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Kategorie: Tonarme
20.10.2015

Einzeltest: Sorane ZA-12

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Thomas Schmidt
Thomas Schmidt

Tonarme moderner Bauart zeigen momentan zwei entgegengesetzte Entwicklungen: Entweder geraten sie zur (teuren) Kunst oder zum (günstigen) Pragmatismus. Dass es einen Weg dazwischen gibt, sehen wir beim japanischen Hersteller Sorane

Der Name wird Ihnen nicht bekannt vorkommen, das Sortiment der Tonarme des Herstellers aber schon, zumindest, wenn Sie regelmäßiger Leser dieses Magazins sind.

Vor Jahr und Tag haben wir aus selber Quelle bereits zwei wunderbare Tonarme getestet, die funktional hervorragend und optisch durchaus mit eigener Eleganz versehen waren. Damals firmierten die Arme noch unter dem Namen „Abis“ – die Namensrechte scheinen aber inzwischen aus der Hand des Distributors in die des Herstellers IT Industries übergegangen zu sein, was den Wechsel erklärt. Der SA-1.2 war das erste Modell, das optisch doch in einigen Punkten an die Legenden Dynavector DV-505 und 507 erinnerte. Technisch war er dagegen etwas einfacher ausgeführt. Eine Besonderheit des SA-1.2 ist die Auflagekrafteinstellung mittels eines verschiebbaren Gewichts im „Armrohr“, einem geteilten Aluprofil. Dadurch erinnert er technisch schon ein bisschen an unser Testmodell, den ZA-12, der allerdings das Reitergewicht nicht besitzt, sondern konservativ über das Gegengewicht – oder die Gegengewichte – eingestellt wird. Dies hat er gemein mit den beiden anderen Modellen im Sortiment, die wohl der klassischen Vorstellung von einem Tonarm am nächsten kommen: Die beiden wirklich ausnehmend hübschen Arme TA-1 und TA-1L in der traditionellen S-Form und vor allem mit einem richtigen, runden Tonarmrohr. Das kann man vom ZA-12, der seine Längenangabe in Zoll schon im Namen trägt, nicht behaupten: Zwei ineinandergeschobene U-Profile aus Aluminium sorgen für die nötige Stabilität über die doch recht lange Distanz zwischen Tonabnehmer und Tonarm-Drehpunkt. Ehrensache, dass es sich dabei nicht um einfach gefaltete Profile handelt, sondern um Frästeile, bei denen ganz gezielt Zwischenräume gelassen wurden, um eine optimale Balance aus Stabilität, Resonanzarmut und noch leichter Bauweise zu erreichen. Die Tonarmkabel verschwinden dabei in zwei kanalgetrennt geführten Röhrchen innerhalb des Armprofils und tauchen erst vorne, kurz hinter dem „Headshell“ auf. Die Anführungszeichen sind hier wohlgewählt: Eine einfachere Konstruktion kann man sich für die Montage eines Tonabnehmers nicht vorstellen – eine weniger resonanzanfällige übrigens auch nicht. Im auslaufenden Profil, das an der Spitze des ZA-12 nur noch flaches Aluminium ist, hat man mit dem erforderlichen Kröpfungswinkel einfach zwei Langlöcher eingefräst – fertig. Ja, das ist extrem schlicht und erinnert tatsächlich an ein paar ganz einfache DJ-Plattenspieler, wo es vorne am Headshell genauso aussieht. Das Ganze funktioniert aber tatsächlich, wenn man die Geometrie einfach mal durchrechnet, denn egal, wie ein Arm geschwungen ist, letztlich dreht sich das gesamte Konstrukt nur um eine Achse, und ausschlaggebend für den Spurfehlwinkel sind letztlich immer nur Überhang und Kröpfung im Zusammenhang mit dem Montageabstand. Sorane gibt an, einen Mittelweg zwischen zwei Geometrien hergestellt zu haben, der einen optimalen Kompromiss in Sachen Musikmaterial darstellt. Nun – einen echten Beweis, welche Tonarmgeometrie für welche Musikrichtung optimal sei, ist man mir bisher immer noch schuldig geblieben, also nehme ich nur die technischen Daten zur Kenntnis. Ab dem Lagergehäuse geht es optisch durchaus etwas konservativer zur Sache: Dieses ist rund und recht kräftig ausgeführt – was dem Arm optisch guttut, denn das Armprofil ist auch
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Preis: um 2100 Euro

Sorane ZA-12


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