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Kategorie: Vollverstärker
20.10.2015

Einzeltest: Krell K-300i

Powerhouse

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Philipp Schneckenburger
Philipp Schneckenburger

Leistung ist schön, doch ein guter Verstärker sollte mehr bieten als reine Kraft. Krell hat dies mit dem K-300i gut umgesetzt.

Geräte von Krell sinnen immer darauf, dem Nutzer viele Möglichkeiten zu bieten und ein tolles Musik- oder Filmerlebnis zu schaffen. Eines sind sie dabei aber niemals: subtil. Egal welches System des Herstellers man sich anschaut, Zurückhaltung ist keine der typischen Krell-Tugenden. In dieser Beziehung sind sie eben sehr amerikanisch, denn auf dem US-Markt zählt auch bei der Unterhaltungselektronik oft die Devise vom Klotzen statt Kleckern. Darum gibt es hier meist viel Metall und Masse. Ein Spiel, das Krell gerne mitspielt. Schließlich halten die Geräte ja auch stets das, was die gigantöse Optik verspricht. Dies gilt auch für den neuen Krell- Vollverstärker K-300i. Während die silberne Farbvariante noch ein wenig Lockerheit verspricht, wirkt unser schwarzes Testmodell beinahe ein wenig grimmig. Die klassische Rundung in der Mitte der Front ist auch hier vorhanden, doch das typische silberne Schild und den beleuchteten Firmenschriftzug, die man von anderen Geräten kennt, vermisst man beinahe ein wenig. Hier leuchtet einzig das schmale Display auf der rechten Seite. Auch die reinen Abmessungen tragen zum recht wuchtigen Eindruck des K-300i bei, wobei beim Auspacken als Erstes das Gewicht von über 18 Kilogramm auffällt. Wie dies zustande kommt, darauf kommen wir noch zu sprechen. Bei der Optik trifft der Verstärker also wortwörtlich ins Schwarze und präsentiert sich durchaus draufgängerisch. Auch in Sachen Vielfältigkeit ist der K-300i ein echter Krell. Gerade mit dem optionalen Digitalmodul ist der Verstärker eine echte Hausnummer in Sachen Anschlüsse und Funktionen. Zwei symmetrische und drei unsymmetrische analoge Eingänge sind Standard, ebenso wie der Preout. Dazu kommen optische und koaxiale S/PDIF-Eingänge, verlustfreies Bluetooth mit aptX und ein USB-B-Port. Besonders interessant ist aber Krells Fokus auf AV-Anwendungen, denn das Digitalmodul bietet gleich drei HDMI-Anschlüsse, von denen zwei für den Anschluss von Quellgeräten gedacht sind, während der dritte als Verbindung zum Fernseher dient und dabei dank ARC auch gleich den TV-Ton an den Verstärker leitet. 4KPassthrough und HDR-Support inklusive. Das macht den K300-i zu einer exzellenten Lösung für Wohnzimmerkinos. Auch für das Musikstreaming ist der Verstärker dank des Digitalmoduls bestens gerüstet. Ein Netzwerkplayer mit passender Ethernetbuchse ist ebenfalls Teil der zusätzlichen Hardware. Im Prinzip also ein ausgewachsenes All-in- one-System, auf das Krell den Verstärker hier upgraden lässt. Steuern lässt sich der Netzwerkplayer wahlweise mit Roon oder verschiedenen UPnP-Apps, wobei Krell selbst mConnect zur Nutzung mit dem K300-i empfiehlt. Wer eine Roon- Lizenz besitzt, ist aber klar im Vorteil, denn auch wenn mConnect eine durchaus solide App ist, ist Roon in praktisch allen Belangen besser – wenn auch deutlich teurer.
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Preis: um 9000 Euro

Krell K-300i


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