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Kategorie: Schallplatte
20.10.2015

Musikrezension: Kylie Minogue – Aphrodite (EMI)

Kylie Minogue – Aphrodite

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Thomas Schmidt
Thomas Schmidt

Nach dem Reinfall mit der Comeback-Platte Christina Aguileras wollte ich so etwas eigentlich gar nicht mehr rezensieren. Wie das Leben so spielt: Die letzte Grande Dame der Disco-Musik ist dann doch auf meinem Plattenteller gelandet und – wie überraschend – ich finde die Platte gar nicht mal so gut.

Sicherlich, die Single „All the Lovers“ wird momentan auf allen Kanälen rauf und runter gespielt und der Song hat alles, was einen Hit heutzutage eben so ausmacht – viel Stampf und einen Refrain, den auch ein Zweijähriger nach dem halbten Mal hören mitträllern kann. Aber – und das ist unser Problem mit dem meisten anderen Künstlern dieser Couleur – ihre Platten verdienen nicht mehr den Titel Album, so sehr sind die Tonträger zu reinen Hitbehältern geworden. Man kann sich beim Durchhören ungefähr ausmalen, welche Songs noch als Singles ausgekoppelt werden, den Rest kann man dann auch getrost vergessen, auch wenn noch so viele und renommierte Menschen mitkomponiert und -produziert haben. Bei der versammelten Belanglosigkeit denkt man gerne zurück an den All-Time-Klassiker „Can´t get you out of my head“ mit seinem fast schon psychedelischen Beat und den durchaus bedrohlichen Untertönen. So etwas sucht man auf „Aphrodite“ vergeblich – leider. Statt dessen gibt es durchgestylte Discobeats mit Hauchgesang und nicht einer einzigen Ecke oder Kante, an der sich der Hörer orientieren könnte. Dazu kommt der schon fast traditionell überproduzierte Sound moderner Großproduktionen – immerhin geht die Pressqualität in Ordnung.

Fazit

Die ausgekoppelten Singles werden erfolgreich sein, als Album funktioniert Aphrodite leider nicht.
Kylie Minogue – Aphrodite (EMI)


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