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Kategorie: Zubehör HiFi
20.10.2015

Einzeltest: jplay.eu JPLAY

Alternativprogramm

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Christian Rechenbach
Christian Rechenbach

Musik über den Computer abspielen ist ganz einfach. Jeder von Ihnen hat da so seine Methoden, einige nutzen gern spezielle, audiophile Software.

Und genau an dieser Stelle tut sich gerade sehr viel. Ich darf einen ganz heißen Kandidaten für Windows-Nutzer vorstellen: JPLAY.Lange Zeit musste ich mir zu Recht vorwerfen lassen, mich zu stark auf die Macintosh-Plattform zu stürzen und die tatsächlich viel stärkere Windows- Fraktion zu vernachlässigen. Das stimmt, das habe ich wirklich getan. Es gab aber viel zu wenig echt Audiophiles an Software, die wirklich berichtenswert gewesen wäre. Mit JRiver wurde dann in meinen Augen alles anders. Das Programm konnte mich als alten, voreingenommenen Apple-Nutzer so dermaßen überzeugen, dass ich sogar mein Musiksystem zu Hause darauf umgestellt habe. Und wie es so ist: Da funktioniert alles bestens, und auf einmal flattert einem was in Haus, das wieder alles ändert. Jetzt werden sich viele fragen, warum man überhaupt noch andere Software braucht, wenn JRiver doch wunderbar bitgenaue Tonausgabe ermöglicht? Und noch viel mehr: Eigentlich sollten alle Programme, die bittransparente Musikwiedergabe unterstützen, gleich klingen, nicht? Und genau jetzt fange ich an zu grinsen und komme mit einem Programm an, das (unter anderem) als Plugin für JRiver genutzt werden soll und doppelt so viel kostet wie die Playersoftware selbst? Was soll denn der Quatsch? Okay, jetzt habe ich ja schon halb verraten, was JPLAY eigentlich darstellt. Es installiert sich als virtueller Treiber im Betriebssystem und agiert so als Link zwischen der Playersoftware und der Audio Engine, die die klangkritischen Kniffe enthält. Die Kommunikation der beiden erfolgt über das TCP/IPProtokoll, was später in diesem Artikel nochmal aufgegriffen und für eine ganz feiste Anwendung genutzt wird. JPLAY, obgleich es eigentlich „nur“ ein ganz kleines Progrämmchen ist, das so klein ist, dass es in den CPU-Cache passt, bietet nun mehrere Möglichkeiten, sinnvoll eingesetzt zu werden. Man kann es einzeln als Player verwenden oder im Zusammenbund mit anderen Programmen wie JRiver, MediaMonkey oder Foobar2000. So oder so nutzt es eigene, in liebe- und mühevoller Detailarbeit entstandene Routinen zur Verarbeitung digitaler Daten. Zwei am Rechner extrem fitte und computeraudiophil veranlagte junge Männer namens Josef Piri und Marcin Ostapowicz haben sich auf ganz viele, von anderen vernachlässigte Prozesse gestürzt, von den einige recht großen Einfluss auf die Klangqualität haben. Sofern es der Arbeitsspeicher zulässt, schiebt JPLAY ein komplettes Album oder eine ganze Playlist in den Arbeitsspeicher, um jegliche Festplattenaktivitäten ausschließen zu können. Und das war‘s noch lange nicht: Die beiden umtriebigen Entwickler haben es geschafft, dass Windows schneller (sogar bis zu 30-mal schneller) als standardmäßig zwischen einzelnen Tasks hin und her schalten kann. So ist das Programm überhaupt in der Lage, nicht fragmentierten Speicher viel schneller anzusprechen als andere Programme, da es ja als reiner Windows-Dienst anstatt als Programm läuft. Und da es die Musikwiedergabe ganz nach oben in die Liste der Systemprioritäten legt, gibt es auch schön unangetastete und ununterbrochene Musikwiedergabe. Gerade die Dimension Zeit ist es, auf die die beiden Entwickler ganz besonders geachtet haben, da sie hier großes Potenzial entdeckt haben. Das Timing muss halt immer stimmen, wenn der Computer alle 10 Microsekunden 48 Bit (bei einer 96-kHz-Datei) herausschieben muss. Da er nicht für diese Aufgabe erfunden wurde, sondern noch tausend andere Sachen im Hintergrund ausf&u
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