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Kategorie: Plattenspieler
20.10.2015

Einzeltest: Dr. Feickert Analogue Volare

Runde Sache

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Thomas Schmidt
Thomas Schmidt

Dr. Christian Feickert ist in der deutschen Analogszene bekannt für seine gründliche Entwicklungsarbeit, an deren Ende immer ein mehr als bemerkenswertes Produkt steht.

So ist es auch dieses Mal beim Einsteigermodell VolareDas ist ein uns ja schon gut bekanntes Phänomen: Nach dem Etablieren eines Produktportfolios in einem bestimmten Preissegment nimmt sich ein Hersteller vor, sein Sortiment zu erweitern. Das passiert sehr häufig in Form eines Topmodells, bei dem die Kosten keine Rolle spielen, was den Endkundenpreis und auch die Entwicklungskosten angeht. So etwas ist – auch wenn es auf den ersten Blick etwas absurd erscheint – relativ leicht. Sicher, es kann etwas dauern, bis man den eigenen Ansprüchen vollauf genügt hat, aber wenn die Kosten eben keine Rolle spielen, wird man irgendwann etwas Vorzeigbares auf die Beine gestellt haben. Deutlich schwerer wird es dagegen, wenn man etwas Günstigeres präsentieren möchte, das aber dennoch der Erwartungshaltung gerecht wird, die der Kunde bezüglich der etablierten Produkte automatisch hat. Denn nun muss auf einmal mit sehr spitzer Feder kalkuliert werden, um einen bestimmten Preis zu halten und dennoch das Optimum zu präsentieren. Und genau das hat Christian Feickert mit dem neuen Volare geschafft. Dabei handelt es sich um einen Plattenspieler, der gerade noch unter der 3.000-Euro-Marke bleibt, wohlgemerkt inklusive Tonarm! Und dabei ist ein ausgesprochen hübscher Plattenspieler entstanden, wie ich finde, der sich in seiner Preisklasse wirklich sehen lassen kann. Er übernimmt die wesentlichen optischen Merkmale der größeren Modelle und setzt dennoch ganz eigene optische Akzente. Am besten gefällt mir dabei aber, dass es sich um einen ganz schlichten, sehr klassischen Plattenspieler handelt, also mit einer einteiligen Zarge mit allen Elementen an Bord, gefälligen Proportionen. Das moderne Design hält in Form großzügig verrundeter Ecken Einzug. In Sachen Farbgebung gibt es Schwarz und Aluminium, wahlweise komplett in Schwarz, wobei mir gerade der Kontrast zwischen den dunklen Flächen und den Metallteilen gut gefällt. Ein paar Abstriche musste man bei dem Preis dann doch machen. So gibt es die pfiffigen Verschiebebasen hier nicht, dafür lässt sich die in die Zarge eingelassene Basis aber schnell komplett ausbauen und bei einem gewünschten Tonarmwechsel durch ein anders gebohrtes Modell ersetzen. Genügend Montageabstand für einen Zehnzoll-Tonarm ist vorhanden. Wenn man übrigens meint, dass man den kompakten Volare mal eben unter den Arm klemmen kann, dann sieht man sich getäuscht. Verblüffende siebzehneinhalb Kilogramm bringt das Modell trotz aller Kompaktheit auf die Waage. Und die Masse ist ja auch sinnvoll: Sie sorgt für Ruhe, da wo bei einem Plattenspieler Ruhe angesagt ist: am Tellerlager. Dieses ist in eine dicke Stahlplatte eingebettet, die im Zentrum für die benötigte Massekonzentration sorgt.
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Preis: um 2990 Euro

Dr. Feickert Analogue Volare


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