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Kategorie: Tonabnehmer
20.10.2015

Serientest: EAT C-Note 9, EAT C-Note 10.5, EAT C-Note 12

Dreierlei Maß

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Holger Barske
Holger Barske

Seit dem Erscheinen des Plattenspielers „C-Sharp“ des tschechischen Herstellers EAT war‘s zu erwarten: Der Tonarmmarkt bekommt ZuwachsLange Jahre war‘s einfach: Als Plattenspielerhersteller spaxte man etwas Nettes von Pro-Ject, Rega, Jelco oder, wenn‘s etwas teurer sein durfte, SME auf seine Produkte und konnte das Thema „Tonarm“ als erledigt betrachten. Nun hat sich der Plattenspielermarkt als erfreulich kräftig erwiesen, und landauf, landab wuchs der Drang der Hersteller, dem Kunden eine hauseigene Lösung anbieten zu können.

In genau so einer Situation steckte das „Euro Audio Team“ unter der Leitung von Jozefina Lichtenegger. Die hätte sich für ihre ambitionierten Plattenspieler ohne Weiteres aus dem Sortiment des Gatten Heinz Lichtenegger – a.k.a. Herr Pro-Ject – bedienen können, das tat sie aber nur bei der Bestückung des zweitgrößten EAT-Modells „Forte S“ (von dem haben Sie bei uns auch schon gelesen). Ansonsten bestückte man japanisch (Ikeda) oder amerikanisch (Graham). Erste Ambitionen, etwas Eigenes in Sachen Arm auf die Beine zu stellen, zeigten sich beim exotisch- flachen Kohlefaserarm des Modells E-Flat, dann kam der C-Sharp, der mit der Neunzoll-Variante unseres Probanden namens „C-Note“ bestückt ist. Der hat dem Kollegen Schmidt beim Test des C-Sharp (LP 1/2015) schon sehr gut gefallen und mittlerweile muss ich sagen: zu Recht. Der C-Note ist ein in beiden Ebenen klassisch kardanisch gelagerter Arm. Es gibt ihn in den üblichen drei Längen: neun, zehneinhalb und zwölf Zoll. Die Preise liegen bei 1.600, 1.800 respektive 2.000 Euro. Von der effektiven Länge abgesehen sind alle drei Modelle identisch. Fangen wir vorne an: Das Headshell bildet eine schlichte Aluminiumplatte, die mit zwei Schrauben an einem Alu-Übergangsstück befestigt ist. Jenes bildet die überaus solide Verbindung zum leicht konischen Armrohr aus einem dick lackierten Kohlefasergeflecht. Jenes macht einen ziemlich leichten und steifen Eindruck, der Klopftest produziert auch noch ein ziemlich trockenes „Tock“. Am hinteren Ende ist das Rohr auf einen Aluminiumstutzen geschoben und, wie vorne auch, mit einer Schraube arretiert. Dieser Stutzen mündet im ziemlich massiven Lagergehäuse, ein Drehteil mit zwei abgeflachten Seiten. An dessen gegenüberliegendem Ende tritt der hintere Armstummel aus, der fürs Tragen des Gegengewichtes zuständig ist. Jenes ist ein ziemlich massives Teil aus – ich vermute – Stahl. Die rückseitige Eindrehung ist mit einem hochdämpfenden gummiartigen Material ausgekleidet, zudem ist das Gegengewicht vom Arm entkoppelt. Für den 10,5 Zoll langen Arm gilt: Auf diese Weise lassen sich Tonabnehmer von fünf bis neun Gramm montieren. Wenn das nicht reicht, lässt sich die Masse des Gegengewichtes mit einem magnetisch festgehaltenen Ring von 125 auf 142 Gramm steigern. Damit lassen sich dann Abtaster von 8,5 bis 13 Gramm ausbalancieren.
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04/2018 - Holger Barske

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