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Kategorie: Schallplatte
20.10.2015

Musikrezension: Komponist: Diverse · Interpreten: Martha Argerich, Claudio Abbado, diverse Orchester - Complete Concerto recordings (Deutsche Grammophon)

Komponist: Diverse · Interpreten: Martha Argerich, Claudio Abbado, diverse Orchester - Complete Concerto recordings

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Zwei große Künstler ihrer Zeit, der Generation 1 nach dem Zweiten Weltkrieg, deren musikalische Wurzeln nicht mehr direkt in die Zeit der Romantik zurückreichen, die jedoch noch eng genug verbunden sind mit den „Alten“, um nach dem Weltenbrand die Brücke zu schlagen zur Moderne.  Claudio Abbado und Martha Argerich, Jahrgang 1933 und 1941 sind zum ersten Mal für eine Konzertaufnahme im Jahre 1967 auf die Bühne getreten,  zum letzten Mal 2013 auf dem Luzern-Festival, im 80.

Lebensjahr Abbados und ein halbes Jahr vor dessen Tod.  Martha Argerich ist immer noch aktiv auf den Bühnen dieser Welt, gibt aber keine Klavierabende mehr, sondern eher Klavierkonzerte mit Orchester  und Kammermusik.  Diese Kompilation umfasst auf sechs Platten die gesamten für die Deutsche Grammophon aufgenommenen Live-Konzerte der beiden Ausnahmekünstler.  Das Klavierkonzert von Maurice markiert dabei sowohl den Ausgangs- als auch den Wendepunkt im gemeinsamen Klang – spielen der 34- und die  26-Jährige noch mit virtuoser Leichtigkeit und fast schon Athletik das temperamentvolle Konzert Ravels, so wirkt die Wiederholung 17 Jahre später  fast schon abgeklärt und deutlich größer – böse Zungen könnten auch sagen: pathosbeladen. Zum Glück sind alle Geschmäcker erlaubt – ich gebe  auch zu bedenken, dass die zweite Version aufnahmetechnisch spürbar besser ist als die alte.  Auch sonst liegt der Schwerpunkt mehr auf dem romantischen als auf dem klassischen Repertoire: Lediglich Beethoven und Mozart sind mit je zwei  Konzerten vertreten, während die Komponisten des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts mit 5 Vertretern in der Box sind.  Die Klavierkonzerte Franz Liszts und Chopins markieren dabei die anbrechende Romantik mit ihrem absoluten Virtuosentum – technisch beeindruckend und ein Kabinettstückchen vor allem für den Solisten, aber keine Gelegenheit, das blinde Verständnis zwischen Pianist und Dirigent zu demonstrieren.  Das berüchtigte Schlachtross Nr. 1 b-moll von Tschaikowsky darf in so einer Kompilation natürlich nicht fehlen. Und die zarte  Person Martha Argerich zeigt dabei eine Pranke, die so manchen gestandenen männlichen Kollegen blass aussehen lässt – in der Tat nach wie vor eine der spannendsten Interpretationen dieses wahrlich nicht zu selten  aufgenommenen Werks.  Und dann gibt es da natürlich noch das Vermächtnis der beiden Künstler: Die 2013 auf dem  von Claudio Abbado ins Leben gerufenen Luzern-Festival aufgeführten Mozart-Konzerte Nr. 20 und 25 – quasi die altersweise Abschiedsvorstellung des todkranken  Dirigenten mit der klaren und überirdisch schönen Musik des damals ebenfalls  nicht mehr lange auf dieser Welt weilenden Mozart.  Die Ausstattung der Box ist vorbildlich, ein ausführliches Booklet  liegt bei – die sechs Platten sind mit den damaligen Originalcovern versehen. In Sachen Klang liegen die einzelnen Aufnahmen natürlich recht weit auseinander, sind aber alle für sich  sehr gut anhörbar – man hört eben die Veränderungen  der Technik, der Aufnahmeanordnung und den gewandelten Geschmack über die Jahrzehnte. Einwandfreie Pressqualität.
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Komponist: Diverse · Interpreten: Martha Argerich, Claudio Abbado, diverse Orchester - Complete Concerto recordings (Deutsche Grammophon)


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