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Kategorie: Tonabnehmer
20.10.2015

Einzeltest: Benz Micro ACE SL - Seite 2 / 3

Evolution in Rot

Holger Barske
Holger Barske

Gegenspieler



Tonabnehmer


Benz ACE L
Lyra Kleos
Denon DL-103R
Keine Sorge. Das ACE L wird’s auch weiterhin geben.
Und es wird auch künftig die Messlatte sein, an der sich alle anderen Gerade-noch-bezahlbar-Abtaster orientieren müssen. Seit nunmehr zwei Jahren aber gibt’s Konkurrenz aus dem eigenen Haus: Die heißt ACE SL, kostet 700 Euro und sieht auf den ersten Blick praktisch genauso aus wie der Klassiker auch. Der rot-transparente Kunststoff-Body ist auch hier das Markenzeichen und die Kennzeichnung für die „L“-Version. Hüben wie drüben gibt’s auch noch zwei andere Modelle mit höherer Ausgangsspannung, die „M“ respektive „SM“-Variante kann etwas lauter und steckt in weiß-transparentem Kunststoff. Die beiden Varianten sieht man relativ selten, die High-Output-Versionen „H“ und „SH“ schon eher. Sie sind in stilvolles Dunkelblau gewandet und laufen ohne Probleme an klassischen MM-Eingängen. Der Star zumindest der kleinen Baureihe jedoch war immer das leuchtend rote „L“-Modell, und wir nehmen es wegen seiner spektakulären Optik gerne als Fotomodell für alle möglichen Gelegenheiten. Im täglichen Testbetrieb zeichnet es sich vor allem durch sein unkritisches Handling aus: Es ist auf große Universalität getrimmt und funktioniert unter fast allen Bedingungen zu mindestens 90 Prozent. Okay, 95. Dafür gibt’s eine ganze Reihe von Gründen: Die mittlere Nadelnachgiebigkeit von rund 15 mm/N in Verbindung mit einem im Mittelfeld angesiedelten Gewicht von knapp neun Gramm funktioniert so ziemlich in jedem Tonarm, wenn’s nicht gerade ein ultraschwerer Prügel ist – aber die sind selten. Hinzu kommt, dass die Bauform des Abtasters ziemlich clever gewählt wurde: man sieht im Bereich des Nadelträgers alles recht gut, eine eindeutige scharfe Vorderkante am Systemkörper erlaubt die problemlose Justage auch unter nicht ganz optimalen Bedingungen. Ein ACE L und zum Beispiel eine Schön- Einstellschablone – das ist normalerweise in null Komma nichts auf den Punkt zu bringen. Wobei der „Punkt“ beim ACE L ein etwas relativerer Begriff ist als bei anderen Abtastern, auch als beim SL. Tatsächlich nämlich unterscheiden sich beide dem Vernehmen nach nur durch die Nadel, die am Ende des als Nadelträgers fungierenden Borstäbchens sitzt. Das ACE L hat im Laufe seiner Geschichte diesbezüglich ein paar Metamorphosen durchlaufen, und der letzte Stand der Dinge ist angeblich ein in Sachen Verrundung relativ gutmütiger Diamant des Schweizer Herstellers Synton. Das ist der Grund dafür, dass ein ACE L auch dann rockt, wenn es nicht optimal sitzt.
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Preis: um 700 Euro

Benz Micro ACE SL


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