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Kategorie: Lautsprecher Stereo
20.10.2015

Einzeltest: Heco The Statement

Meisterstück

Lautsprecher Stereo Heco The Statement im Test, Bild 1
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Die renommierte Firma Heco aus Pulheim bei Köln verfügt über einen enormen Erfahrungsschatz im Lautsprecherbau, der sich seit der Firmengründung vor ziemlich genau 60 Jahren stets erweitert hat. So steckt nun in Hecos „The Statement“ das ganze Wissen des Entwicklerteams, das sich zum Ziel gesetzt hat, einen der besten bezahlbaren Lautsprecher der Neuzeit zu bauen.

Lautsprecher Stereo Heco The Statement im Test, Bild 2Lautsprecher Stereo Heco The Statement im Test, Bild 3Lautsprecher Stereo Heco The Statement im Test, Bild 4Lautsprecher Stereo Heco The Statement im Test, Bild 5
Konsequent verfolgen die Lautsprecherbauer bei Heco das Ziel, hochwertige Musikwiedergabe in bestmöglicher Qualität in die Wohnräume der HiFi-Anhänger zu transportieren. Dazu bedienen sich die Ingenieure neuester Technologien, State-of-the-Art-Messequipment und pfiffiger Simulationssysteme. So ist es im Laufe der Zeit gelungen, bewährte Technologien zu verfeinern und neue Techniken zu etablieren. Bei all dem Forscherdrang hat es Heco aber nie versäumt, auch den Blick zurück zu wagen. Shandro Fischer, Geschäftsführer und treibende Kraft hinter dem Statement-Projekt, ist bekennender Fan von Röhrenverstärkern und den Breitbandlautsprechern aus den 50er- und 60er-Jahren. So verwundert es dann auch nicht weiter, dass das Membranmaterial der alten Tage in neuem Gewand bei Heco wieder zur Verwendung kommt. Bereits in den Celan-Modellen konnten die Treiber mit dem sogenannten Kraftpapier mit toller Klangwiedergabe begeistern.
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Innere Werte

Für das Mitteltonchassis der Statement wurde während der Entwicklung ein enormer Aufwand betrieben. Auch hier kommt Kraftpapier, ein Papier-Wollfaser- Gemisch, als Membranmaterial zum Einsatz. Um die Antriebsverluste möglichst gering zu halten, ist die Membran des 170-mm-Chassiss in einer Faltsicke aufgehängt. Die Energie des Verstärkers setzt der Antrieb mit riesigem Alnico-Magneten (eine Legierung aus Aluminium, Nickel, Kobalt, Eisen und Kupfer) konsequent um. Mit dem Klippel-Messverfahren wird die Antriebseinheit mit der immens großen Magnetfeldstärke und der hohen Temperaturstabilität auf den neusten Stand der Technik getrimmt. So gelingt es, den Alnico- Lautsprecher hinsichtlich Magnetfeld, Induktivität und Aufhängung absolut symmetrisch aufzubauen. Das bedeutet sehr geringe Verzerrungen und ungehemmte Mitteltonwiedergabe. Leider sind die Alnico-Magnetsysteme sehr teuer, so dass die Heco-Entwickler diese nur im Mitteltonbereich und nicht auch noch in den Tieftonsystemen einsetzen können. Im nach hinten offenen und mit reichlich Dämmmaterial aufgefüllten Gehäuse arbeitet der Mitteltöner kompressionsfrei. Gleichzeitig erzeugen die nach hinten abgestrahlten Musiksignale im Zusammenspiel mit den Frontsignalen ein sehr räumliches Klangbild. Die Dämmwirkung ist durch die vollständige Füllung des Gehäuses recht groß, so dass für ein Feintuning des Klangbildes im eigenen Wohnzimmer auch Dämmmaterial entnommen werden kann. Dazu ist das mit zwölf Schrauben befestigte Schutzgitter zu lösen und die entsprechende Menge zu entnehmen, bis sich der gewünschte Klang einstellt. Allerdings sollte in Maßen vorgegangen werden, sonst kann das Klangbild schnell zu diffus werden. Im Tieftonbereich dürfen sich zwei 200-mm-Chassis mit viel Luft im Rücken und herkömmlichen Magnetsystemen austoben. Die Antriebe mit 32-mm Schwingspulen wurden ebenfalls mit dem Klippel-System optimiert. Bei den Membranen setzt Heco auch auf Papier, hier allerdings in gehärteter Form und mit großen Karbon-Staubschutzkalotten aufgerüstet. Eine mit Nanopartikeln beschichtete 25-mm-Hochtonkalotte sitzt auf einer dicken Aluminium-Frontplatte mit kurzem Hornansatz.

Klang

Wir stellen die großen Standlautsprecher mehr als einen Meter von der Rückwand entfernt und nur leicht auf den Sitzplatz ausgerichtet in unserem Hörraum auf. Mit den bewährten Hörtest CDs gefüttert, legt die Statement mit unbändiger Spielfreude los und begeistert mit ihrem ungemein offenen und luftigen Klangbild. Der Mitteltonbereich scheint von allem Ballast befreit und gibt sich völlig schlackenfrei und ansatzlos. Sein souveränes Spiel kombiniert er mit großer Ausgewogenheit – keine Details gehen verloren oder wirken aufgesetzt. Nach oben ergänzt der Hochtöner mit fein aufgelösten und zugleich kräftigen Tönen das Klangbild. Beeindruckend ist ebenfalls die Tieftonperformance dieses mit zwei Basschassis pro Seite gesegneten Lautsprechers. Zwar nicht immer auf den Punkt genau, aber sehr druckvoll und immens in den Basskeller hinabreichend. Große Lautstärken zu erzeugen, ist für die Heco The Statement geradezu ein Kinderspiel. Dabei bleiben sie allzeit gelassen und glänzen auch laut genossen durch große Souveränität.
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Labor

Im Messlabor beeindruckt die Heco Statement mit einer sehr tiefen unteren Grenzfrequenz und einem insgesamt linearen Amplitudenverlauf bis über die höchste Messgrenze hinaus. Um 700 Hertz ist eine leichte Unregelmäßigkeit zu erkennen, die sich auch im Wasserfalldiagramm (nicht abgebildet) durch verzögertes Ausschwingen widerspiegelt. Ab einer Frequenz von 1.500 Hertz sieht das Diagramm dagegen tadellos aus. Die Messungen offenbaren ebenfalls sehr niedrige Klirrwerte, vor allem der sich schnell unangenehm äußernde K3-Wert ist stets unterhalb von einem Prozent.

Fazit

Hecos Ingenieure haben durch die stetige Weiterentwicklung ihrer Produkte und die Rückbesinnung auf alte Tugenden mit der „The Statement“ ein wahres Meisterstück abgeliefert. Die großen Standboxen klingen ganz hervorragend und sind mit ihrem Stückpreis von ein wenig unter 2.000 Euro geradezu als Schnäppchen anzusehen. Wer den Platz für Lautsprecher dieses Formats hat, sollte nicht zögern und sich unverzüglich auf den Weg zum Fachhändler machen.

Preis: um 4000 Euro

Lautsprecher Stereo

Heco The Statement

Referenzklasse


08/2009 - Jochen Schmitt

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