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Kategorie: Schallplatten Waschmaschinen
20.10.2015

Einzeltest: Nessie Vinylcleaner

Sparwaschgang

Zubehör HiFi Nessie Vinylcleaner im Test, Bild 1
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Die Richtung stimmt: Nach dem Erfolg des „Nessie Vinylmaster“ gibt’s nunmehr eine deutlich günstigere Waschmaschine vom gleichen Hersteller. Wir haben fleißig dreckige Platten herausgesuchtDas war ein weiter Satz mitten ins Terrain des gut aufgestellten Mitbewerbs: Uwe Draabes „Nessie Vinylmaster“ vermochte seit seiner Markteinführung vor rund drei Jahren eine Menge Anhänger unter den Zeitgenossen zu finden, die Schallplatten für reinigungswürdig halten.

Zubehör HiFi Nessie Vinylcleaner im Test, Bild 2Zubehör HiFi Nessie Vinylcleaner im Test, Bild 3Zubehör HiFi Nessie Vinylcleaner im Test, Bild 4Zubehör HiFi Nessie Vinylcleaner im Test, Bild 5Zubehör HiFi Nessie Vinylcleaner im Test, Bild 6Zubehör HiFi Nessie Vinylcleaner im Test, Bild 7Zubehör HiFi Nessie Vinylcleaner im Test, Bild 8Zubehör HiFi Nessie Vinylcleaner im Test, Bild 9Zubehör HiFi Nessie Vinylcleaner im Test, Bild 10
Wie wir seinerzeit beim Test des Gerätes feststellten, kommt der Erfolg nicht von ungefähr: Der Vinylmaster war das erste Gerät, das den Reinigungsprozess weitgehend automatisiert erledigt, so dass der Benutzer nicht während des ganzen Waschprocederes dabeistehen muss. Die „Komfortsteuerung“ mittels Mikrocontroller gibt’s mittlerweile auch bei anderen Ziemlich einfach: Man bugsiert die zu waschende Platte aufs Gerät und stülpt den Puck über das Label. Dann nimmt man den Atriebsmotor mit dem Druckschalter vorne rechts am Gerät in Betrieb. Der sanft surrende Motor dreht rund anderthalb Umdrehungen in die eine Richtung, dann in die andere und so weiter. Aus der Flasche appliziert man nun ein paar Spritzer Reinigungsflüssigkeit – der Hersteller empfiehlt das hauseigene „Vinylin“ – auf die Platte. Dann greift man zur beiliegenden Handbürste und „massiert“ das Reinigungsmedium so gut wie möglich in die Rillen. Bei der Bürste handelt es sich um eine Kunststoffbürste weicher bis mittelharter „Konsistenz“, die etwa so breit ist wie der bespielte Bereich einer Platte. Im Prinzip handelt es sich um die gleiche Bürste, wie man sie von vollautomatischen Waschmaschinen her kennt. Wenn man der Meinung ist, der eigentlichen Reinigung Genüge getan zu haben, legt man die Bürste zur Seite und schwenkt den Absaugarm über die Platte. Er arretiert in seiner Sollposition, gleichzeitig schaltet die Absaugung ein. Die läuft ein paar Sekunden und schaltet dann vollautomatisch wieder aus. Danach lupft man den Absaugarm leicht an und schwenkt ihn zurück, schaltet den Antrieb aus, fertig ist die gewaschene Plattenseite und das Procedere kann mit der anderen Seite wiederholt werden. Der Vorteil dieser Art des Waschens besteht darin, dass man die perfekte Kontrolle über die Bürste hat. Will sagen: Man kann ihre Wirkung auf besonders verschmutzte Bereiche kozentrieren und auch mal unterstützend hin und her bürsten (aber immer schön in Rillenrichting, quer dazu birgt die Gefahr de Verkratzens der Plattenoberfl äche). Wie lange und mit wie viel Druck Sie bürsten müssen und wollen, kommt ganz auf Ihr Gefühl für die Sache und Ihre Erfahrung an. Gerige Verschmutzungen lassen sich sich nach wenigen Umdrehungen lösen, andere sind hartnäckiger und erfordern auch schon mal ein wenig Einweichzeit ohne Nachhilfe mit der Bürste. Mit dem Vinylcleaner haben Sie jedenfalls alle Möglichkeiten. Diese Art der Plattenreinigung erweist sich als ideal für „Gelegenheitswäscher“; wenn Sie auf diese Weise einen ganzen Stapel Platten am Stück behandeln wollen, wird sich Ihr „Bürstenarm“ über kurz oder lang bemerkbar machen und eine Pause fordern. Interessant finde ich den Umstand, dass die eingebaute Steuerung die Dauer des Absaugvorganges begrenzt. Sie läuft viel weniger lange, als ich das nach Gefühl für angemessen erachten würde. Mit diesem Parameter hat der Hersteller allerdings lange experimentiert und versichert, dass die Platte schon nach wenigen Sekunden trocken ist und ein längerer Absaugvorgang eher schädlich ist – er würde nämlich den Aufbau statischer Ladungen auf der Plattenoberfläche begünstigen. Bleibt zum Beispiel noch die Frage zu klären, wo das abgesaugte Reinigungsmittel bleibt. Die Turbine befördert es in ein Sammelgefäß, das über einen Silikonschlauch an der Geräteunterseite entleert werden kann. Diese herunterbaumelnden Schläuche sind bei so ziemlich allen Waschmaschinen Standard, allerdings kann ich mich auch nach vielen Jahren mit dieser Lösung noch nicht anfreunden – hoffentlich erfindet da mal jemand eine bessere Lösung. Die Silikonschläuche werden nach einiger Zeit unansehnlich, außerdem vergisst man das Entleeren gerne mal. Ein Wort noch zum Reinigungsmittel „Vinylin“. Der Hersteller verwendet seine eigene Mixtur, die keinen Alkohol und keinerlei Parfümierung enthält. Mein Nase ist gewillt, dem recht zu geben: Zwar riecht das Mittel durchaus, aber recht angenehm in einem so geringen Maße, dass es beim Waschvorgang nicht störend in Erscheinung tritt. Eine Flasche mit nicht spezifizierter Inhaltsmenge gehört zum Lieferumfang, das Nachfüllpack mit einem halben Liter Inhalt soll für mindestens 100 Schallplatten gut sein. Der halbe Liter kostet knapp neun Euro, macht unter zehn Cent Kosten für eine Plattenwäsche – ich denke, das geht in Ordnung.
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Fazit

Der Nessie Vinylcleaner macht seinen Job unspektakulär perfekt. Die Intensität der Wäsche bestimmen Sie selbst, für überschaubare „Wasch-Jobs“ ist sie defi nitiv das perfekte Mittel der Wahl.

Preis: um 950 Euro

Nessie Vinylcleaner


-

Ausstattung

 
Kategorie Plattenwaschmaschine 
Vertrieb Draabe Technologies, Seevetal 
Telefon 04185 7974843 
Internet www.vinyl-master.de 
Garantie (in Jahre)
B x H x T (in mm) 345/240/295 
Gewicht (in Kg)
Unterm Strich... Der Nessie Vinylcleaner macht seinen Job unspektakulär perfekt. Die Intensität der Wäsche bestimmen Sie selbst, für überschaubare „Wasch-Jobs“ ist sie defi nitiv das perfekte Mittel der Wahl. 

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