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Kategorie: Plattenspieler
20.10.2015

Einzeltest: Technics SL-1200GAE

Endlich fuffzich

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Holger Barske
Holger Barske

Das ist es jetzt also. Das dicke Ding.

Der große  Coup. Die größte Sensation seit der Neuerfindung  des Mediums Schallplatte. Ihr wurdet erhört:  Der einzig wahre Dreher ist wieder daDas  ist  natürlich  alles  Quatsch.  Betrachten wir mal ganz nüchtern die  Faktenlage: Die Panasonic Corporation in  Japan, Eigentümer des Labels  „Technics“  hat vor rund sechs Jahren beschlossen, dass  das Plattenspielergeschäft kein lohnendes  mehr ist. Zwar gab es immer noch ein paar  DJs auf der Welt, die partout nicht auf den  legendären Technics SL-1200 verzichten  wollten,  aber  die  waren  kein  Grund,  mit  der Fertigung eines solchen Gerätes im industriellen Maßstab weiterzumachen. Zumal sich die Unterhaltungselektronik als  Ganzes in einem tiefgreifenden Wandel befand und immer noch befindet, und da war  kein Platz für ein solches Nischenprodukt.  Mittlerweile aber hat ein Umdenken stattgefunden. Panasonic geht’s nicht so besonders gut, das ruinöse Fernsehergeschäft  setzt dem Konzern – genauso wie jedem  anderen der großen alten Japaner – schwer  zu. Und was macht man in solchen Zeiten?  Nach Strohhalmen greifen. Technics ist für  Panasonic ein solcher. Ein groß angelegter  Neustart der Marke wurde initiiert, zwei  Produktlinien mit modernen Digitalzuspielern,  Verstärkern und Lautsprechern  wurden aufgelegt. Der nach einem Plattenspieler dürstenden  Analoggemeinde  wurde eine recht rigorose  Absage erteilt.  Doch  nichts  ist  so  obsolet  wie  die Aussagen von gestern, denn jetzt ist er da, der  „neue“ Technics-Plattenspieler. Er heißt  SL-1200GAE und erscheint anlässlich des  fünfzigsten Jubiläums der Marke Technics  im vergangenen Jahr. Gemäß seiner Typenbezeichnung werden genau 1200 Stück gefertigt, alle tragen ein goldenes Schild mit  der Seriennummer „000“. Später in diesem  Jahr wird’s dann ein „richtiges“ Seriengerät  (SL-1200G) geben, das aber technisch mit  dem Jubilar identisch sein soll. So weit die  guten Nachrichten. Die  schlechte  lautet:  Der „GAE“  wird  bei  uns zu einem Verkaufspreis von 3.500 Euro  angeboten. Das ist ein Mehrfaches dessen,  was NOS-1200er bis vor Kurzem im Fachhandel  noch  gekostet  haben.  Die  haben  mittlerweile natürlich Lunte gerochen und  haben preismäßig nachgezogen – ist doch  klar. Den Jubilar einfach als hochpreisige Kopie des in diversen Varianten ab 1972 gefertigten Klassikers abzustempeln, hieße  jedoch,  seine  Hausaufgaben  so  gar  nicht  gemacht zu haben.
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Preis: um 3500 Euro

Technics SL-1200GAE


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