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Kategorie: Vollverstärker
20.10.2015

Einzeltest: Electrocompaniet ECI 80D

Die volle Packung

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Auch, wenn ganz viele Hifi-Hersteller auf ihren Webseiten behaupten, dass sie das Rad neu erfunden haben: So etwas gibt es einfach nicht. Aber wenn eine Firma ganz in die Nähe eines solchen Phänomens gekommen ist, dann ElectrocompanietDie Geschichte der Marke Electrocompaniet beginnt mit einer Begegnung zwischen Dr.

Matti Ottala und dem Produzenten Svein Erik Borja bei einem Elektronik-Symposium Anfang der siebziger Jahre zurück, bei dem es um Intermodulations-Verzerrungen ging – der Grund, warum Transistorverstärker damals (und je nach Bauart auch noch heute) klanglich einfach nicht da waren, wo sie hätten sein können. Die Erklärung des Phänomens würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, aber sagen wir ganz vereinfacht, dass es um das grundsätzliche Design von Verstärkern und die Notwendigkeit oder Nicht-Notwendigkeit der Gegenkopplung von Verstärkerstufen geht, die komplexe Lasten wie Lautsprecher antreiben müssen. Im Verlauf einiger Jahre hatte man dann bei Elektrocompaniet, die für den praktischen Teil der Entwicklung zuständig waren, einen legendären Zweikanalverstärker entwickelt, der 1976 von einem renommierten US-Audiomagazin zum bestklingenden Verstärker der Welt ernannt wurde. Dieses Gerät habe ich in meiner Sammlerlaufbahn leider nie besessen, wohl aber einen Vorverstärker namens Preampliwire, der ja schon in seinem Namen den Anspruch trägt, der berühmte verstärkende Draht zu sein, der keinerlei Einfluss auf den Klang nimmt. Und obwohl dieses Gerät so verbastelt war, wie ich es vorher und danach nie wieder erlebt habe, klang vor allem der Phonozweig ganz vorzüglich. Aber genug des Schwelgens in der Vergangenheit - springen wir ins 21. Jahrhundert, wo uns der neueste Spross der Electrocompaniet- Familie erwartet: Der ECI 80D ist ein „Electrocompaniet Integrated“, also ein Vollverstärker mit einer Ausgangsleistung von 80 Watt. Das „D“ steht für digital. Nun, die LP ist ein Magazin mit dem Fokus auf die analoge Musikwiedergabe, aber es ist auch kein Geheimnis, dass wir in der Redaktion durchaus auch einmal Musik aus digitalen Quellen hören, zumindest, wenn es sich nicht vermeiden lässt oder wir einfach zu faul sind, ständig Platten umzudrehen. Der Electrocompaniet besitzt nämlich sage und schreibe 5 Digitaleingänge, koaxial und optisch und dazu einen Bluetooth-Empfänger uns ist somit für die heutzutage ja überwiegende vorhandenen digitalen Zuspieler optimal gerüstet. Was er nicht hat, ist einen eingebauten Streaming Client und einen USB-Eingang. Damit beschränkt sich die Verarbeitung digitaler Signale auf die Abtastraten 16bit/44,1kHz bis 24bit/192kHz – das sollte dennoch reichen. Was uns viel mehr interessiert, sind die zwei analogen Hochpegeleingänge und vor allem der MM-Phonoeingang, der sich ein bisschen abseits der anderen Eingänge in der Ecke herumdrückt. Der Grund hierfür ist im Inneren des Geräts schnell gefunden: Die Phonosektion liegt zur Vermeidung von Einstreuungen an der Seite, die am weitesten vom Netzteil entfernt ist.
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Preis: um 2500 Euro

Electrocompaniet ECI 80D


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