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Kategorie: Zubehör HiFi
20.10.2015

Vergleichstest: Streaming-Dienste

Immer und überall

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Robert Glückshöfer

Musik-Streaming-Dienste sind schwer im Kommen, außerhalb Deutschlands haben sie teilweise Downloads und physikalische Tonträger komplett abgelöst. Das kann ich nachvollziehen, schließlich ermöglichen sie dem Benutzer, auf ein schier unerschöpfliches Repertoire an Musik zurückzugreifen.

 
Viele HiFi-Freunde nutzen ja noch Download- Dienste wie iTunes und Amazon und sind zu Recht ob der wenig befriedigenden Qualität unzufrieden. Das wird sich, wie Sie gleich lesen werden, grundlegend ändern, denn HiFi-Streaming bietet mittlerweile eine ebenso große Auswahl, allerdings in besserer Qualität. Auf den ersten Blick erscheinen die Streaming- Angebote alle gleich. Für einen monatlichen Betrag von zirka 10 Euro kann man sich stundenlang berieseln lassen. Hinsichtlich Verfügbarkeit von Musik will ich mich mal eher zurückhalten. So im Großen und Ganzen sind da alle Dienste auf Augenhöhe. Da fehlt mal bei dem einen ein Klassik-Album, dafür hat er zwei, drei Rock-Titel mehr. Doch im Detail gibt‘s nennenswerte Unterschiede. Ich möchte Ihnen zeigen, wo diese Unterschiede zu finden sind und welchen Benefit Sie für Ihr Geld bekommen.

Klangvergleich


Für den Klangvergleich habe ich mir ein iPad mit den entsprechenden Apps, eine digitale Dockingstation und unsere Referenzanlage im Hörraum geschnappt, damit Unterschiede klar heraushörbar wurden. Die klangliche Bewertung der Desktop-Anwendung habe ich mit dem Resonessence-Labs- DAC aus diesem Heft und und die in diesem Artikel ebenfalls vorgestellten Audez‘e-LCD- 3-Kopfhörer durchgeführt. Das Ergebnis war recht eindeutig: In der Kategorie „Klangqualität“ hingegen teilt sich das Feld. Und zwar in WiMP HiFi und den Rest. Dieser Streaming- Dienst sticht eindeutig heraus, denn er bietet als einziger einen verlustfreien Stream in echter HiFi-Qualität an. Spotify und Ampya liefern soliden Sound, der sich durchaus eignet, sich im Büro, im Auto oder beim Joggen unterhalten zu lassen. Da kann man kaum meckern, für diese Einsatzzwecke ist die gebotene Klangqualität völlig in Ordnung. Doch natürlich merkt man an einer vernünftigen Anlage, dass der Raum weniger definiert ist, der Bass weniger Druck hat und dieses Gefühl, von der Musik eingenommen zu werden, einfach fehlt. Napster klingt tendenziell sogar noch etwas dünner als die Konkurrenten Spotify und Ampya, die ihrerseits vernünftige Töne lieferten, für den HiFi- Freund, der seine Anlage liebt, aber kaum Beweggründe boten, Geld für sie auszugeben. WiMP HiFi hingegen schafft es, dieses Gefühl zu vermitteln. Ich durfte diesen Dienst nun schon einige Wochen nutzen und habe bei mir zu Hause erstmals das beste aus zwei Welten genießen können: Die Kombination aus der ständigen Verfügbarkeit fast aller erdenklichen Alben und uneingeschränkter HiFi-Qualität gibt‘s nur hier. Und dafür bin ich auch bereit, den höheren Betrag auszugeben. 
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