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Kategorie: Plattenspieler
20.10.2015

Einzeltest: Technics SL-1500C

999

18429
Thomas Schmidt
Thomas Schmidt

Keine Frage: 1.000 Euro sind viel Geld und auch der eine Euro weniger macht das Ganze nur optisch ein bisschen besser.

Aber in Sachen HiFi ist diese Zahl eben eine magische Grenze – das Ziel eines Herstellers muss es sein, möglichst viel Ausstattung und Verarbeitungsqualität aus diesem Preisrahmen herauszuholen. Wie das geht, zeigt uns Technics.Wie bei jedem Testbericht eines aktuellen Technics-Plattenspielers kommen wir nicht umhin, einen kurzen Ausflug in die Vergangenheit zu unternehmen. Vor allen anderen Modellen fällt uns bei Technics natürlich der legendäre Technics SL-1200 ein, der wohl das am längsten verkaufte HiFi-Gerät aller Zeiten ist. Zurückgehend auf die 70er-Jahre, wurde er in diversen Iterationen immer weiter angeboten. Und selbst als alle anderen großen Namen der HiFi-Szene sich schon aus dem analogen Geschäft zurückgezogen hatten, war die Nachfrage nach DEM DJ-Plattenspieler schlechthin ungebrochen. Manche Eingeweihte munkeln bis heute, dass es die DJs mit „ihrem“ Technics waren, die überhaupt das endgültige Aus der Schallplatte verhindert haben. Das kann man wohl kaum noch kontrollieren – zumindest waren die professionellen Plattenaufleger in den ganz düsteren Zeiten der 90er-Jahre ein stabiler Abnehmer für Vinyl, sodass zumindest nicht alle Presswerke schließen mussten. Just zu dem Zeitpunkt, als die ganz große Krise vorbei war und die Renaissance der Schallplatte Fahrt aufnahm, hat National Panasonic, Inhaber der Marke Technics, dann Schluss gemacht. Die Trauer war groß, war mit dem SL-1200 nicht nur das legendäre Gerät, sondern auch die Marke Technics begraben worden. Einen Hoffnungsschimmer gab es dann 2015, als die Marke neu belebt wurde. Neben einigen modernen HiFi-Komponente war der SL-1200 wieder da, zunächst in einer exklusiven und recht teuren Variante, dann in einer etwas abgespeckten Version für 1.500 Euro. Und nun im Jahre 2019 führt Technics diese Entwicklung weiter und präsentiert mit dem SL-1500 die „zivile“ Variante der Produktfamilie – vom edlen und sündhaft teuren SL-1000R sprechen wir jetzt mal nicht. Dass es hier keine DJ-Ambitionen gibt, zeigt uns die Abwesenheit einer Geschwindigkeitsregulierung – dazu passend gibt es auch keinen Teller mit Stroboskop-Markierungen. Ansonsten ist der SL-1500 dem SL-1200GR technisch sehr ähnlich. Das kann man schon an der Masse der beiden Dreher erkennen: Den 11,5 Kilo Gesamtgewicht des 1200GR stehen immerhin noch 9,9 Kilo beim 1500C gegenüber. Davon fällt ein Pfund auf den Plattenteller und rund zwei Pfund auf das Chassis, das aber auch beim 1500C aus hochwertigen und vibrationsarmen Verbundmaterialien besteht. Der Teller ist ein Aluminium-Druckguss-Formteil mit einer dämpfenden Gummischicht an der Unterseite. Bewegt wird der Teller über einen eisenlosen Direktantrieb, der sich ständig selbst regelt und das natürlich quarzgesteuert.
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Preis: um 999 Euro

Technics SL-1500C

Spitzenklasse

5.0 von 5 Sternen

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