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Bildergalerie: Cocktail Audio N15 - Bild 3

DLNA- / Netzwerk- Clients / Server / Player Cocktail Audio N15 im Test, Bild 3

Wenn ein großer Funktionsumfang zum Firmenkonzept gehört, wird es schwierig, die eigenen Systeme in konkrete Kategorien einzuordnen. Eine Problematik, die beim Cocktail Audio N15 besonders zum Tragen kommt. Vom Hersteller als Netzwerkadapter klassifiziert, zeigt sich im Test, dass der Kleine noch deutlich mehr auf dem Kasten hat. N15 Optisch eher einem Kopfhörerverstärker ähnelnd, steht beim N15 klar die Funktion als digitaler Audioplayer im Vordergrund. Allerdings kann hier nicht nur auf Musik von angeschlossenen Netzwerkspeichern zugegriffen werden. Wie man es von Cocktail Audio bei den großen Systemen gewohnt ist, kann auch der N15 mit einer eigenen Festplatte ausgestattet werden, und so zu einem ausgewachsenen Musikserver werden. Über eine kleine Schublade an der Rückseite können 2,5-Zoll- SATA-HDDs oder -SSDs eingesetzt werden. Dabei kann man entweder auf die Angebote des Herstellers setzen und einen vorinstallierten Speicher mitbestellen, oder man setzt selbst eine passende Festplatte ein. Falsch machen können selbst Laien dabei nichts. Doch neben dem NAS kann der N15 noch weitere Geräte im Wohnzimmer ersetzen. So fungiert er außerdem als hochwertiger USB-DAC, der die Musik von Laptops oder Smartphones unkompliziert auf die Anlage bringt. Gleichzeitig ist er außerdem als Vorstufe einsetzbar, während Headfiler ihn als All-in-one-System für edle Kopfhörer verwenden können. Musik per App War das Nichtvorhandensein einer eigenen Steuerungs-App bisher oft einer der größten Kritikpunkte bei den Systemen von Cocktail Audio, hat man sich nun auch um dieses kleine Manko gekümmert, so dass pünktlich zur Markteinführung des N15 auch die Novatron Music X genannte App für Android- und iOS-Systeme verfügbar ist. Da der N15, anders als die anderen Geräte der Firma, vollkommen headless, also ohne Display arbeitet, ist sie neben dem bekannten Webmenü die einzige Möglichkeit, dem System Musik zu entlocken. Hier lassen sich sämtliche Geräteeinstellungen vornehmen, inklusive der Einrichtung des N15 als Mediaserver für andere Geräte. Auch die Editierung von Metadaten der auf der Festplatte befindlichen Musik ist hier möglich. Hauptsächlich dient die App allerdings als Fernbedienung, um Musik auszuwählen und abzuspielen. Alben auf dem internen Speicher werden in der Music-DB-Datenbank zusammengefasst, während andere Netzspeicher über einen Ordnerbrowser verfügbar sind. Dazu bietet der N15 außerdem eine ganze Reihe von integrierten Streamingdiensten, inklusive Deezer, Tidal und Qobuz, ebenso wie einen Internetradiodienst mit Tausenden von Sendern. Praxis Der Einbau einer Festplatte ist mit dem Anziehen von sechs Schrauben im Handumdrehen erledigt, so dass ein Anschließen und Einschalten genügt, um den N15 einsatzbereit zu machen. Dank des 1-GHz-A9-Prozessors und der gleichen Menge an Arbeitsspeicher geschieht die Bedienung enorm flüssig. Die App ist eingängig gestaltet und bietet auf Smartphones eine etwas bessere Raumaufteilung als auf Tablets. Die Musikauswahl geht hier wie dort dennoch leicht von der Hand. Zur Lautstärkeeinstellung eignet sich der Drehregler an der Front bei Kopfhörern wunderbar und ist dank der eher sprunghaften Eingabereaktion in der App auch an der Anlage von Vorteil. Klanglich profitiert der kompakte Musikserver von seinem sehr hochwertigen D/A-Wandler. Der ES9018K2M Chip stammt aus der Premiumreihe von ESS und liefert ein wunderbar detailliertes und dynamisches Spiel. HiRes mit bis zu 384 kHz bei 24 Bit, ebenso wie DSD256 ist kein Problem, und der N15 zieht aus den Datenströmen stets so viele Feinheiten wie möglich.