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Editorial
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Michael Voigt
Chefredakteur
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Kategorie: Vollverstärker
20.10.2015

Einzeltest: Taga HTA-800

Vollverstärker · Taga HTA-800

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Dipl.-Ing. Michael Voigt
Dipl.-Ing. Michael Voigt

Moderne Vollverstärker haben heutzutage Anschlussmöglichkeiten für digitale Quellen an Bord und sind somit bestens fürs Musikstreaming gerüstet. Eher die „alte Schule“ ist der Einsatz von Röhren im Verstärker für besonders musikalischen Klang.

Taga bedient sich im Hybridverstärker HTA-800 der Vorzüge aus beiden Welten.Aufmerksame Leser kennen Taga schon seit Jahren, denn wir stellten bereits mehrfach Lautsprecher und HiFi-Elektronik dieser Marke vor. Entwickelt werden Taga-Produkte in Warschau, die kostengünstige Fertigung findet natürlich in Fernost statt. Dennoch zeichnen sich Taga-Produkte durch beachtlich gute Qualität sowohl bei der Verarbeitung als auch im Klang aus und werden sogar als echter Geheimtipp gehandelt     


HTA-800

 
Der Hybridverstärker HTA-800 ist der kleinere Bruder des optisch gleichen HTA- 1200. Das etwas teurere Modell verfügt neben einer etwas höheren Leistung über einen besseren Digitaleingang und ist in einigen Schaltungsdetails aufwendiger konstruiert. Doch bei dem günstigen Verkaufspreis von rund 650 Euro haben wir dem HTA-800 für diesen Test den Vorzug gegeben. Immerhin liefert auch dieser Verstärker mit etwa 75 (4 Ohm) pro Kanal mehr als genügend Power. In der Endverstärkung arbeiten klassische Leistungs-Transistoren, das ist effizient und betriebssicher. Für die Aufbereitung der eingehenden Signale sorgt jedoch ein Pärchen aus 6N3-Röhren, die aufgrund sehr harmonischer Betriebsweise für den ganz speziellen, warmen Röhrenklang sorgen sollen. Nebenbei sehen die orangeglimmenden Röhren einfach charmant aus, ein Sichtfenster in der massiven Frontplatte aus Metall lässt den Blick auf die Röhren zu. Der HTA-800 ist schlicht, übersichtlich und dennoch sehr solide aufgebaut. Ein Blick ins Innere offenbart einen blitzsauberen Schaltungsaufbau, einen großen Ringkerntrafo und klar strukturierte Baugruppen. Bemerkenswert sind auch einige hochwertige Bauteile wie ein Alps-Lautstärke-Poti und audiophile Folienkondensatoren von Wima – in dieser Preisklasse ist das nicht unbedingt üblich. Für den Anschluss der Musikquellen stehen 4 Cinch-Eingänge zur Verfügung, von denen einer als Phono-MM-Preamp fungiert. Wer Phono-MC benötigt, kann mit dem kleinen, externen Phono-Preamp TTP-300 den Verstärker aufrüsten (funktioniert auch bei jedem anderen Verstärker). Digitale Signale bis zu 24 Bit/192 kHz akzeptiert der HTA-800 via optische und koaxiale Digitaleingänge. Wer hier noch bessere Qualität möchte oder eine USB-Buchse benötigt, kann mit dem Zubehör- DAC DA-300 v.3 ebenfalls jeden beliebigen Verstärker aufrüsten. Doch bereits „ab Werk“ ist der HTA-800 für die allermeisten Anwendungen und Situationen bestens gerüstet.     

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Preis: um 650 Euro

Taga HTA-800

Spitzenklasse

4.0 von 5 Sternen

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