „Pandrenalin“ ist das zweite Werk einer im Kern deutsch, ansonsten aber international besetzten Funk-Truppe reinsten Wassers, bei der so richtig die Post abgeht. Die ersten beiden Titel sind mit schneidigen Bläsersätzen garnierte Hochgeschwindigkeitsnummern, bervor‘s bei „My Love“ mit einem schön schmusigen Soul-Titel weitergeht. Vielschichtig, handwerklich ausgezeichnet, einfallsreich. Bassist Daniel Hopf hat einmal mehr neun fähige Musiker um sich geschart, unter anderem einen Trompeter namens Gary Winter, dem wir die heftigen Bläsereinlagen verdanken. Das Titelstück klingt gar hier und da nach ein wenig nach deutschem Hip-Hop à la Peter Fox, bevor‘s mit „Cornerstoner“ instrumental und deutlich funkiger wird. Und so mäandern die zehn Titel geschickt durch alle Ecken des Soul-Metiers, Langeweile kommt hier keine Sekunde auf. Jazz-Elemente kommen nicht zu kurz, wer will, kann hier und da sogar ein paar Progrock-Versatzstücke entdecken. Die Produktion genügt hohen Ansprüchen und klingt ziemlich gut. Die perkussiven Elemente knallen, dass es eine wahre Freude ist, die Bläser haben Schmackes vom Feinsten. Das Ganze versinkt zudem nicht in einem undurchdringlichen Dickicht, sondern bleibt stets prima sortierbar. Die Platte selbst ist ohne Fehl und Tadel, die Ausstattung hält sich allerdings in Grenzen: Es gibt nämlich genau keine.
Fazit
Funk- und Soul-Feuerwerk erster Güte.Kategorie: Schallplatte
Produkt: Pimpy Panda – Pandrenalin (Irmi Music)
144-612
ArtPhönix Vinyl |

Unser Hobby spiegelt die Welt da draußen wider: immer mehr, immer größer, immer teurer muss es sein. Zum Glück gibt es aber auch Gegenbeispiele. Mit dem dänischkanadischen Traumduo kann man seinen irdischen Musikfrieden finden.
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