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Kategorie: Schallplatte
20.10.2015

Musikrezension: John Lenehan Ludwig van Beethoven– Piano Sonatas Pathétique and Moonlight (Chasing the Dragon)

John Lenehan Ludwig van Beethoven– Piano Sonatas Pathétique and Moonlight

19786

Über Sinn und Unsinn einer weiteren Aufnahme der beiden wohl meistgespielten Beethoven-Klaviersonaten ließe sich wohl trefflich streiten: Jeder, aber auch wirklich jeder Pianist seit Beginn der Musikaufzeichnung hat sich wohl der Mondscheinsonate und der Pathétique angenommen. Die Popularität der beiden Werke lässt sich schon aus der Tatsache ableiten, dass sie neben ihren nüchternen Werkbezeichnungen einen richtigen Namen bekommen haben.

Diese stammen übrigens durchaus nicht vom Komponisten selbst, der dieses Jahr seinen 250. Geburtstag feiern würde. Während die 1799 veröffentlichte Sonate Nr. 8 opus 13 in c-moll immerhin schon zu Lebzeiten Beethovens und mit seiner ausdrücklichen Genehmigung durch seinen Verleger „Grande Sonate Pathétique“ benannt wurde, so hat die 1801 veröffentlichte Sonate Nr. 14 in cis-moll opus 27 ihren berühmten Beinamen „Mondschein“ von einem damals recht bekannten Musikkritiker bekommen, der sich an eine romantische Bootsfahrt erinnert fühlte. Wohl zu Unrecht: Der getragene erste Satz ist wohl eher als Trauermarsch zu sehen, der tatsächlich von Mozarts „Don Giovanni“ inspiriert ist, so zumindest eine neuere Theorie, die von prominenten Interpreten wie András Schiff und Daniel Barenboim getragen wird. Es mangelt also nicht an Interpretationen in der einen wie in der anderen Bedeutung und dennoch ist die vorliegende Scheibe eine Ausnahmeerscheinung: Die Aufnahme ist als Direktschnitt entstanden. Das bedeutet, die Lackfolie wurde direkt während der Aufnahme geschnitten, was unter anderem bedeutet, dass der Interpret das Werk fehlerfrei durchspielen muss, denn Editiermöglichkeiten gibt es hier nicht. Lohn des etwas erhöhten Adrenalinpegels während der Aufnahme ist eine ungemein dynamische und, nun ja, direkt klingende Aufnahme der beiden Sonaten, bei der man beim Zuhören meint, fast schon mitten im Flügel zu sitzen. Und ja: Irgendwie klingt das Ganze ohne den Umweg über die Bandmaschine auch sauberer und sehr rauscharm. Bei der Interpretation findet John Lenehan einen guten Mittelweg zwischen den extrem breit und mit Pathos (sic!) beladenen Interpretationen der Beethoven-Interpreten alter Schule und den teilweise sehr straffen Ansätzen modernerer Aufnahmen. Das kann man gut durchhören, allerdings gibt es auch keine Überraschungen. Technisch ist das Spiel Lenehans auf jeden Fall über alle Zweifel erhaben. Die Qualität der Pressung auf der sehr dicken und schweren Platte ist perfekt. Das Cover bricht ziemlich aus der Konvention des Klassikbetriebs aus – das Foto von Eugene A. Cernan auf dem Lunar Rover auf dem Titel ist wohl der Tatsache geschuldet, dass die erste Mondmission Apollo 11 zum Zeitpunkt der Aufnahme gerade 50-jähriges Jubiläum hatte. Der semantische Bogen hin zur Mondscheinsonate ist mir persönlich etwas zu weit, aber immerhin: mal was anderes.

Fazit

Vor allem in klanglicher Hinsicht hochinteressante Aufnahme zwei der populärsten Beethoven-Klaviersonaten.
John Lenehan Ludwig van Beethoven– Piano Sonatas Pathétique and Moonlight (Chasing the Dragon)


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