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Kategorie: Stereoanlagen
20.10.2015

Einzeltest: Ruark Audio R7

Kabinettstück

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Jochen Schmitt
Jochen Schmitt

In den 1950er- und 60er Jahren war man stolz auf seine Musiktruhe, die für die musikalische Alleinunterhaltung in der guten Stube aus dem Äther oder vom Plattenteller sorgte. Jetzt belebt der britische Audio-Hersteller diese Tradition mit seinem Musik-Kabinett R7.

 Ruark Acoustics wurde 1985 von Brian O’Rourke und dessen Sohn Alan ins Leben gerufen. In den Anfangsjahren produzierte das familiengeführte Unternehmen ausschließlich Lautsprecher und erzielte bereits mit den ersten Modellen große Erfolge. Mit dem Modell „Accolade“ etablierte sich Ruark dann als Hersteller von High-End-Lautsprechern. Bis 2004 produzierten und vertrieben die Briten mit Sitz in Southend at Sea sehr erfolgreich Lautsprecher, bevor dann ein Umdenken erfolgte und die Firma einen neuen Weg einschlug. Auslöser war die steigende Popularität von DAB-Radio im Vereinigten Königreich. Da zu Beginn kaum gut klingende Geräte auf dem Markt zu finden waren, sah Alan O’Rourke die Chance, sich hier als Hersteller hochwertiger Elektronik etablieren zu können. Ab 2006 wurden die Produkte unter dem Markennamen „Vita Audio“ vermarktet, was allerdings zur Verwirrung bei Kunden und Händlern führte, so dass 2012 der Name zu Ruark Audio abgeändert wurde, um auf seine traditionellen Wurzeln zu verweisen. Das DAB-Radiomodell „R1“ sorgte für große Begeisterung, weitere Modelle folgten und jetzt setzen die Briten mit dem herausragend schönen Modell „R7“ nochmals einen drauf.  

Technik und Ausstattung 

Das R7 von Ruark ist eine All-in-one-Lösung wie es die Musiktruhen der 50er- und 60er-Jahre waren. In einem warmen Farbton ist das Walnussfurnier- Holzgehäuse gefertigt, was im Zusammenspiel mit dem breiten Format und den vier schlanken, hochglanzschwarz lackierten Standfüßen für eine sehr gelungene Retro-Optik sorgt. Satte 30 Kilogramm Kampfgewicht bringt das R7 auf die Waage. Das hohe Gewicht kommt unter anderem durch die eingesetzten Treiber in 2.1-Konfi guration zustande. Auf der Unterseite der 100 cm breiten und 40 cm tiefen Musiktruhe sitzt ein langhubiges Tieftonchassis mit 200 mm Durchmesser, das seine Schallwellen in Richtung Fußboden beziehungsweise Sideboard abstrahlt. Das Ruark R7 lässt sich nämlich alternativ auf gummierten Gerätefüßen direkt auf einem Low- oder Sideboard platzieren. Wir denken allerdings, dass die tolle Optik des R7 auf den schlanken Standfüßen erst richtig zur Geltung kommt. Auf der Front, ganz links und rechts hinter Stoffabdeckungen versteckt, sitzen zwei 5,5-Zoll-Koaxialtreiber. Mit Energie versorgt werden die Lautsprecher von einem diskret aufgebauten Analogverstärker mit 160 Watt Gesamtleistung. Das Herz des Systems ist zentral auf der nur 17,5 cm hohen Front angeordnet und strahlt durch die Verwendung von reichlich Aluminium und Glas viel Eleganz und Vertrauen erweckende Stabilität aus.
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Preis: um 2500 Euro

Ruark Audio R7

Spitzenklasse

5.0 von 5 Sternen

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