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Kategorie: Vollverstärker
20.10.2015

Einzeltest: Keces E40

Vollverstärker Keces E40

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Philipp Schneckenburger
Philipp Schneckenburger

Bei HiFi gibt es oft zwei Stilrichtungen: ausgerichtet auf Spaß oder so anspruchsvoll wie möglich. Keces möchte beides vereinen.

 In Gesprächen mit Herstellern, Marketingleuten oder auch manchem Händler von HiFi-Geräten gibt es bestimmte Sachen, die immer wieder angesprochen werden. Da wird von der enormen Präzision der eigenen Geräte und ihrer Bauteile geschwärmt. Wie eng die Spaltmaße des aus feinsten Materialien gefertigten Gehäuses sind. Dass man per Hand gewickelte Spulen, die bei Vollmond von Nonnen aus abgelegenen Bergklöstern gebaut wurden einsetzt. Dass man eigens neues Messequipment entwickeln musste, um Jitter oder Klirr überhaupt noch messen zu können. Im Grunde also, dass das vor einem stehende Gerät ein absolutes Wunderwerk der Technik ist, bei dem kein Bit verloren geht und die Musik so wiedergegeben wird, dass man meint, bei der Aufnahme dabei gewesen zu sein. Das sind ehrbare Ansprüche und für technikinteressierte Menschen, zu denen viele Audiophile eben gehören, auch durchaus relevante Faktoren. Auch ich selbst habe natürlich Spaß an solchen Dingen, gerade wenn sie der Qualität der Musikwiedergabe förderlich sind. Spaß ist aber eben auch ein wichtiger Faktor an sich. Schließlich stellt sich bei High-End-Audiokomponenten oft die Frage, ob ich die von mir ausgewählte Musik hören will, wodurch die Anlage ein Mittel zum Zweck ist, oder ob ich meine Anlage hören will und die Musik quasi nur das Übertragungsmedium darstellt. Keces möchte seit seiner Gründung im Jahr 2002 beide Lager verbinden. So fing der Hersteller an, Geräte nach den gerade stark übertrieben dargestellten Standards zu bauen, um so die Musikwiedergabe an sich zu verbessern. Dabei lag der Fokus der Firma neben Vor- und Endstufen auch auf der Stromzufuhr, die selbst bei Herstellern der beschrieben Systeme oft etwas stiefmütterlich behandelt wird. Mehre Power Conditioner und externe Netzteile sind im Programm, um Audiosystemen die besten Voraussetzungen für präzises Arbeiten zu liefern. Nun ist mit dem neuen E40 ein Vollverstärker mit integriertem Digital-Analog-Wandler eingeführt worden, der wieder ein wenig Leben in die stark messwertorientierte Bude bringen soll. Dennoch behält man natürlich bestimmte Qualitätsmerkmale bei. Die Spaltmaße zum Beispiel sind durch die Bank weg minimal, auch wenn das Gehäuse durch seine Form bereits recht wenige Spalten aufweist. Auch die Materialstärke ist sehr anständig bemessen und verleiht dem E40 eine Menge Stabilität und eine schöne Haptik. Beim Design orientierte man sich an den anderen Modellen der Firma und entschied sich für eine eher unaufgeregte Optik ohne viele Schnörkel. Gerundete Kanten an der Front und ein in den Deckel eingelassener Firmenschriftzug reichen als Verzierungen. Der Rest des schlanken Verstärkers ist eher funktional gehalten.
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Preis: um 600 Euro

Keces E40


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