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Kategorie: Vor-Endstufenkombis Hifi
20.10.2015

Systemtest: Prima Luna ProLogue Three, Prima Luna ProLogue Six - Seite 2 / 4

2.1 alternativ

Holger Barske
Holger Barske

Wenn man’s wirklich wissen will, dann betreibt man keinen Vollverstärker. Wer’s ernst meint, der greift zur Vor-/Endstufenkombi.

Und wer’s noch genauer wissen will, der nimmt gleich zwei Monoendstufen. Das sorgt zwar für Fülle im Wohnzimmer, hat aber durchaus ein paar Vorteile. Oder auch Nachteile. Die Grundsatzdiskussion führen wir gleich. Erst einmal liefern wir den Grund dafür, dass wir uns überhaupt diesen Untiefen nähern wollen: PrimaLuna baut mit der Vorstufe ProLogue Three und den Monoendstufen Prologue Six ein preislich ausgesprochen verführerisches Dreierpack. Mit einer Vorstufe für 1.450 und Monos für 1.000 Euro pro Stück kann man vielleicht mal über ein solches Ensemble nachdenken, ohne gleich die Eigentumswohnung veräußern zu müssen. Die Vorstufe ist ein alter Bekannter, die hatten wir vor drei Jahren schon mal im Heft, damals in Kombination mit einer Stereoendstufe. Tatsächlich ist das ein nicht ganz wenig entscheidender Grund dafür, weshalb wir das Thema nochmals angehen: Die überaus positiven Erfahrungen seinerzeit machten die Entscheidung, sich nochmals mit der ProLogue-Baureihe zu beschäftigen, zu einer ziemlich einfachen. Diesmal soll’s also dreiteilig sein. Ganz nüchtern betrachtet tut das nicht not. Wie eine Vielzahl von Vollverstärkern beweist, ist es durchaus möglich, Vor- und Endstufen in einem Gehäuse unterzubringen, ohne dass dabei gleich die Hölle losbricht. Tatsächlich kann man in einer integrierten Umgebung Vor- und Endstufe sogar besser aneinander anpassen, weil man die exakten An- und Abschlussbedingungen kennt: Es gibt keine langen Kabel mit möglicherweise zweifelhaften elektrischen Eigenschaften, die man nicht sicher mit einkalkulieren kann. Möglicherweise kann man sich deshalb sogar die eine oder andere Verstärkerstufe sparen, weil man sich nicht an die Maxime „funktioniert immer und überall“ halten muss. Doch auch die Verfechter getrennter Lösungen haben ihre Argumente: Die Kombination von Vor- und Endstufe, auch unter Einbeziehung des Verbindungskabels, eröffnet eine neue Spielwiese, um den persönlichen Klanggeschmack möglichst genau zu treffen. Außerdem ist es in der Theorie keine besonders gute Idee, dicke Stromverbraucher wie Endstufen und eine ungleich empfindlichere Kleinsignalverarbeitung in unmittelbarer Nähe zueinander anzuordnen und womöglich auch noch aus demselben Netzteil zu speisen – hier hat der Vorstufentrakt eigentlich immer das Nachsehen. Hier eindeutige Vorteile für die eine oder andere Variante auszumachen, erscheint also schwierig; bei der Frage, ob Stereo- oder Monoendstufen das Mittel der Wahl sind, liegen die Dinge etwas einfacher: Monos haben notgedrungen eine bessere Kanaltrennung, weil es hier prinzipbedingt keine gemeinsamen Netzteile geben kann, über die ein Kanal auf den anderen überkoppeln kann; damit einher geht natürlich der preistreibende Aufbau in zwei Gehäusen mit zwei Netzkabeln, zwei Netzschaltern und so weiter. Auf der anderen Seite muss die Frage gestattet sein, wie viel Kanaltrennung der Hörer überhaupt braucht: Unsere bevorzugte Programmquelle, die Kombination von Schallplatte und Tonabnehmer liefert an guten Tagen vielleicht 30 Dezibel, und auch eine mit moderatem Aufwand aufgebaute Stereoendstufe liegt deutlich darüber. Was lernen wir daraus? Dass man viel theoretisieren kann, in letzter Konsequenz entscheiden aber die Praxis und die niederen Instinkte: Der „Haben-wollen-Faktor“ einer dreiteiligen Verstärkerkombi ist, Platz, Geld und verständnisvolle Gattin vorausgesetzt, ungleich höher. Und vermutlich wird die Frage, was e
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Preis: um 1450 Euro

Prima Luna ProLogue Three


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Preis: um 1000 Euro

Prima Luna ProLogue Six


03/2010 - Holger Barske

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