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Kategorie: Plattenspieler
20.10.2015

Einzeltest: TechDas Air Force Two

Im Schwebezustand

10800

Zu den zweifellos beeindruckendsten Laufwerken, die je unseren Hörraum zierten, gehörte vor Jahren der japanische TechDAS Air Force One. Mittlerweile 78.

000 Euro teuer, gibt es nicht viele Liebhaber für so ein Schätzchen. Mit dem Air Force Two will der Hersteller Abhilfe schaffen – zumindest relativDie schlechten Nachrichten zuerst: Mit 38.000 Euro ist auch der Air Force Two astronomisch teuer. Und schwer (45 Kilogramm). Und ausladend – er braucht eine 70 Zentimeter breite Stellfläche. Freuen dürfen wir uns über den Umstand, dass Konstrukteur Hideaki Nishikawa alle Schlüsselkomponenten seines Erstlings auch in diesem Modell untergebracht hat, und das ist für weniger als die Hälfte des Preises doch mal ein Wort. Für Nishikawa-San ist das Bestreben, die analoge Musikwiedergabe ernsthaft weiterzubringen nichts Neues, zeichnet er doch als Entwickler für eine ganze Reihe von Audio-Preziosen aus der goldenen Zeit des Mediums verantwortlich: Er ist der Vater der großen Micro-Seiki-Laufwerke, was man seinen aktuelle Schöpfungen an diversen Stellen ansieht. Als Chef der Vertriebsfirma Stella Inc. Hat er sich zum einen die finanziellen Ressourcen geschaffen, ein so aufwendiges Projekt wie diese Plattenspieler stemmen zu können und zum anderen Volker Bohlmeyer kennengelernt, dessen Einstein-Geräte zum Stella-Portfolio zählen. Und eben jener Herr kümmert sich seit einiger Zeit um den Vertrieb der TechDAS-Produkte in Deutschland. Mittlerweile gibt’s davon übrigens eine ganze Reihe, Nishikawa macht auch vor der digitalen Welt nicht halt: Einen D/A-Wandler hat er ebenfalls im Programm. Wie der Name schon andeutet, verfügen beide Air-Force-Laufwerke über ein Luftlager.
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Will sagen: Der Plattenteller ruht beim Abspielvorgang auf einem nur wenige Mikrometer dünnen Luftpolster und gleitet auf jenem völlig reibungsfrei. Kommerziell baut so etwas heutzutage sonst nur noch der dänische Hersteller Bergmann. Das verwundert nicht, denn so einfach das Prinzip auch erscheinen mag, die Anzahl der Tücken im Detail ist uferlos. Beim Air Force Two ist es ein zehn Kilogramm schwerer Aluminiumteller, der reibungslos dahergleiten darf. In diesem Zusammenhang kommt seiner hochpräzise geschliffenen Unterseite eine entscheidende Bedeutung zu, die schwebt nämlich besagte Mikrometer über einer Glasplatte auf dem Chassis des Plattenspielers. Hier wird Luft eingeblasen, und schon hebt sich der Teller. Und wenn man schon einmal Druckluft im System hat, dann kann man damit auch noch andere praktische Dinge tun: die Platte unverrückbar fest an den Teller ansaugen zum Beispiel. Das zieht sie nicht nur gerade, sondern eliminiert auch jede Relativbewegung zwischen Vinyl und Plattenteller zuverlässig. Irgendwelche Schwingungen des Tonträgers sind damit zudem passé. Diese beiden Features kennen wir in durchaus vergleichbarer Form nicht nur von den großen alten Micro Seikis, sondern exakt genauso auch vom Air Force One. Beim Air Force Two braucht‘s neben dem Laufwerk nur noch ein zusätzliches Gerät, das Luftversorgung und Motorsteuerung enthält, beim Topmodell waren‘s noch derer zwei.
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Preis: um 38000 Euro

TechDas Air Force Two


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