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Kategorie: Vor-Endstufenkombis Hifi
20.10.2015

Einzeltest: AEC C12 Phono / C24 Mono - Seite 5 / 5

Was lange währt

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Rauscharm ist das nicht, was Molina auf „Let Me Go“ ins Vinyl hat pressen lassen, aber auch das gehört irgendwie zum sehr speziellen Charakter dieser Platte: aufnahmetechnische Perfektion wäre hier nicht das Mittel der Wahl gewesen. Legen wir noch schnell einen weiteren Gänsehauttitel nach: Bill Hendersons „Send In the Clowns“ beweist, dass die Enge im Raum ebenfalls an Jason Molina lag. Die Live-Einspielung von Mr. Henderson leuchtet die Aufnahmelokalität bis in den letzten Winkel aus, auch hierfür gebührt der Vorstufe Respekt. Aus mir gerade nicht nachvollziehbaren Gründen fi nde ich im Hörraum „Out of the Blue“ vom Electric Light Orchestra aus dem Jahre 1977. Offensichtlich ein Original, das Preisschild vom Elektrokaufhaus weist 17 Mark 95 aus. Okay, warum nicht? „Turn to Stone“ sieht halbwegs unbeschädigt aus und demonstriert eine komplett andere klangliche Ausrichtung als das eben Gehörte: Die Nummer geht satt, breit, opulent und ein wenig aufgeblasen zur Sache, füllt aber den ganzen Hörraum mit Vergangenheit. Nicht schlecht, und auch daran hat die AEC-Vorstufe ihren Anteil: Sie offenbarte fast keinen eigenen tonalen Charakter, liebt aber definitiv dynamische Verästelungen im Groben wie im Feinen. Zeit, das gute Stück mit den AEC-Monos zu kombinieren.
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Der Unterschied zu Dan D’Agostinos ausgezeichneter Momentum Stereo war ohrenfällig: Die AECs spielen nicht ganz mit derart schraubstockmäßiger Kontrolle, sie wirken leichter, minimal weniger präzise, unbekümmerter. Jeff Lynne und seine Mannen scheinen einen Zahn zugelegt zu haben und scheinen noch etwas weiter im Raum verteilt zu sein als mit der diesbezüglich schon exemplarisch opulent spielenden Amerikanerin. Vom Charakter her passt das ausgezeichnet zu der Vorstufe und ja, man hört die konstruktive Verwandtschaft zwischen Vor- und Endstufe: Das Agile, Variable und Spielerische, das haben sie beide. Gewiss: Wir haben es hier mit einer Kombination zu tun, deren Preis sich stramm auf 15.000 Euro zubewegt, und da darf man klangliche Höchstleistungen erwarten. Die gibt’s: eine großartig natürliche Hochtonzeichnung mit viel Luft nach oben heraus („Sweet Talkin‘ Woman“) fällt auf, und dann ist da dieses Ungestüme, leidenschaftliche, was das Musikhören mit den AECs zu einem außerordentlichen Vergnügen macht. Ich glaube, ich mach diese ELO-Platte mal gründlich sauber und stell sie mal gut weg – die kann man definitiv mal wieder gebrauchen.

Fazit

AEC – ein Hersteller, den kaum einer auf dem Radar hat. Was ein Fehler ist, denn diese Verstärker spielen ungemein angenehm, unbeschwert und unangestrengt.
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Preis: um 14655 Euro

AEC C12 Phono / C24 Mono


-

Ausstattung

 
Garantie (in Jahre)
Vertrieb Audio Int´l, Frankfurt 
Telefon 069 503570 
Internet www.audikron.com 
Vorstufe (B x H x T in mm) 483/95/353 
Endstufe (B x H x T in mm) 483/138/330 
Unterm Strich... » AEC – ein Hersteller, den kaum einer auf dem Radar hat. Was ein Fehler ist, denn diese Verstärker spielen ungemein angenehm, unbeschwert und unangestrengt. 

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