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Kategorie: Smartphones
20.10.2015

Serientest: Apple iPhone 6, Apple iPhone 6 Plus

Groß und größer

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Thomas Johannsen
Thomas Johannsen

Kurz nach der IFA hatten die üblichen Spekulationen um  das neue iPhone dieses Jahr dann doch ein Ende, heraus  kamen gleich zwei iPhones der sechsten Generation. Viele  Hoffnungen und Spekulationen wurden wahr; das erwartete größere Display hat sich gleich in zweierlei Hinsicht  bestätigt, das Volks-iPhone dagegen nicht, Apple bedient  weiterhin ausschließlich die Königsklasse und muss sich  an dieser messen lassen, was tatsächlich zusehends   schwieriger zu werden scheint.


Mit den nun größeren Displays  von 11,9 cm Diagonale beim  iPhone 6 beziehungsweise  fast 14 cm beim iPhone 6 Plus geht  gleichzeitig eine höhere Pixeldichte  einher. Dennoch hat Apple objektiv betrachtet seitens der Auflösung lediglich  zur Konkurrenz aufgeschlossen, denn  einzig das Plus-Modell wartet mit Full- HD-Auflösung auf. Das kann der Wettbewerb von LG mit dem G3 deutlich  toppen, bei gleicher Displaygröße. 

Unter der Haube


Gut, dafür ist es mit 7,1 mm aktuell  wohl das dünnste Smartphone in dieser  Klasse, das Sony Xperia Z3 liegt allerdings auch nur zwei Zehntelmillimeter  zurück, misst man außerdem die etwas  erhabene Kamera-Optik mit, kommen  selbst die iPhones nicht mehr mit 7,1  mm hin. In puncto Kamera hat sich  indes tatsächlich einiges getan, Apple  bleibt weiterhin bei der eher moderaten  Sensorauflösung von acht Megapixeln,  bei gleichzeitig großer Sensorfläche.  Mit diesem Kniff gelingt es, die Lichtempfindlichkeit der Kamera heraufzusetzen, so dass auch bei wenig Licht  nach Möglichkeit gut belichtete und vor  allem möglichst rauschfreie Schnappschüsse zu realisieren sind. Aber auch  hier ist Apple zu spät, um wirklich die  Voreiterrolle zu spielen. Wo man indes  tatsächlich einen deutlichen Vorsprung  gegenüber der Konkurrenz hat, ist die  Energieversorgung; immerhin gelingt  es Apple wieder einmal, mit gleicher  Kapazität wie die Konkurrenz eine  längere Standzeit zu erreichen oder  mit  weniger  Kapazität  die  gleiche  Standzeit. Durch das flache Gehäuse  beschränkt  sich zum  Beispiel  das iPhone 6 Plus auf einen Akku  mit knapp 3.000 mAh, also ähnlich  wie beim G3 von LG und dem Z3  von Sony, dennoch ist es den Apple- Ingenieuren gelungen, die Laufzeit  um gut 30 Prozent zu verlängern.  Ähnliches gilt für das kleinere  iPhone 6. Auch bei der Ladedauer lassen sich die beiden iPhones  nicht lumpen, sie sind binnen zweieinhalb bzw. dreieinhalb Stunden  bereits wieder voll einsatzbereit,  was wiederum der vergleichsweise  geringen Kapazität geschuldet ist.  Erstaunlich  ist  zudem,  dass  man  auch beim aktuellen A8-Prozessor  am Doppelkern-Design festhält, im  Gegensatz zur Android-Konkurrenz,  bei der die Quad-Core-Prozessoren  mittlerweile Stand der Technik sind.  Ein Grund für die dennoch hervorragenden Leistungswerte mag das perfekte  Zusammenspiel von Hard- und Software  sein, was schon immer eine Stärke der  Apple-Produkte war. 

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