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Kategorie: Kopfhörer Hifi
20.10.2015

Einzeltest: Koss Pro4AAAT

Evolution statt Revolution

Kopfhörer Hifi Koss Pro4AAAT im Test, Bild 1
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Beim Auspacken des Koss Pro4AAAT überfallen den Autor nostalgische Gefühle. Ob der Klang zeitgemäß ist?Es dürfte mehr als 30 Jahre her sein.

Kopfhörer Hifi Koss Pro4AAAT im Test, Bild 2Kopfhörer Hifi Koss Pro4AAAT im Test, Bild 3
Der Autor dieser Zeilen kultivierte seine erwachende Leidenschaft für Musik mit einem Stereo-Radio-Kassettenrekorder der Marke Sharp. Das fortschrittliche Gerät verfügte schon damals über einen Bass-Boost-Schalter, ohne dessen Betätigung damals natürlich überhaupt nichts ging. Das führte zu ernsthaften Auseinandersetzungen im Elternhaus, und so kratzte der Autor seine damaligen Ersparnisse zusammen und erwarb beim örtlichen Fernseh- und Radiofachmann seinen ersten Kopfhörer: einen Koss. Dessen Ohrpolster bestanden aus einem dünnen, flexiblen Kunststoff und waren mit Luft gefüllt, sahen aber immer ein bisschen zerdrückt aus. In der Mitte sah man ein Plastikgitter, hinter dem sich der Treiber verbarg. Damit schnitt der Autor im gleichgesinnten Freundeskreis zunächst schlecht ab. Hier waren zu dieser Zeit Sennheiser mit leuchtend gelben Schaumstoffpolstern angesagt, die die kompletten Gehäuse überzogen. Das sah viel cooler und professioneller aus. Allerdings rissen die Schaumstoffhüllen schnell ab oder lösten sich auf – und dann war es mit dem Coolheitsfaktor vorbei. Der Koss dagegen sah lange aus wie am ersten Tag und funktionierte einwandfrei. Entschuldigen Sie diesen elegischen Ausflug in meine Jugend, aber das aktuelle Spitzenmodell von Koss, der Pro4AAAT ist genauso aufgebaut.

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Ausstattung


Wie gesagt, auffällig sind die Ohrpolster des Koss Pro4AAAT, da sie weder aus Leder oder Kunstleder noch aus einem Stoff bestehen, sondern aus dünnem, in Form gebrachtem Vinyl. Sie wirken damit ein bisschen wie Fahrradschläuche, nur dass die Form komplexer nach akustischen und ergonomischen Gesichtspunkten gestaltet ist. Und auch beim Pro4AAAT sitzt vor den Treibern keine Stoffbespannung, sondern ein Gitter – hier allerdings aus Aluminium. Beim Aufsetzen irritieren zunächst die schräg am Kopfbügel angebrachten Drehgelenke der Ohrschalen. Die Sache mit der Schwenkrichtung hat man jedoch schnell raus. Auf dem Kopf bzw. über den Ohren sitzt der Koss dann so leicht und komfortabel, dass man die üppigen 495 Gramm Gewicht definitiv nicht spürt. Eher muss man sich daran gewöhnen, dass die Ohren schon Kontakt zu den Ohrpolstern haben und leichte Reibgeräusche verursachen, wenn man den Kopf bewegt. Aber wie gesagt: drücken tut hier nichts. Im Gegenteil: Der Koss sitzt locker und bequem. Heavy-Metal-Fans, die beim Musikhören zu exzessivem Headbanging neigen, könnte der Kopfhörer dabei allerdings verrutschen. Ansonsten erfreuen der weite Verstellbereich des Kopfbügels und die gute Verarbeitung. Zum Transport liegt dem Pro4AAAT ein solides Hardcase bei. Für den mobilen Einsatz eignet er sich mit Einschränkungen: Mit einer Impedanz von 250 Ohm bei einem Wirkungsgrad von 98 dB sind die meisten Smartphones überfordert. Ein ordentlicher mobiler Kopfhörerverstärker sollte den Koss aber solide befeuern.

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Klang


So eigenständig die technischen Details des Koss Pro4AAAT sind, so eigen ist auch sein Klang – was in keinster Weise despektierlich gemeint ist. Tonal, in der „Überalles“- Betrachtung ist er auf der neutralen Seite. Der Bass schiebt sich nicht in den Vordergrund, schwächelt aber genauso wenig, die Mitten stehen im richtigen Verhältnis dazu und auch der Hochton hält sich weder künstlich zurück noch tut er sich nervend hervor. Auch seine grob- wie feindynamischen Qualitäten überzeugen. Insgesamt geht der Koss sehr nach vorne und scheint sich lieber auf die „Attack“ denn die „Delay“-Phase eines Tones zu konzentrieren. So hört man bei Klavieraufnahmen eher die feinsten Details des Anschlages als das subtilste Ausschwingen. Bei Stimmen bin ich mir ein wenig uneins. Klare, gut artikulierte Gesangsstimmen sind eine absolute Domäne des Koss; Stimmen, die eher sonor klingen und mit viel Brustvolumen vortragen, wirken etwas schlanker, als ich es gewohnt bin. Das ist keine Frage von richtig oder falsch, sondern eine Frage des Geschmacks oder vielleicht auch der Akzente, die ein Kopfhörer setzt. Wie gesagt – der Koss nimmt eine eigenständige Position ein, die mehr als ihre Berechtigung hat, sondern eine echte Bereicherung der Kopfhörer-Szene darstellt. Wer sich mit gängigen Mainstream-Kopfhörern nicht anfreunden kann, sollte es unbedingt mal mit dem Koss versuchen. Der bietet unter Umständen genau dass, was andere Kopfhörer vermissen lassen. Und dass Koss seinen eigenständigen Lösungen so lange treu bleibt und sie sorgfältig pflegt und weiterentwickelt, anstatt auf jede Modewelle aufzuspringen, gibt Sympathiepunkte.

Fazit

Der Koss Pro4AAAT gibt sich einerseits der langen Tradition der Koss-Kopfhörer vepflichtet, ist dabei aber voll auf der Höhe der Zeit und stellt klanglich eine spannende Alternative zum Mainstream dar.

Preis: um 290 Euro

Koss Pro4AAAT

Oberklasse

4.0 von 5 Sternen

-

Ausstattung

 
Vertrieb S.M.G Sound Magic, Worms-Rheindürkheim 
Internet www.sound-magic.de 
Gewicht (in g) 495 
Typ Around-Ear 
Anschluss 3,5-mm-/6,3-mm-3-Pol-Klinke (eingeb. Adapter) 
Frequenzumfang 10 – 25.000 Hz 
Impedanz (in Ohm) 250 
Wirkungsgrad (in dB) 98 
Bauart geschlossen 
Kabellänge (in m) 2,5-m-Spiralkabel 
Kabelführung links 
geeignet für: HiFi, High End 
Ausstattung Hardcase 
Klasse Oberklasse 
Preis/Leistung befriedigend - gut 

Bewertung

 
Klang 50%
Passform 20%
Ausstattung 20%
Design 10%

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