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Kategorie: Kopfhörerverstärker, Kopfhörer Hifi
20.10.2015

Systemtest: Audeze Deckard, Audeze EL-8 geschlossen

Scharfe Teile

Kopfhörerverstärker Audeze Deckard, Audeze EL-8 geschlossen im Test , Bild 1
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Die Zielgruppe der Kopfhörerfreunde wächst. Doch neben den werbeverzierten Plastikgestellen, die man in den Fußgängerzonen des Landes auf den Köpfen der Leute sieht, gibt es auch für Anspruchsvolle Hörer das richtige Equipment.

Kopfhörerverstärker Audeze Deckard, Audeze EL-8 geschlossen im Test , Bild 2Kopfhörerverstärker Audeze Deckard, Audeze EL-8 geschlossen im Test , Bild 3Kopfhörerverstärker Audeze Deckard, Audeze EL-8 geschlossen im Test , Bild 4Kopfhörerverstärker Audeze Deckard, Audeze EL-8 geschlossen im Test , Bild 5Kopfhörerverstärker Audeze Deckard, Audeze EL-8 geschlossen im Test , Bild 6Kopfhörerverstärker Audeze Deckard, Audeze EL-8 geschlossen im Test , Bild 7

Bei keinem anderen Herstellernamen geraten echte Headphiler  so ins Schwärmen wie bei Audeze. Der  exzellente Ruf, den sich die Kalifornier  erarbeitet haben, stammt natürlich von  den großen Kopfhörern der LCD-Reihe. Nun allerdings soll es eine Nummer  kleiner  werden,  denn  im Vergleich  zu  den  Top-of-the-Line-Modellen  wirken die neuen EL-8 fast ein wenig  klein. Ganz  objektiv  betrachtet,  ist  das  aber  nicht  richtig,  denn  schließlich  reden  wir hier immer noch von echten Over-Ear-Kopfhörern,  die  natürlich  eine  gewisse Größe brauchen.  Trotzdem  wirken die EL-8 deutlich dezenter als  die Modelle  der  LCD-Reihe. Nichtsdestotrotz darf man sich hier aber auf  die  gleiche  Technologie  freuen,  denn  auch bei den EL-8 handelt es sich um  planar-magnetisch angetriebene Modelle. Dabei wird eine dünne Membran  direkt unter Spannung gesetzt, um  dann mit einem Magnetfeld zu interagieren.  Das  ermöglicht  eine  extrem flache Bauweise, die außerdem  Gewicht spart. So wiegen die neuen  EL-8, trotz Metallbügel nur etwa 460  Gramm. Dennoch verlässt sich Audeze  nicht  nur  auf  Bewährtes,  denn  bei  den  neuen Treibern  wurde  die  Flussdichte  des  Magnetfelds  noch  einmal  verdoppelt. Außerdem  sollen  die  neuen Membranen nun Ungleichmäßigkeiten im Feld ausgleichen können und  so für weniger  Verzerrungen sorgen.  Vor den Treibern sorgen die bereits bekannten  „Fazor-Elemente dafür, dass  der  Schall  sich  optimal  in  den  beiden  Hörmuscheln verteilt. Während  sich  Audeze  also  auf  der  technischen Seite eins Zeug gelegt hat,  gibt es ja noch den anderen Faktor, der  für die Beliebtheit ihrer Produkte verantwortlich ist: das Design. Hier muss  ich mich allerdings outen und zugeben,  dass die Optik der LCD-Serie mir persönlich weniger gefallen hat. Mir waren die vier bekannten Kopfhörer stets  ein wenig zu Old-School, teilweise zu  filigran, auf der anderen Seite aber wieder ein wenig ungehobelt. Klanglich  gab es hier zwar wirklich nichts auszusetzen, doch da es bei Kopfhörern eben  auch deutlich auf die Optik ankommt,  wurde ich mit den bekannten Modellen der Marke nicht hundertprozentig  warm. Die neuen EL-8 hingegen treffen  eher  meinen Geschmack. Anstelle eines Bügels, der vollständig mit Leder verkleidet  ist, dient ein mattschwarzer Metallbogen  zur Verbindung der beiden Ohrteile. Für  besseren Tragekomfort ist in der Mitte  des Bügels eine lederbezogene Polsterung  angebracht,  die  lediglich  an  den  beiden Enden befestigt ist, um so flexibleren Halt auf dem Kopf zu bieten. Wie  es sich für einen hochwertigen Kopfhörer gehört, ist dieser in Größe und Form  anpassbar. An den Enden des Bügels  sitzen  die  Ohrmuscheln  an  einem  Gelenk, mit dem sie um bis zu 180 Grad  gedreht werden können. Anstatt an einer halbkreisförmigen Halterung, sind  die beiden Gehäuse beim EL-8 nur  an einem Punkt befestigt, können aber  dank Gelenklagerung trotzdem geneigt  werden. Dadurch wirkt der Kopfhörer  trotz der soliden Verarbeitung alles andere als massiv. Umrandet werden die nur knapp 2,5  Zentimeter breiten Gehäuse von einem  hellbraunen Holzfurnier, das als netter  Kontrast  zu  den  vollkommen  schwarzen  Metallteilen  fungiert.  Für  einen  guten Halt am Ohr sorgt die lederbezogene Polsterung, die noch einmal so  dick ist wie das eigentliche Gehäuse  des EL-8. Damit ist der Sitz des Kopfhörers wirklich angenehm, und das  auch über mehrere Stunden hinweg.  Das vergleichsweise geringe Gewicht  tut dazu natürlich sein übriges. Lediglich  die  Abschirmung  von  Außengeräuschen  könnte  bei  unserem offenen,  Testmodell  vielleicht  noch  ein  wenig  besser  sein,  doch  dafür  bietet  Audeze den EL-8 sowohl in einer offenen,  wie auch einer geschlossenen Variante  an. Egal ob nun oder geschlossen, der  EL-8 ist ein wirklich schöner Kopfhörer geworden, was allerdings nicht allein an Audeze lag. Für die „Industrial  Design“ getaufte Optik zeichnen stattdessen die BMW DesignWorksUSA  verantwortlich. Doch nicht nur bei seinen  Kopfhörern  vertraute  Audeze  auf  die Kreativität der BMW-Designer,  denn auch der neue Kopfhörerverstärker namens Deckard wurde vom amerikanischen  Ableger  des  Münchner  Autoherstellers entworfen. Das  Stichwort  „Industrial  Design“  trifft  hier  noch  deutlich  mehr  zu  als  bei den Kopfhörern, denn mit seinem  silbern  schimmernden  Metallgehäuse sieht der Deckard ein wenig so  aus, als käme er gerade frisch aus der  Werkstatt.  Während die Oberseite  vollkommen eben ist und Front und  Rückseite  mit  den  üblichen  Bedienelementen und Anschlüssen verziert sind, fallen die Seiten durch eine eher  ungewöhnliche Formgebung auf. Anstelle  eines  vollkommen  glatten,  kleinen Gehäuses, entschied man sich hier  für eine auffällige Verzierung mit einzelnen, herausstehenden Flächen. Das  macht  den  Deckard  natürlich  optisch  wesentlich  ansprechender  als  einen  langweiligen Kasten, hat aber auch einen Nachteil. Jedes der einzelnen Elemente bietet nämlich eine Menge  spitzer Ecken und Kanten, wegen  denen ein schmerzfreies Anfassen  des  Gerätes  etwas Vorausplanung und Finesse erfordert.  Man sollte also mit Rücksicht  auf die eigenen Fingerkuppen  davon absehen, den Deckard  öfter zu bewegen. Bei der eigentlichen Benutzung  des  Gerätes  bleiben    schmerzhafte Kontakterfahrungen allerdings aus, denn die  Haptik der Bedienelemente ist hervorragend. Das solide Alps-Potenziometer  an der Vorderseite, das sich für die Einstellung der Lautstärke verantwortlich  zeigt, besitzt einen angenehmen Widerstand  und  lässt  eine  präzise  Auswahl des gewünschten Schalldrucks  zu. Direkt daneben befinden sich zwei  metallene Schalter, die bei Benutzung  mit einem herrlich mechanischen Klicken in ihre neue Position einrasten.  Mit dem linken der beiden Schalter  kann beim Deckard zwischen den zwei  verfügbaren Eingängen, einem analogen Cinch-Anschluss und der USB-B-Buchse hin und her gewechselt werden. Beim rechten Schalter handelt es  sich hingegen um einen Gain-Regler,  der  drei  verschiedene  Level  zur  Auswahl stellt. Auf der Stufe Low gibt es  keine Veränderung,  während  bei  Mid  um 10 dB und bei High um gleich  20 dB hochgeregelt wird. Diese Einstellungen gelten auch, wenn man den  Audeze  als Vorstufe an einen Verstärker  anschließt,  was  dank  des  Cinch-Ausgangs  auf  der  Rückseite  ebenfalls  möglich ist. Prinzipiell handelt es sich aber schließlich  um  einen  Kopfhörerverstärker,  weshalb  links  neben  der  blau  leuchtenden Status-LED an der Front natürlich der essenzielle 6,3-Millimeter- Kopfhörerausgang Platz gefunden hat.  Da der EL-8 auch für Smartphones  konzipiert ist, benötigt man für dessen  Verwendung mit dem Deckard also einen passenden Adapter, der dem Kopfhörer  aber  bereits  beiliegt.  Generell  zeigt sich Audeze bei den beigelegten  Accessoires  beider  Geräte  äußerst  vorbildlich. Beim EL-8 ist, ganz standesgemäß, noch ein Transport-Beutel  beigelegt, während man beim Deckard  neben  dem  Strom-  auch  gleich  ein  USB-Kabel im Karton findet. Das ist  zwar bei vielen Geräten der Fall, doch  hier handelt es sich nicht um eine unnütze, da viel zu kurze  Verbindung,  sondern um ein Kabel mit knapp 1,7  Metern Länge. Auch das flache,  beschichtete Kabel des EL-8 ist mit fast  zwei Metern ebenfalls angenehm lang,  so dass man beim Hören nicht krampfhaft an seinen Stuhl gefesselt bleiben  muss. Dank der bereits erwähnten USB-Buchse ist der Deckard natürlich hervorragend für Computer-Audio geeignet, denn dank des integrierten DACs  reichen hier schon ein Laptop und ein  paar  Kopfhörer  zum  anspruchsvollen  Musikhören. Während  MAC-User  sich  wie  immer  über  eine  treiberlose  Unterstützung freuen, wartet auf Windows-Nutzer die kurze Installation des  passenden  Support-Programms.  Eingehende Signale werden dann sofort  vom XMOS-Receiver des Deckard  verarbeitet,  um  schließlich  vom  Burr-Brown-PCM5102A-Chip gewandelt  zu werden. Dank dieses verbauten  DACs ist der Kopfhörerverstärker  in  der  Lage,  auch  wirklich  hoch  aufgelöste Musik abzuspielen. Bei den  Samplingraten  ist  bis  384  kHz  alles  möglich  und  auch  bei  der Worttiefe  geht Audeze einen Schritt über den  Standard hinaus und bietet die Umsetzung von Signalen mit bis zu 32 Bit.  Lediglich  knallharte  Verfechter  des  DSD-Formats werden  hier  also  etwas  auszusetzen haben. Auch der analoge Part steht seinem  digitalen  Pendant  in  nichts  nach,  benötigt dafür aber deutlich mehr Platz im schmalen Gehäuse des Gerätes. Das  liegt zum einen an dem enormen Ringkerntrafo, der im Deckard zum Einsatz  kommt und für eine perfekte Spannungsversorgung sorgt. Benötigt wird  der Großteil der Energie dann vom  eigentlichen Verstärker, bei dem es sich  hier um ein reines Class-A-System  handelt, was sich in äußerst niedrigen  Verzerrungswerten äußert, die ja ge- rade bei der Nutzung von Kopfhörern  besonders negativ auffallen würden. Stattdessen gestaltet sich die Kombination aus Köpfhörer und DAC/ Verstärker  als  äußerst  musikalisches  Setup.  Hoch  aufgelöste  Musik  wird  von  den  beiden  mit  einem  wirklich  schönen Dynamikumfang ausgegeben, der gerade bei orchestraler Musik  wirklich  auffällt.  Auch  die  detaillierte  Auflösung  der  Signale  beherrscht  der  Deckard und versteht es dabei, einige  zuvor  versteckte  Feinheiten  herauszuarbeiten. Das Thema Bässe kann beim  EL-8 getrost als problemfrei eingestuft  werden, denn eine besondere Betonung des Tieftons, wie das bei einigen  anderen Kopfhörern der Fall ist, findet hier  nicht  statt. Was  allerdings  nicht  bedeutet, dass untenherum keine Power da wäre, denn Schlagzeuge und  Bässe treffen trotzdem punktgenau  ihr Ziel und lassen einen bei erhöhter  Lautstärke wunderbar mitgrooven. Bei  CD-Qualität verlor die Kombi, je nach  Abmischung des jeweiligen Albums,  leider teilweise etwas an Differenziertheit, was besonders bei Rockmusik auftrat. Die Stimmenwiedergabe glänzte  jedoch zu jeder Zeit mit wunderbarer  Verständlichkeit, unabhängig von  Genre oder Sänger. Audeze liefert mit EL-8 und Deckard  eine  wirklich  tolle  Kombi  ab,  die  anspruchsvolle  Headfiler  auf  jeden  Fall  überzeugen kann.  Verarbeitung und  Technik sind sind wie gewohnt exzellent  und  auch  Haptik  und  Tragekomfort fielen nicht dem Design zum  Opfer.  Optisch  führt  der  Einbezug  von BMWs Designabteilung zu einem  deutlich jüngeren Look, der die Fanbasis der Firma bestimmt noch einmal  erweitern kann. Auch wenn man beim  Anfassen wie gesagt etwas vorsichtig  sein muss.
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Fazit

Style over substance ist einfach nicht  Audezes Art. Sowohl EL-8 wie auch der  Deckard vereinen tolle klangliche Eigenschaften mit modernem Look und aufwendiger Technik. Die Firma festigt ihre Stellung im High-End-Kopfhörer-Segment.

Preis: um 830 Euro

Audeze Deckard


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Preis: um 830 Euro

Audeze EL-8 geschlossen


04/2016 - Philipp Schneckenburger

Ausstattung

 
Preis: um 830 Euro 
Vertrieb: AudioNext, Essen 
Telefon: 0201 5073950 
Internet: www.audionext.de 
B x H x T (in mm): 155/46/257 
Eingänge: 1 x USB-B, 1 x RCA Stereo 
Unterstützte Abtastraten bis 384 kHz, 32 Bit 
Ausgänge: 1 x RCA Stereo, 1 x 6,3-mm-Kopfhöreranschluss (vorne) 
Leistung: 4 Watt an 20 Ohm 
checksum Style over substance ist einfach nicht Audezes Art. Sowohl EL-8 wie auch der Deckard vereinen tolle klangliche Eigenschaften mit modernem Look und aufwendiger Technik. Die Firma festigt ihre Stellung im High-End-Kopfhörer-Segment. 

Ausstattung

 
Vertrieb Audionext, Essen 
Telefon 0201 5073950 
Internet www.audionext.de 
Anschluss: 3,5-mm-Stereoklinkenstecker 
Gewicht (in g) 460 
Treiber: 2 x 100 mm Magnetostat 
Gehäuse: Over-Ear offen 
Impedanz (in Ohm): 30 
Kabellänge: 2 m, abnehmbar 

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