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Kategorie: Plattenspieler
20.10.2015

Einzeltest: Rui Borges Pendulum II - Seite 2 / 4

Der Meisteralchimist aus Lissabon

Christian Bayer

rfahrung aufwarten, die er sich vor allem bei einem Bootsbaumeister erworben hat. So war der Goldmund eine willkommene Herausforderung, die er gerne annahm.

Als er schließlich das Ergebnis seiner Arbeit hörte, war er überwältigt und wusste, dass er keinen LP12 oder Xerxes mehr brauchte. Nein, er wollte einen eigenen Plattenspieler entwickeln, denn was er bereits mit dem modifizierten Goldmund erreicht hatte, überwältigte ihn mit Stille, Luftigkeit und wunderbarem musikalischem Fluss und Timing. Jahrzehnte und viele ingenieurtechnische Schritte später ist er der Meinung, dass er sein Ziel erreicht hat, und auch wenn ich keinen Goldmund zum Vergleich habe, könnte das sehr gut der Fall sein. Ernsthaft gehört habe ich den Pendulum II zum ersten Mal vor etwa zwei Jahren in einer privaten Vorführung. Rui Borges selbst war anwesend und führte die Wirkung des namensgebenden Pendelstabs vor, auf den ich noch eingehe. Alle Anwesenden, angesehene Vertriebsprofis eingeschlossen, waren fassungslos. Denn je nachdem, in welche Richtung er das Gegengewicht des Pendelstabs drehte, veränderte sich das Ergebnis von „okay“ zu „sensationell“. Es war unbegreiflich und unvergesslich zugleich. Seither habe ich das Laufwerk mit vielen verschiedenen Tonarmen und Tonabnehmern gehört. Der Eindruck absoluter Eleganz und Souveränität sowie stoischer Klangtreue blieb das durchgehende Erkennungsmerkmal. Wo andere Spitzenlaufwerke Einzelkriterien in den Vordergrund stellen, zeigt der Pendulum II eine Art klanglicher Geschlossenheit, die ich so fast nie höre. Borges hatte schon als Kind erste Versuche mit analoger Abtastung gemacht. Beim Abspielen einer Platte drehte er die Lautstärke auf null herunter und hörte, was durch das Tonarmrohr übertragen wurde. Darauf muss man als Kind erst einmal kommen und ich habe den Eindruck, da war ihm sein Weg bereits vorbestimmt. Den jungen Rui faszinierte, wie viel Energie durch einen winzigen Diamanten aufgenommen und übertragen werden konnte, eine Energie die seitlich bis zu 8G betragen kann. Zum Vergleich: In einem Formel-1-Auto wirken in den Kurven „nur“ etwa 5G auf die Fahrer ein. Borges sagt deshalb zu Recht: „Ein Plattenspieler ist ein sehr komplexes Unterfangen.“ Man muss diese heftigen Energien, sprich Vibrationen auch aus der Luft und vom Trittschall in den Griff bekommen. Das Mittel der Wahl dazu ist natürlich, sie zu absorbieren und abzuleiten, und zwar so, dass sie die Wiedergabe nicht beeinträchtigen, was gleichzeitig bedeutet, dass der Plattenspieler auch nicht überbedämpft werden darf. Denn Masse um der Masse willen funktioniert nicht wirklich, da gespeicherte Energien zu unerwünschten Zeitpunkten in die Wiedergabe eingreifen und den Klang verschlechtern können. Das bedeutet aber im Umkehrschluss auch, dass man die Ableitenergien und Laufzeiten der unterschiedlichen Materialien kennen und entsprechend synchronisieren muss. Und das kann der Meister aus Lissabon. Bei meinen Versuchen, ihm weitergehende Details dazu zu entlocken, blieb er, wie schon angedeutet, sehr wortkarg. Ich verstehe zwar, dass er sich Sorgen macht, sein Lebenswerk könne kopiert werden. Ich halte das aber für unwahrscheinlich, ebenso wie kein Spitzenkoch den anderen wirklich kopieren kann. Die Essenz seiner recht sparsamen Aussagen teile ich gerne mit Ihnen: „Die unterschiedlichen Materialien leiten die Energien, die vom Tonabnehmer kommen, auf verschiedene Weisen ab: HDF und Acryl sind langsame Ableiter, Glas und die Aluscheiben mit ihren Spikes hingegen sehr schnelle. Die Dämpfer auf Silikonbasis auf dem Acrylsubchassis sind zwischen 8 und 12 Hz getunt und der gesamte Plattenspieler agiert wie ein Musikinstrument: Steif und weich wechseln sich mit hart und bedämpft ab.
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Preis: um 49900 Euro

Rui Borges Pendulum II


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