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Kategorie: Soundprojektoren
20.10.2015

Einzeltest: Yamaha YSP-5600

Akustischer Rundumschlag

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Philipp Schneckenburger
Philipp Schneckenburger

Sourrund-Sound bedeutet auch immer viele verschiedene Schallquellen, die in einem Raum Platz finden müssen. Die Simulation von dreidimensionalem Ton aus Frontsurround- Systemen machte in den letzten Jahren zwar Fortschritte, doch Yamaha setzt nun sogar zu einem echten Quantensprung an.

Zugegeben, Yamahas YSP-5600 eine Soundbar zu nennen wäre nicht ganz fair. Das liegt an zwei verschiedenen Faktoren, denn zum einen ist hier eine deutlich komplexere Technik verbaut, als bei den meisten Klangriegeln die man heutzutage findet, zum anderen wäre da die enorme Größe des Gerätes. Über einen Meter breit, beinahe zehn Zentimeter tief und satte 21 Zentimeter hoch ist das Frontsurround-Flaggschiff der Japaner, das sich nun mit der Bezeichnung Soundprojektor schmückt, was tatsächlich sehr passend ist. 

Ausstattung


Der entsprechende Platz und ein Fernseher mit passender Bildschirmdiagonale sollten also beim Einsatz des YSP-5600 vorhanden sein. Doch die Berechtigung für die ausschweifenden Ausmaße des Gerätes ist durchaus gegeben, denn hier wurden insgesamt 46 (!) verschiedene Treiber verbaut, die den Klang in den Raum hinein projizieren. Vorbei also die Zeiten, in denen mit Mühe und Not ein 5.1 Signal verarbeitet werden konnte. Hier wird stattdessen 7.1.2 Klang geboten, der nicht nur auf der horizontalen Ebene um den Hörer herum entstehen lässt, sondern durch Reflexionen an der Zimmerdecke auch vertikale Effekte ermöglicht. Voraussetzung dafür ist natürlich das passende Quellmaterial in Form einer BluRay mit Dolby Atmos oder dts:X Tonspur. Für die Übertragung bietet der YSP-5600 vier HDMI-Eingänge in einer Einbuchtung an der Rückseite. Um unnötige Doppel-Verkabelungen zu vermeiden bietet der ergänzende HDMI-Ausgang praktischerweise eine ARC-Unterstützung und auch an ein Passthrough von Videosignalen mit 4K-Auflösung und HDCP2.2 Codierung hat Yamaha gedacht. Wermutstropfen ist jedoch die Tatsache, dass Yamaha den YSP-5600 ohne Subwoofer ausliefert. Zwar befinden sich im eigentlichen Gerät bereits zwei 11-cm-Tieftöner, ebenso wie ein Wireless-Kit, das den einfachen Anschluss eines separaten Subwofers ermöglicht, doch ganz ohne Bassmodul fehlt im Heimkino einfach etwas. Für unseren Test schickte uns Yamaha deswegen gleich den NS-SW300 mit, der für die passende Wucht im Tieftonbereich sorgte. Allerdings nur gegen Aufpreis. Doch auch abseits von Filmen entpuppt sich der YSP-5600 als echter Unterhaltungskünstler und unterstützt, per WLAN oder Netzwerkkabel, die Einbindung in Yamahas Musiccast Multiroom-System, das das komfortable Streamen von Musik per Tablet oder Smartphone ermöglicht.         

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Preis: um 1700 Euro

Yamaha YSP-5600

Spitzenklasse

4.5 von 5 Sternen

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