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Kategorie: Lautsprecher Stereo
20.10.2015

Einzeltest: German Physiks HRS 120-D

Exotische Natürlichkeit

Lautsprecher Stereo German Physiks HRS 120-D im Test, Bild 1
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Bestimmt 90 Prozent aller Lautsprecher auf dem Markt sind sich recht ähnlich: Ein paar dynamische Chassis – Kalotten oder Konuslautsprecher – in einem Gehäuse, fast alles Bassreflex. Da freut man sich als Redakteur über Abwechslung.

Lautsprecher Stereo German Physiks HRS 120-D im Test, Bild 2Lautsprecher Stereo German Physiks HRS 120-D im Test, Bild 3Lautsprecher Stereo German Physiks HRS 120-D im Test, Bild 4Lautsprecher Stereo German Physiks HRS 120-D im Test, Bild 5Lautsprecher Stereo German Physiks HRS 120-D im Test, Bild 6
Wie wäre es mal mit einem Biegewellenwandler? Oder was mit omnidirektionalem Abstrahlverhalten? Die German Physiks HRS 120-D bieten beides

Anlage


 Quelle: Laptop mit JRiver
 DAC: CAD 1543  DAC 
 Verstärker: Pioneer A 70 mit Phonosophie-Tuning  
60
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Das Herz der German Physiks HRS 120-D ist, wie bei allen Lautsprechern des Herstellers, der DD Wandler. Der sieht auf den ersten Blick aus wie ein konventionelles Konuschassis, bei dem der Membrankonus in die Länge gezogen wurde. Das Chassis hat dann anscheinend jemand „verkehrt herum“ auf eine schlanke Lautsprechersäule geschraubt. Und so falsch ist diese Annahme nicht. Bei tieferen Frequenzen schwingt die Membran des DD Wandlers kolbenförmig, wie es im Idealfall auch bei einem konventionellen Chassis der Fall ist. Anstatt zu hohen Frequenzen hin in unkontrollierte Partialschwingungen auszubrechen, wie dies die Membran eines üblichen Chassis tun würde, breiten sich höhere Frequenzen beim DD Wandler jedoch kontrolliert entlang der Membran aus und werden dabei von ihr abgestrahlt. Damit wird das Chassis zum Biegewellenwandler. In allen Fällen arbeitet der oben auf dem säulenförmigen Gehäuse montierte Wandler omnidirektional, das heißt, der Schall wird rundherum in alle Richtungen abgestrahlt. Dabei arbeitet der DD Wandler fast als Breitbänder. Nur in den Basslagen unterhalb von 240 Hz übernimmt bei der HRS 120-D ein separater 25-cm-Tieftöner, der in einem geschlossenen Gehäuse arbeitet und nach unten abstrahlt. „Normale“ Lautsprecher bündeln den Schall zu höheren Frequenzen hin und strahlen den Hochton nur gerichtet ab. Damit hat man die Möglichkeit, die Hochtondosis am Hörplatz zu beeinflussen, indem man die Lautsprecher mehr oder weniger stark auf den Hörplatz ausgerichtet aufstellt. Das funktioniert bei einem omnidirektional abstrahlenden Lautsprecher naturgemäß nicht. Um die Lautsprecher trotzdem an eine mehr oder weniger bedämpfte Hörumgebung anpassen zu können, kann der Hochtonbereich der German Physiks HRS 120-D mittels Steckbrücken in einem Bereich von -2 bis +4 dB eingestellt werden. Bei der HRS 120-D handelt es sich um ein Modell, das speziell für den deutschen Markt gebaut wird (daher das „D“ hinter der Typenbezeichnung), und im Hochtonbereich „zahmer“ abgestimmt ist. Wer sich beim Gehäuse noch auf die Auswahl schwarz oder weiß, matt oder hochglänzend beschränkt, bekommt die Lautsprecher darüber hinaus zu einem Preis, der Kunden in anderen Ländern vor Neid erblassen lässt. Ach ja – wer vom Klang der HRS 120-D angefixt wird und stärkeren Stoff braucht, kann die Lautsprecher auch nach Jahren noch zurückgeben und bekommt beim Kauf größerer Modelle einen erklecklichen Anteil des ursprünglichen Kaufpreises angerechnet. Im Hörraum waren die HRS 120-D schnell angeschlossen – Bi-Wiring ist nicht vorgesehen, so dass ein normaler Satz Lautsprecherkabel reicht. Tja, und als dann die ersten Töne erklangen, ging für mich die Sonne auf. Falls ich jetzt ein wenig ins Schwärmen gerate – sehen Sie es mir nach, aber die HRS 120-D treffen so ziemlich genau meinen Hörgeschmack. Was mir bei der recht freien Aufstellung in unserem Hörraum als Erstes auffällt, ist die räumliche Abbildung. Die German Physiks machen keine breite Bühne auf und nageln nicht jedes akustische Ereignis punktgenau fest. Sie füllen vielmehr den Raum mit Musik. Der Klang kommt nicht von vorne, er ist einfach im gesamten Raum. Dabei bekommt man schon eine konkrete Vorstellung davon, wo sich die Musiker befinden. Trotzdem ist der Unterschied beim Erleben der Musik ungefähr der, als ob ich einfach in der ersten Reihe dabeisitze, wogegen mir die meisten anderen Lautsprecher eher das Gefühl vermitteln, dass ich mir das Geschehen im Kino angucke – von mir aus auch mit bester Projektionstechnik. Ich zumindest empfinde diese Art der Räumlichkeit, wie sie die HRS 120- D wiedergeben, als sehr natürlich. Diese Natürlichkeit scheint mir auch bei allen anderen Aspekten der Wiedergabe oberste Maxime zu sein. Das fängt im Bass an. Die tiefen Lagen, die der Achtzöller in seinem geschlossenen Gehäuse (re-)produziert, sind mehr als ordentlich. Dabei klingt es weder überkontrolliert noch irgendwie weich oder undefiniert. Was mich allerdings am meisten freut, ist, dass die German Physiks nicht nach „Kiste“ klingen, wie das in meiner Wahrnehmung viele Bassreflexkonstruktionen tun. Das Ganze geht sogar mächtig laut – erst kurz vor der Schmerzgrenze findet die Pegelorgie dann doch ein Ende. German Physiks gibt an, dass die Lautsprecher für kleinere Räume bis 40 m² konzipiert sind – unser Hörraum ist da schon mal ein Eck größer. Bei 40 m² und kleiner ist garantiert der Hörer der limitierende Faktor in Sachen Lautstärke. Völlig angetan bin ich von den Mitten. Da ist nichts Vordergründiges, dafür aber schier endlose „Tiefe“. Stimmen reproduziert der DD Wandler mit einer frappierenden Echtheit. Dabei überzeugen die Lautsprecher mit so gut wie allem, was ich an Sängern gehört habe. Fragile Frauenstimmen wie etwa Feist kommen zerbrechlich, aber ausdrucksstark, die Stimme von Deedee Bridegewater, hat genau den richtigen Soul, ohne dass ich mich angeschrien fühle. Wow! Aber auch mit guten älteren Aufnahmen, etwa von Dinah Washington, kommen die German Physiks bestens zurecht. Sie schaffen es hier irgendwie, genau die „Essenz“ zu vermitteln, die solche Aufnahmen ausmacht. Auch Instrumente wie Geigen oder Klavier vermitteln die Lautsprecher mit einer – lassen Sie es mich „zurückhaltenden Intensität“ nennen. Sie drängen sich nicht auf, aber wenn man hinhört, zieht es einen in seinen Bann. Im Hochtonbereich sind die HRS 120-D keine Kinder von Traurigkeit. Erstaunlich, wie viel „Air“ diese Lautsprecher vermitteln. Trotz der „deutschen“ Abstimmung habe ich in unserem recht stark bedämpften Hörraum kein Verlangen, den Hochton mittels der Steckbrücke anzuheben. Absenken muss aber auch nicht sein – „flat“ passt für mich. Dabei gerät der Hochton nicht aufdringlich, bietet aber eine Fülle von Informationen, so dass ich nicht das Verlangen nach „mehr“ habe. Richtig Spaß macht auch das dynamische Verhalten. Eine angezogene Handbremse gibt es bei den HRS 120-D nicht, ebenso wenig wie künstliche Hektik. Auch hier bin ich wieder bei dem Begriff „natürlich“. Genau so höre ich gerne Musik.
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Fazit

Was die Wandlertechnik betrifft, ist die German Physiks HRS 120-D sicher ein Exot. Was die Musikwiedergabe betrifft, einer der natürlichsten und authentischsten Lautsprecher, die mir bisher zu Ohren gekommen sind.

Preis: um 6950 Euro

German Physiks HRS 120-D


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Ausstattung

 
Paarpreis matt: 6950, Hochglanz: 7950 
Vertrieb German Physiks, Maintal 
Telefon 06109 5029823 
Internet www.german-physiks.de 
Garantie (in Jahre)
Ausführungen Schwarz oder Weiß, matt oder Hochglanz 
B x H x T (in mm) 320/1145/320 
Gewicht (in Kg) 30 
Unterm Strich... Nein 

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