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Kategorie: Schallplatte
20.10.2015

Musikrezension: Sade – Promise (Audio Fidelity)

Sade – Promise

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Holger Barske
Holger Barske

Tatsächlich habe ich mit der Sängerin Sade Adu und ihrer Band seit der Wiederauflage von „Diamond Life“ nach langer Zeit meinen Frieden gemacht. Eigentlich war mir das Ding immer viel zu Achtziger, aber wenn man sich mit der Distanz drauf einlässt, muss man anerkennen, dass da verdammt gute Musik drauf ist.

Jene Wiederauflage verdanken wir dem kleinen Label „Audio Fidelity“, und die bringen nunmehr, neun Monate nach „Diamond Life“ auch den Nachfolger „Promise“ neu heraus. Und zwar so, wie man das heutzutage macht, wenn man mit Vinyl ein bisschen Geld verdienen will: mit einer individuell durchnummerierten limitierten Edelausgabe. Mit einem Listenpreis von 39 Euro ist das Vergnügen selbstverständlich kein beliebig günstiges. Mit „The Sweetest Taboo“ und „Never As Good As the First Time“ enthält „Promise“ zwei der größten Hits der Band, trotzdem unterschreibe ich die Aussage, die im zweiten genannten Titel steckt: „Diamond Life“ ist das etwas weniger glattgebügelte und spannendere Album. Mitunter geht’s hier schon arg bittersüß zu, aber bitte sehr – so war das Mitte der 80er. „Jezebel“ zum Beispiel ist eine Nummer, die mir gut gefällt. Saxofon, ein bisschen Fender Rhodes, das ist trotz aller Harmonie nicht unspannend – allerdings zerrt’s hier ein bisschen, wir befinden uns auch auf den Innenrillen der ersten Seite. Besagtes „Never As Good As the First Time“ verwöhnt mit ein bisschen Uptempo und ein bisschen Groove, das hilft beim Wachbleiben. Klanglich darf das von Kevin Gray gemasterte Album als gelungen gelten. Es tönt tendenziell sanft, hat aber durchaus Substanz in den tiefen Lagen. Von besagten Verzerrungen abgesehen ist die 180-Gramm-Platte ausgezeichnet gefertigt. Nennenswertes Zubehör gibt’s nicht.

Fazit

Nicht ganz auf dem Niveau des Erstlings, aber auch Sades zweites Album macht sich heute noch gut im Plattenschrank
Sade – Promise (Audio Fidelity)


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