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Kategorie: Plattenspieler
20.10.2015

Einzeltest: EAT C-Major - Seite 2 / 3

Ein Halbton tiefer

Thomas Schmidt
Thomas Schmidt

Das Materialsandwich MDF-Kohlefaser ist stabil, resonanzarm und gibt dem EAT eine Note von High Tech, die dennoch neutral und dezent genug ist, um sich in fast alle Wohnumgebungen zu integrieren. EAT ist einer der ganz wenigen High-End-Hersteller, die ihren Plattenspielern auch noch eine richtige Haube spendieren – hier zahlt sich die Fertigung in den Pro-Ject-Werken wieder einmal im Sinne des Kunden aus.

  Kommen wir zu den Änderungen gegenüber den Schwestermodell:  Der Plattenteller, den der C-Sharp mit dem E-Flat gemeinsam hat, fiel dem Rotstift zum Opfer. Gegenüber dem dort elegant abgeflachten Rand, der außerhalb des Nenndurchmessers einer Langspielplatten noch zusätzliche rotierende Masse mitbringt, hat man sich hier für einen konventionellen, sprich: gerade gecshnittenen Teller entschieden. Dennoch handelt es sich nicht einfach um ein ganz schlichtes Teil aus dem Baukastensystem: Nahe dem Außerand wurde eine Nut eingefräst, die großzügig mit Dämpfungsmaterial verfüllt ist. Der Subteller besteht weiterhin aus Aluminium, während das invertierte Tellerlager mit stehenden Dorn einem konventionellen Lager mit Buchse in der Zarge und Dorn im Subteller gewichen ist. Der Antrieb ist gleich geblieben, allerdings gibt es hier kein aufwändiges Netzteil mit Motorsteuerung, sonder lediglich eine ganz einfach Stromversorgung. Die „Umschaltung“ der Geschwindigkeit erfolgt mittels Umlegen des Riemens auf dem zweistufigen Pulley.  Nun mag man meckern, dass das ja nun bei einem 2000-Euro-Plattenspieler nicht gerade Standard sein dürfte – wenn man aber einmal versucht, den Grundgedanken dahinter zu verstehen, dann wird man sagen, dass EAT alles richtig gemacht hat: Durch ein paar Einschnitte vor allem beim Bauaufwand und beim Komfort kann der Hersteller ein qualitativ fast gleichwertiges Produkt zu einem um 33 Prozent besseren Preis anbieten – ich finde das schwer in Ordnung, vor allem angesichts des wunderbaren Tonarms.  An diesem hängt – gegen einen Mehrpreis von rund 350 Euro – das Ortofon MC-System Quintet Blue. Das ist kein Preisvorteil gegenüber den Einzelkomponenten – dafür wurde der Tonabnehmer aber immerhin eingebaut und sauber justiert. Leider hatten wir die Systeme der Quintet-Serie noch nicht komplett zum Test in der Redaktion, also sehen wir dieses Gesamtpaket jetzt als Einstieg in die Dinge, die da noch kommen sollen.  Ein direkter Vergleich mit dem C-Sharp ist leider nicht möglich – so etwas kann man nur seriös durchführen, wenn bei de Laufwerke nebeneinander stehen und sowohl tonabnehmerseitig wie in Sachen angeschlossene Anlage gleich ausgestattet sind.
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Preis: um 1990 Euro

EAT C-Major


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