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Kategorie: Zubehör HiFi
20.10.2015

Bericht: Alles digital?

Alles digital?

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Eigentlich haben wir es doch ganz einfach. Unsere Musikdaten werden als saubere und eindeutige digitale Daten abgespeichert, so dass die Qualität der Wiedergabe immer gleich hoch sein müsste und nur von der Güte der Abspieler abhängt.

Echt? Ist das so? Schön wär’s.Was sich im ersten Moment ganz prima anhört, ist leider nicht ganz so einfach zu betrachten. Natürlich haben wir digital gespeicherte Daten, die immer im ersten Schritt zu hundert Prozent reproduzierbar dekodiert und irgendwann gewandelt werden müssen.Es wäre ja wirklich zu schön wenn wirklich alles so digital wäre, wie sich das anhört, denn dann wär‘s einfach. Grundlegend beschreiben die beiden Zustände „1“ und „0“ ja festgelegte Spannungswerte. Unterhalb einer gewissen Schwelle ist alles „0“, alles darüber entsprechend „1“. Jetzt kann man nur leider eine Sache mal komplett vergessen: Dass diese beiden Zustände immer als saubere Flanken auftreten und im Zeit- und Wertbereich immer schön konstant sind. Meist sind die Flanken so dermaßen verbogen, dass man sie als saubere Rechtecke schon gar nicht mehr identifizieren kann. Das macht es dem System schon mal schwerer, das richtige Signal aus diesem Chaos-Haufen überhaupt extrahieren zu können. Und dann haben wir ja außerdem noch den verhassten Jitter. Und der wird oft missverstanden. Die Meinung vieler ist: Wenn ich ein digitales, aus diskreten Zuständen bestehendes Signal abtaste, seinen Wert erwische und abspeichere, dann bin ich auf der sicheren Seite. Leider nicht. Das reicht noch nicht. Es liegt nämlich auch dann ein Fehler vor, wenn ein Signal seinen Zustand auf den korrekten Wert, aber zur falschen Zeit wechselt.
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Wir reden ja immer alle von Signalspektren, Frequenzgängen und so weiter. Doch sollte man nicht vergessen: Zu einem Spektrum gehört IMMER ein Betrag und eine Phase. Ich veranschauliche das gerne mit einem Bild. Auch ein Bild hat ja einen Betrag und eine Phase. Und auch hier passieren komische Dinge, wenn man die Phase außer Acht lässt. Bild 1 zeigt ein weißes Rechteck auf schwarzem Hintergrund. Das nehmen wir mal als unser Signal an. Bild 2 zeigt das Spektrum dieses Signals. Es zu analysieren ist unnötig, denn wenn Sie sich mal Bild 3 ansehen und dann das korrespondierende Spektrum dieses Signals sind zwei Dinge festzustellen. Die Spektren (Bild 5 und 6) sind exakt gleich, doch sie werden mir doch recht geben, dass sich die Ausgangsbilder (1 und 3) und somit auch die Signale voneinander unterscheiden?
Die folgenden beiden Bilder zeigen nun die Phase von Bild 1 (links) und Bild 3 (rechts). Und hier ist ja wohl eindeutig ein Unterschied zu erkennen. Übertragen wir das nun auf Audiosignale. Der Betrag eines Bildsignals korrespondiert mit dem Betrag des Audiosignals, die Zeitdifferenz, die den Jitter-Fehler ausmacht, korrespondiert mit dem Ort des Rechtecks. Auch wenn also auf den ersten Blick alles in Ordnung scheint, so haben wir doch einen Fehler, den wir nicht wollen. Das macht sich besonders dann bemerkbar, wenn wir mehrere Signale miteinander verrechnen.
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Alles digital?


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