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Kategorie: Plattenspieler
20.10.2015

Einzeltest: Phonosophie No.3 - Seite 2 / 4

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Thomas Schmidt
Thomas Schmidt


Den No. 3 haben Phonosophie einige Leute mit dem Satz „Naja, ein teurer Thorens halt“ abgetan.

Nun, das ist nicht einmal die halbe Wahrheit. Zum einen wurde der Plattenspieler von Anfang an schon gemeinsam mit Thorens entwickelt und nicht einfach vom TD2001 übernommen – manche sprechen sogar von einem Konzept, das komplett aus Hamburg stammt und lediglich bei Thorens gefertigt wurde. Zum anderen ist man inzwischen in der Evolution des No. 3 so weit, dass nur noch recht wenige Teile des Laufwerks aus der Thorens- Fertigung stammen. Im Wesentlichen sind dies Subteller, Hauptteller und Haube. Das Tellerlager ist dagegen schon eine Eigenentwicklung, bei der man Wert darauf legt, dass das Widia-Plättchen als Lagerspiegel direkt in der Buchse liegt und nicht gedämpft wie beim Thorens. Ansonsten gibt es den üblichen Edelstahldorn in einer eng tolerierten Ausführung in einer Messingbuchse. In den Zwischenraum zwischen Dorn und Buchse passen gerade einmal acht Tropfen des Phonosophie-eigenen Spezialöls, auf das man besonders stolz ist. Wie gesagt: Subteller und Hauptteller kennt man auch von Thorens – es handelt sich um die recht schweren Teile, die unter dem Materialbegriff „Zamak“ laufen. Der 24-polige Synchronmotor wird mit einer 25-Hertz-Wechselspannung angesteuert, also nicht direkt aus dem Stromnetz. Das bedeutet, dass das 50-Hz-Signal aus dem Steckernetzteil auf der eingebauten Steuerplatine zunächst gleichgerichtet wird, um dann den entsprechenden Sinus für den Motor zu erzeugen. Die Geschwindigkeitsumschaltung erfolgt über eine geänderte Ansteuerungsfrequenz am Motor. Die Steuerung kann auf eine externe Gleichstromversorgung umgebaut werden, um einen noch präziseren Gleichlauf zu generieren. Über einen hochglanzpolierten großen Pulley überträgt ein Gummiriemen die Kraft auf den Innenteller – hier also ganz traditionell. Auch die Zarge ist bei aller Ähnlichkeit ein kompletter Phonosophie-Eigenbau. Am Subchassisprinzip hat man per se nichts geändert – man verwendet die seit dem legendären TD320 bekannten Blattfedern, allerdings dann doch wieder in einer heftig veränderten Version, der man einen Gutteil der Klangeigenschaften des Laufwerks zuschreibt. Der recht neue Thorens-Tonarm TP92 wird in dieser Version ausschließlich für Phonosophie gebaut – es handelt sich im Wesentlichen um eine geänderte Kabelführung und eine paar kleine mechanische Änderungen der klassischen kardanischen Konstruktion. Die Drehachse des Arms läuft dabei in klassischen Kugellagern, während die vertikalen Lager eine Mischung aus Spitzen- und Kugellagern darstellt.
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Preis: um 3200 Euro

Phonosophie No.3


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