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Kategorie: Vor-Endstufenkombis Hifi
20.10.2015

Systemtest: Stello HP100 MK II, Stello S100 MK II

Endlich normale Leute

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Holger Barske
Holger Barske

Tatsächlich hat mich der Inhalt der beiden Pakete von Transparent Acoustic sehr überrascht: Nach den bisherigen Erfahrungen mit den Produkten dieses Vertriebs war ich auf Technologie an vorderster Front gefasst – und wurde aufs Angenehmste enttäuscht
Ein Widerspruch? Keinesfalls. Die Produktlinie „Stello“, die neben „Aura“ und „Eximus“ Erzeugnisse des amerikanischen Herstellers April Music darstellt, ist nämlich ganz bewusst anders konzipiert als die Hightech- Schätze von Eximus, deren ausgezeichnete Kombi aus D/A-Wandler und Schaltendstufe hier schon Thema waren.

Stello-Geräte sind erstens deutlich bodenständiger konzipiert und zweitens, nicht ganz unwichtig, merklich preiswerter. Und so reden wir hier über eine Vorstufe mit D/A-Wandler und Kopfhörerverstärker für 1.300 und eine Stereoendstufe für 1.200 Euro – da sind wir „Schlimmeres“ gewohnt. Optisch präsentieren sich die Geräte im schnuckeligen Miniformat: Mit knapp 22 Zentimetern Breite belegen beide zusammen gerade mal den Stellplatz einer klassischen Komponente. Der Vorverstärker HP100 MK II verfügt über drei Line-Eingänge und einen USB-Anschluss für digitale Quellen. Letzterer ist in technischer Hinsicht nun nicht der allerletzte Schrei und streicht bei Signalen mit mehr als 48 Kilohertz Abtastrate die Segel, fürs Grobe reicht das aber allemal. Das Gerät arbeitet, wie die Endstufe auch, unsymmetrisch und ist von daher ausschließlich mit Cinch-Anschlüssen bestückt. Mit einer Ausnahme: Den Ausgang, den gibt’s auch mit symmetrisch beschalteten XLR-Buchsen. Die Bedienung geht erfreulich einfach vonstatten: Ein Drehknopf für den Pegel, ein Taster zum Durchschalten der Eingänge. Minimal mehr Komfort gibt’s über die beiliegende Fernbedienung, ein übrigens sehr gelungenes Modell abseits der üblichen Stangenware. Die Lautstärke ist in 63 Stufen einstellbar, das reicht in der Praxis allemal. Rote Siebensegmentanzeigen geben über Pegel und gewählten Eingang Auskunft. Und vielen Dank dafür, dass man sich das heute fast unvermeidlich blau hinterleuchtete, erheblich schlechter abzulesende zweizeilige LCD gespart hat. Das hier, das strahlt eine angenehme Gelassenheit und Seriösität aus. Keine Menüs, keine Geheimnisse, keine versteckten Funktionen. In jeder Hinsicht Old School, und das ist auch gut so. Der Blick unter den Deckel offenbart erstaunlich viel Aufwand: Die Signalverarbeitung obliegt gleichermaßen diskreten Komponenten wie integrierten Schaltungen. Beim Signaleingang setzt man auf diskrete, besonders rauscharme JFets, den Ausgang bildet eine strompotente Class-A-Treiberstufe, ebenfalls diskret aufgebaut. Die – natürlich separate – Endstufe für den Kopfhöreranschluss ist ein gleichfalls kräftiges Design mit Bipolartransistoren. Eingangsumschaltung, Lautstärkeeinstellung – das ist die Sache von Chips der besseren Sorte.
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Preis: um 1300 Euro

Stello HP100 MK II


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Preis: um 1200 Euro

Stello S100 MK II


04/2015 - Holger Barske

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