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Kategorie: Phono Vorstufen
20.10.2015

Einzeltest: Audiomat 1.7

Un Point Sept

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Thomas Schmidt
Thomas Schmidt

In Zeiten des rasanten Produktwandels – das Vorjahresmodell jedes Fernsehers oder Smartphones ist „alt“ – lässt man sich anderswo eine Menge Zeit. Anderswo, das ist in Frankreich bei Audiomat, wo man sich für die erste Hinterkommastelle bei der Modellbezeichnung ein gutes halbes Jahrzehnt gegönnt hatUm die kryptische Einleitung etwas zu entschlüsseln: 2009 war es, als ich eine kleine, unscheinbare Phonostufe namens Audiomat 1.

6 eine Weile benutzen konnte und ziemlich angetan war. 2016 hat mir Arnd Rischmüller vom HEAR-Vertrieb nun das Nachfolgemodell in die Hand gedrückt und mir viel Spaß gewünscht. Nun, den hatte ich definitiv, dazu aber später. Für die Menschen, denen die Marke Audiomat nichts oder nicht so viel sagt: Von den Clarisse-Brüdern im Jahr 1986 gegründet, hat sich das französische Familienunternehmen in audiophilen Kreisen stetig einen guten Ruf erworben. Ein wachsender Kundenkreis schätzt vor allem die Nachhaltigkeit (siehe oben) – Produktzyklen werden bei Audiomat eher in Dekaden gerechnet. Massenproduktion gibt’s nicht: Ein einzelner Spezialist baut die Röhrengeräte in Südfrankreich zusammen, die Transistorgeräte werden auch in Nordamerika gefertigt. So auch der Audiomat Phonoverstärker, dessen Vorgänger 1.6 ich in LP-Ausgabe 2/2009 testen durfte. Die „kleine“ Phonopre der Franzosen erwies sich als universell einsetzbar und auf eine sehr lebendige Art und Weise musikalisch. In Sachen Anschlussvarianten muss man sich ungleich weniger Gedanken machen als bei Geräten der gleichen Gewichtsklasse: Es gibt einen Schalter für MM und MC – das war es auch schon! Dank seiner invertierenden Verstärkerschaltung passt sich der Audiomat an die Ausgangsimpedanz des angeschlossenen Tonabnehmers an – und das funktioniert wirklich in einem sehr weiten Bereich vom extrem niederohmigen MC bis hin zum High-Output-System. Wie schon der Vorgänger lässt sich der 1.7 extrem schwer öffnen – wir scheuen aber weder Kosten noch Mühen, das Innenleben jedes Testgeräts ans Licht des Fotostudios zu ziehen. Innen im Gerät geht es recht eng zu – kein Wunder, sind hier doch Netzteil und die Audioschaltung untergebracht. Moment!, werden Sie jetzt sagen – das Netzteil ist doch extern. Jein – das ausgelagerte Gehäuse beherbergt nur den Trafo, der somit keine Einstreuungen mehr verantworten kann. Außerdem kann Audiomat einfach und kostengünstig für jedes Land der Erde einfach den passenden Trafo ausliefern – das Gerät selbst bleibt immer gleich. Ebenfalls aus Gründen der preiswerten Fertigung hat man auf ein größeres Gehäuse verzichtet – ich kenne da ausgewachsene Phonostufen im 19-Zoll- Formfaktor, die wesentlich weniger an Innenleben aufweisen als die Audiomat! Im Vergleich zur 1.6 hat sich an der Schaltungs-Topologie wenig verändert – wie gesagt, ein Stromverstärker, geeignet für Quellen ab 1 Ohm Innenwiderstand. Wo man noch einmal einen draufgepackt hat: die Kondensatoren. Immerhin 95.000 &#
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Preis: um 2550 Euro

Audiomat 1.7


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