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Kategorie: Plattenspieler
20.10.2015

Einzeltest: Linn Sondek LP12 "Akurate" - Seite 3 / 4

Hard-Kore

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Mehr im Rahmenprogramm wurde uns der integrale Bestandteil unseres aktuellen Testplattenspielers gezeigt: Ein neues Subchassis namens Kore, mit dem die neue LP12-Mittelklasse komplett ist. Damit gibt es jetzt drei Qualitäts-Stufen des LP12, die den drei Elektronikserien Majik, Akurate und Klimax entsprechen. Unser Testmodell entspricht dabei der Akurate-Serie. Zentraler Bestandteil des Geräts ist das neue Subchassis, auf das man in Glasgow ziemlich stolz ist, munkelt man doch hinter vorgehaltener Hand, dass es nicht sooo weit entfernt ist vom Prestige-Objekt Keel, einem Monument des Metallbaus, gefräst aus einem Block Aluminium und dementsprechend aufwendig und teuer. Kore ist da weitaus ziviler vom Preis her – 895 Euro – und auch vom Bauaufwand, obwohl das Armboard selbst ebenfalls aus einem Stück Aluminium gefräst wird und damit an Steifigkeit dem des Keel in nichts nachsteht. Die hohe Stabilität des Chassis wird durch eine Kastenkonstruktion von drei aufeinander geklebten gefalzten Blechen erzielt, die so wirklich fast an die einmalige Solidität des Keel herankommen – glauben Sie mir, ich habe beide in der Hand gehabt. Im Zuge der Arbeiten an dem Subchassis hat man übrigens festgestellt, dass es klanglich von Vorteil ist, wenn Tonarmboard, Subchassis und Tellerlager direkt miteinander verbunden sind – gegenüber dem bisher nur angeschraubten Tonarmbrett des einfachsten LP12 gibt es hier einen klaren Fortschritt.
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Das hat dazu geführt, dass es auch beim LP12 Majik demnächst eine modifizierte Befestigung des Armboards auf dem Subchassis gibt. Ich bin darüber hinaus gespannt, ob es zu dieser empirisch festgestellten Verbesserung auch die in Aussicht gestellten Messungen mit dem Laser-Interferometer geben wird – die Möglichkeiten dazu wären gegeben. Der getestete LP12 verfügt über die bewährte Lingo-Motorsteuerung, die dem Synchronmotor eine eigens generierte Wechselspannung höchster Sauberkeit zur Verfügung stellt. Montiert ist der ebenfalls schon hinreichend bekannte Tonarm Akito 2, einem klassischen kardanisch gelagerten Arm mit extrem engen Toleranzen. Der Tonabnehmer Klyde rundet das etwa 7.600 Euro teure Gesamtpaket ab. Im Hörtest demonstriert der LP12, dass er in Sachen Laufruhe einen Maßstab setzt, an dem andere erst einmal vorbeimüssen. Dazu trägt natürlich in erster Linie die Subchassis-Konstruktion bei, die den Riesenvorteil hat, dass man sich eben nicht erst einmal darum kümmern muss, worauf man denn sein Laufwerk so stellt, damit es gut klingt. Der Linn-Altmeister ruht sozusagen in sich selbst. Mit der Lingo- Steuerung wird die Wiedergabe gegenüber dem direkt aus dem Netz gespeisten Majik- LP12 noch einmal deutlich straffer und gleichzeitig unaufgeregt und souverän.

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Preis: um 7635 Euro

Linn Sondek LP12 "Akurate"


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