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Kategorie: D/A-Wandler
20.10.2015

Einzeltest: Aqua La Scala

Kluge Kombination

D/A-Wandler Aqua La Scala im Test, Bild 1
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Wie der Name schon sagt, wird bei Acoustic Quality alles dem besten Klang untergeordnet. So auch bei ihrem D/A-Wandler La Scala, der DAC-Chips, Röhren und Halbleiter zu einem besonderen Klangerlebnis kombiniert.

D/A-Wandler Aqua La Scala im Test, Bild 2D/A-Wandler Aqua La Scala im Test, Bild 3D/A-Wandler Aqua La Scala im Test, Bild 4D/A-Wandler Aqua La Scala im Test, Bild 5D/A-Wandler Aqua La Scala im Test, Bild 6
Bereits letzten Herbst brachte Jörg Klein vom Frankfurter Vertrieb Hörgenuss für Audiophile die Produkte von Acoustic Quality mit in unsere Duisburger Verlagsräume. Damals lag der Fokus auf dem La Voce, doch es war auch Zeit, einmal in dessen großen Bruder reinzuhören, der selbst bei diesem kurzen Besuch und gerade frisch aus der Verpackung schon wirklich gut klang. Doch damals verblieb nur der La Voce zum Test da, der mit frischem Spiel und guter Verarbeitung glänzte. Ende März jedoch, als Jörg Klein mal wieder den Verlag besuchte, durfte nun auch der Aqua La Scala hierbleiben, um diesmal etwas ausführlicher seine Vorzüge zu präsentieren. Dabei ähneln sich der kleine und der große DAC auf den ersten Blick mehr als nur geringfügig. Von außen lassen sich beide praktisch nicht unterscheiden. Die Frontplatte mit den gewölbten Ober- und Unterkanten sieht nach wie vor elegant aus, wenn auch etwas schlicht, was dem DAC aber trotzdem sehr gut zu Gesicht steht. Mit einer Drehung am linken Schalter, der mit einem befriedigenden Klacken in seiner neuen Position einrastet, erwacht der La Scala zum Leben. Das macht sich allerdings nur durch die nun leuchtende LED bemerkbar, denn auf ein Spektakel von Anzeigen und Lichtern verzichtet Aqua auch bei ihrem Wandler-Flaggschiff . Kein Display, das die Samplingrate anzeigt oder von welcher Quelle die Signale kommen. Bei Acoustic Quality ist Understatement angesagt, denn man verlässt sich lieber auf die klanglichen Kompetenzen. Darum wird die Quelle ebenfalls mit einem Drehregler eingestellt, der mit dem gleichen Klacken in seiner Position einrastet wie sein Pendant für die Stromzufuhr. Hier fällt allerdings auf, dass sich am La Scala statt nur vier noch eine fünfte Position dazugesellt hat. Statt nur eines S/PDIF-Eingangs mit einem BNC-Stecker gibt es nun auch einen zusätzlichen S/PDIF-Anschluss mit einem koaxialen RCA-Stecker. Dazu kommen der auch vom La Voce bekannte AES/EBU-Anschluss, die USB-B-Buchse und der firmeneigene AQlink in Form eines RJ45 Anschlusses, der hauptsächlich für die Verbindung mit dem La Diva CD-Transport gedacht ist und mit einem I²S-Protokoll arbeitet. Dieser stellt die einzige Möglichkeit dar, Samplingraten bis 384 kHz zu verwenden, denn das Limit bei der Übertragung an allen anderen Anschlüssen sind 192 kHz. Alle Anschlüsse bieten aber trotzdem die Möglichkeit, 24-Bit-Signale zu empfangen, dennoch bleibt die Frage, warum hier unbedingt ein Unterschied gemacht werden muss, wenn das Gerät an sich zu mehr fähig ist. Nun kommen wir aber zum Kernstück eines jeden Wandlers, dem eigentlichen DAC-Chip. Aqua setzt bei seinen beiden D/A-Konvertern auf Ladder-DACs, die ohne jede Form von Filtern arbeiten und so einen besonders natürlichen Klang entwickeln. Während man im La Voce mit zwei Chips arbeitete, finden im La Scala gleich vier Burr-Brown-PCM1704-K Anwendung. Auch hier wird dank der Directfrom- Decoder-Technik komplett auf Filter verzichtet, doch das allein reicht Acoustic Quality noch nicht, um ihre Ansprüche von perfektem Klang zu erfüllen. Dazu wurde nämlich noch an der Ausgangsstufe des La Scala getüftelt, bei der nun nicht nur auf Mosfet- Halbleitertransistoren gesetzt wird, sondern auch auf Röhren. Anstatt sich nur für eine Methode zu entscheiden, wurden hier beide Techniken kombiniert und aufeinander abgestimmt. Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern, werkeln die beiden ECC81- Röhren vollkommen ungestört im Inneren, ohne mit zusätzlicher Beleuchtung zur Schau gestellt zu werden. Ihr Einsatz lässt sich nur mit dem Gehör feststellen. Trotzdem klingt der La Scala nicht so typisch analog, wie man denkt. Stattdessen spielt auch der große Aqua- DAC mit wunderbarer Neutralität und Frische. Wer schon mal auf einer HiFi Messe war, der weiß, welche Musik dort meistens läuft. Ruhige Klänge, ein wenig Gesang, aber nichts, was einen D/A-Wandler richtig fordern würde, denn je weniger Informationen ein Signal enthält, desto weniger bringt dies den DAC zur Verzweiflung. Also wird genau das einmal ausprobiert. Das Debütalbum der norwegischen Metal- Punk-Band Kvelertak ist gezeichnet von schreiendem Gesang, furchtbar schnellen Gitarren, drückendem Bass und kräftigem Schlagzeug. Gerade bei einer Auflösung von nur 44,1 kHz bei 16 Bit kann man beinahe erwarten, dass ein Wandler hier gern mal ein paar Informationen auslässt. Eine Befürchtung, die sich beim La Scala in Luft auflöst. Vollkommen unbeeindruckt vom Trommelfeuer der Signale spielt der Aqua herrlich frisch und detailliert. Nach einigen Momenten, wenn die Röhren die optimale Temperatur erreicht haben, kommt noch mal ein wenig mehr Ruhe ins Spiel. Doch nicht nur die eigenwillige Kombination aus Punk und Metal profitiert vom klaren Klang des Gerätes, auch Freunde von Jazz und Klassik kommen mit dem Wandler voll auf ihre Kosten. Hier bemerkt man dann auch die gute räumliche Darstellung, die Big Bands und Orchestern eine gewisse Größe verleiht. Im Gegensatz zu seinem Äußeren hält sich der La Scala klanglich absolut nicht zurück und gibt jedes Signal ohne Murren aus seinen XLR- oder Cinch-Anschlüssen aus. Auch hier fließt die Musik, wie schon beim La Voce, beinahe wie Wasser aus den Lautsprechern und es ist kaum zu glauben, dass noch einmal so ein deutlicher Schritt nach vorne gemacht wird. Der ungewöhnliche Weg hat sich also gelohnt und der Firmenanspruch von akustischer Qualität wird wieder einmal erfüllt.
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Fazit

Keine Show, kein Getue. Aquas La Scala versteckt seine Kompetenzen hinter einer schlichten Fassade. Dahinter verbirgt sich ein Wandler der Extraklasse, dessen natürliches musikalisches Spiel schon von ganz allein überzeugt.

Preis: um 4890 Euro

Aqua La Scala


-

Ausstattung

 
Preis: um 4.890 Euro 
Vertrieb: Hörgenuss für Audiophile, Frankfurt 
Telefon: 069 40326292 
Internet www.hgfa.de 
Abmessungen (B x H x T in mm) 450/100/370 
Eingänge 1 x AQlink (I²S über RJ45), 
- 1 x AES/EBU, 1 x S/PDIF BNC, 
- 1 x S/PDIF koaxial, 1 x USB-B 
Unterstützte Abtastraten: AQlink: bis 384 kHz, 24 Bit / Alle anderen: bis 192 kHz, 24 Bit 
Ausgänge: 1 x RCA Stereo, 
- 1 x XLR Stereo 
checksum „Keine Show, kein Getue. Aquas La Scala versteckt seine Kompetenzen hinter einer schlichten Fassade. Dahinter verbirgt sich ein Wandler der Extraklasse, dessen natürliches musikalisches Spiel schon von ganz allein überzeugt.“ 

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