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Kategorie: Schallplatte
20.10.2015

Musikrezension: The Spacelords – Liquid Sun (Tonzonen)

The Spacelords – Liquid Sun

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Machen Sie´s sich im Sessel bequem. Die sattgrüne Platte dreht auf dem Teller, der Lautstärkesteller steht auf  „ungesund“ und genießen Sie das, was diese dreiköpfige Band aus dem Südwesten der Republik als Titelstück  bezeichnet.

Es ist rund 13 Minuten lang und deutet bereits unmissverständlich an, wohin die Reise geht: nämlich  nach ganz weit draußen. The Spacelords sind mittlerweile bei Album Nummer vier angekommen und so etwas  wie das Flaggschiff der einheimischen Weltraumrocker. Wie bei ganz vielen der angesagten mehr oder weniger  tief in den Siebzigern verwurzelten Rock-Acts braucht´s auch hier nur drei Leute, um ein ganzes musikalisches  Universum zu erschaffen. Gesang? Braucht man nicht, stört nur. Track Nummer 2, der Zehnminüter „Spaceshop  Breakdown“, lässt die elektrisierenden Gitarrenarbeit um ein Thema kreisen, jede Umdrehung bringt feine Veränderungen, weitere Verästelungen in diesem Kosmos. Zwischenzeitliche Ausbrüche sprengen den Zyklus, nur um  dann gleich um ein neues Gravitationszentrum zu rotieren. Keine Spur von Langeweile, die treibende Rhythmik  sorgt für einen packenden, fast schon ekstatischen Unterbau. Viel zu schnell ist Seite eins damit auch schon um.  Noch großartiger allerdings ist das hypnotische „Black Hole“, das mit über 21 Minuten Länge die komplette B- Seite belegt. Sanft wabert das Gitarrenintro in die Gehörgänge, spätestens die ersten beiden Bassdrum-Attacken  lassen  aufhorchen.  Von  da  an  steigert  sich  das  Tempo  langsam,  aber  unaufhaltsam,  verlässt  den  Bereich  der  Unterlichtgeschwindigkeit bis zum Ende aber nicht – wozu auch. Für den erfreulich transparenten Sound sorgte Produzentenlegende Eroc, fürs makellose farbenfrohe Vinyl das  kleine, aber feine Krefelder Label Tonzonen Records. Mit im Klappcover: ein Panorama-Poster mit Weltraumland- schaft und ein kleines Kärtchen mit dem Albumcover.

Fazit

Kaum die Neuerfindung des spacigen Stoner Rocks, aber eingängig und handwerklich exzellent.
The Spacelords – Liquid Sun (Tonzonen)


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