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Kategorie: Schallplatte
20.10.2015

Musikrezension: Marko Hietala – Pyre of the Black Heart (Nuclear Blast)

Marko Hietala – Pyre of the Black Heart

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Wer Nightwish mag, wird das Solowerk des Bassisten und Sängers Marko Hietala zumindest sehr zu schätzen wissen. Der erste Solo-Longplayer Hietalas, „Pyres of the Black Heart“, der zuerst ausschließlich in finnischer Sprache unter dem Titel „Mustan Sydämen Rovio“ erschienen war, schlägt ganz grundsätzlich in dieselbe Kerbe wie die Alben der finnischen Opernmetaller, konzentriert sich aber – bei allem durchaus vorhandenen Pathos – eher auf starke Melodien und Hooks statt auf den ganz großen sinfonischen Bombast – Ausnahmen wie „I Am the Way“ mal außer Acht gelassen.

Das liegt sicherlich auch daran, dass der umtriebige Musiker sich auch in Bands wie Tarot – seiner eigentlichen Hauptband – betätigt und als Gastmusiker bei (unter anderem) Stoner Kings, Delain, Northern Kings und Ayreon verdingt. Klar, das geht alles in eine ähnliche Richtung – der Opener „Stones“ könnte daher im Prinzip auch auf fast jedem Album der genannten Bands stehen. Doch Spielereien wie die Synths wie zu Beginn von „Star, Sand and Shadow“ und in „Death March for Freedom“ oder aber die ungewöhnlich früh in der Trackliste laufende, musikalisch starke Ballade „The Voice of My Father“ lockern das Gesamtwerk deutlich auf. Das flotte „Runner of the Railways“ wiederum könnte auch aus einer Coproduktion von Subway to Sally und Motörhead unter Einfluss von Korpiklaani und Waltari entstanden sein – ein richtig geiler Track! Erzmetaller mit Scheuklappen sowie ohne Sinn für Melodien und eine gehörige Portion Schmalz … Pardon, Herz, brauchen in „The Pyre of the Black Heart“ nicht unbedingt reinzuhören – auch wenn Refrains wie in „Dead God’s Son“ mit ordentlichem Riffing überzeugen können.

Fazit

Der Nightwish-Bassist macht seinen Kollegen Konkurrenz: Nicht ganz so sinfonisch, aber immer absolut eingängig. Klasse!
Marko Hietala – Pyre of the Black Heart (Nuclear Blast)


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