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Kategorie: Plattenspieler
20.10.2015

Einzeltest: Acoustic Solid 111 Metall - Seite 3 / 4

Gestählt

Thomas Schmidt
Thomas Schmidt

Wie beim vor einiger Zeit getesteten Modell findet sich unter dem Arm ein Nagaoka MP-100, das wir schon getestet und für gut befunden haben. Sein sphärischer Nadeleinschub kann problemlos gegen den elliptischen des MP-110 getauscht werden – außerdem gibt es noch eine Spezialnadel für alte Monoscheiben.

Als guter Allrounder zeigt es in jeder Richtung eine solide Performance – man sollte sich aber auch im Klaren darüber sein, dass ein Laufwerk wie der 111 Metall in Sachen Tonarm/ Tonabnehmer noch ein gutes Pfund mehr vertragen kann – sprich: Das Laufwerk steht einem weiteren hochwertigen Ausbau nicht im Wege. Das kann durch Ersetzen des ursprünglich montierten Arms erfolgen oder durch Ergänzen. Der 111 Metall erlaubt die problemlose Montage von insgesamt drei Armbasen. Die klassische Acoustic-Solid-Motordose steht entweder einzeln oder zur Entkopplung von problematischen Stellplätzen auf einer kleinen Acrylscheibe mit weichen Dämpfern. Angesteuert wird der Synchronmotor über einen Trafo und einen zwischengeschalteten Controller, der einen sauberen Sinus generiert und die komfortable Geschwindigkeitsumschaltung ermöglicht. Ein gegossener Silikonriemen überträgt die Antriebskraft auf den Teller. Das Laufwerk des 111 Metall steht auf recht hohen Füßen, ebenfalls aus gedrehtem Alu, mit eingeschraubten Spikes zur Höhenverstellung, die entweder direkt an die Stellfläche ankoppeln (gut bei beruhigten, massereichen Untergründen) oder auf Metallscheiben stehen, die auf ihrer Unterseite mit Filz bedämpft sind. Wie immer gibt es eine absolut vorbildliche Verpackung und Ausstattung – alles an Ausstattung und Werkzeug Nötige ist in dem großen, transportsicheren Karton enthalten und zudem sinnvoll verteilt. Eine kleine Verneigung in Richtung Kunde, an der sich viele Hersteller auch sehr teurer Geräte mal ein Beispiel nehmen sollten. Zum Hörtest standen uns zum Quervergleich auch die beiden anderen, früher getesteten 111er von Acoustic Solid zur Verfügung – sozusagen ein kleines Familientreffen. Bestückt mit dem gleichen Tonabnehmer konnten die drei Spieler unter absolut gleichen Voraussetzungen zu Werke gehen. Alle drei Laufwerke machten ohne jede Diskussionsfähigkeit klar, dass sie höhere Ansprüche haben, als den handelsüblichen Einsteiger-Brettspielern nur einen Hauch überlegen zu sein. Während aber die Unterschiede zwischen dem 111 mit der Acryl und dem mit der Holzzarge noch im Bereich „Geschmackssache“ liegen – mit in meinen Ohren leichten Vorteilen bei der Holzvariante –, so zeigt der 111 Metall den beiden Kollegen recht deutlich, wo es langgeht.
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Preis: um 1750 Euro

Acoustic Solid 111 Metall


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