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Kategorie: Plattenspieler
20.10.2015

Einzeltest: Pre-audio ASP-1501N

Nur Schweben ist schöner

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Holger Barske
Holger Barske

Haben Sie’s schon gemerkt? Die HiFi-Landkarte wandelt sich seit Jahren gehörig: Die Anzahl der spannenden Produkte, die im Osten Europas entstehen, nimmt stetig zu

„Nysa“ heißt auf Deutsch „Neisse“ und ist laut Wikipedia eine Stadt mit rund 57.500 Einwohnern im Südwesten Polens, unweit der Grenze zu Tschechien.

Was da sonst noch passiert, weiß ich nicht, eines aber steht fest: Mit Pre-audio ist dort der Hersteller einer der spannendsten Plattenspielerneuheiten der letzten Jahre beheimatet. Luftgelagerter Tangentialtornarm? Macht Sie nicht nervös, kennen Sie seit vielen Jahren von Bergmann und Kuzma. Wie, kein externer Kompressor? Und praktisch lautlos? Für 4.300 Euro inklusive Plattenspieler? Ah, jetzt habe ich jetzt Ihre Aufmerksamkeit, nicht wahr? Der Pre-audio ASP-1501N – die Typenbezeichnungen hier dürfen auch gerne noch etwas handlicher werden – kann nämlich genau das. Damit ist er der jüngste von rund einem halben Dutzend Plattenspieler aus Polen, die wir in den letzten Jahren unter die Lupe genommen haben. Schön zu sehen, dass sich dort ein paar echte Spezialisten fürs Analoge etabliert haben, die die Preiswürdigkeit ihrer Produkte nicht aus dem Auge verloren haben. Plattenspieler und Arm bilden eine Einheit und werden auch nur so verkauft – obwohl es dafür eigentlich keine technische Notwendigkeit gäbe. Der Paketpreis allerdings ist so spannend, dass man über andere Kombinationen gar nicht ernsthaft nachdenken muss. Sehen wir uns erst einmal das Laufwerk an. Als Basis fungiert eine schwarze, drei Zentimeter dicke Granitplatte, die auf drei fein höhenverstellbaren Spitzen steht, was an dieser Stelle besonders wichtig ist. Der Teller ist eine gut sechs Zentimeter dicke, aus drei Scheiben mattem Acryls zusammengesetzte Scheibe. Darunter sind drei Metallgewichte montiert, die für zusätzliches Trägheitsmoment sorgen. Innen im Teller steckt eine Metallhülse, die auf einen Stift auf dem eigentlichen Tellerlager gestülpt wird. Jenes kann man nicht ohne Weiteres öffnen, arbeitet dem Hersteller nach aber mit eine Bronzebüchse und einer Stahlachse, die vertikalen Kräfte nehmen zwei Kugeln auf. Das Ganze läuft in einem Ölbad. Ungewöhnlich, funktioniert jedoch offenbar ausgezeichnet. Der ziemlich gewichtige Teller wird von einem ziemlich kleinen Motörchen links hinten in der Ecke in Rotation versetzt. Dabei dürfte es sich um eine Variante des in sich geregelten Gleichstrommotors handeln, wie wir ihn schon seit vielen Jahren bei diversen Herstellern sehen – letztlich ein Modell, das in früheren Jahren mal den Capstan eines Tapedecks antreiben sollte. Der Motor hängt hier mit drei Gummiriemen entkoppelt im ziemlich massiven Antriebsblock. Dort sind auch die drei Taster zur Bedienung des Plattenspielers untergebracht. Einer davon schaltet den Kompressor für den Tonarm ein, im Zuge dessen werden aber gleich alle drei Taster grün beleuchtet. Ein weiterer schaltet den Antrieb ein, der dritte übernimmt die Umschaltung zwischen 33 und 45 Umdrehungen. Beide Geschwindigkeiten lassen sich von der Rückseite per Trimmpoti justieren. Für die Stromversorgung ist ein externes Netzteil zuständig. An dem unspektakulären Kunststoffkästchen sind drei Leitungen fest angeschlossen: Netz, Motor- und Kompressorversorgung. Die Stecker sind unverwechselbar und verpolungssicher, das passt so. Die Verbindung zwischen Motor und Teller übernehmen zwei dünne Silikon-Rundriemen, die haben wir auch schon andernorts gesehen. So. Bis jetzt ist das ein ziemlich konsequent gemachter, relativ konventioneller Plattenspieler mit Riemenantrieb. Das, was die Sache so rich
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Preis: um 4300 Euro

Pre-audio ASP-1501N


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