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Kategorie: Phonokabel
20.10.2015

Serientest: Cardas Iridium Phono, Cardas Clear Beyond Phono

Die alte Geschichte

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Thomas Schmidt
Thomas Schmidt

„David gegen Goliath“ ist der oft gewählte Titel, wenn es um den Vergleich eines Underdogs mit einem Überflieger geht. Aber wir wollen hier gar keinen Sieger küren, schon gar nicht durch Erschlagen: Wie immer soll es hier um die berühmten letzten paar Prozent gehenIn Zahlen: Etwa 300 Euro für das Einsteigermodell „Iridium“- knapp 2.

000 Euro für das Top-Produkt „Clear Beyond“. Das ist ungefähr Faktor 7 – also klingt das teure Kabel auch sieben Mal besser? Nun, diese Milchmädchenrechnung geht natürlich nicht auf, nirgendwo auf der Welt, also auch nicht bei HiFi. Natürlich kann man sich den Aufpreis sparen, Signale leitet auch das günstige Modell. Aber bei unserem Hobby geht es natürlich um das „Wollen“, die Suche nach dem maximal Möglichen. Ein unfairer Vergleich ist es also nicht, den wir hier anstellen – es soll ja auch darum gehen, einmal klarzustellen, dass in der steilen Preisstufe auch eine Menge herstellerischer Aufwand steckt und nicht einfach nur eine bessere Gewinnmarge. Aber fangen wir bei den einfachen Dingen des Lebens an: Die Iridium-Serie ist angetreten als Nachfolger der „Microtwin“ und „Twinlink“-Serien, deren individuelle Qualitäten nun in einer Baureihe zusammengefasst werden. Der Aufbau geht zurück auf das, was Cardas ursprünglich bekannt gemacht hat: Die „Cross-Kabel-Technik“. Vier Innenleiter aus einzeln lackierten und im Goldenen Schnitt angeordneten Litzen werden gegenläufig verseilt. Diese Leiter werden mit einem flexiblen Band gegeneinander fixiert, darum liegen noch das Schirmgeflecht und ein ebenfalls sehr flexibler Außenmantel. Das 2016 vorgestellte „Clear Beyond“ ist gegenüber dem in Ausgabe 1/2017 getesteten „Clear“ noch einmal komplexer im Aufbau. George Cardas verwendet hier vier mehrlagig verdrillte und kreuzverschaltete Innenleiter, die mit PTFE-Schläuchen gegeneinander isoliert und auf einem konstanten Abstand gehalten werden. Die Innenleiter sind um je einen Kern aus Kevlar angeordnet. Die Erdungskabel sind separat in einer eigenen Isolation geführt. Darum sind zwei Schirmgeflechte angeordnet, die ebenfalls durch Schläuche auf Abstand gehalten werden. Alle Distanzen der Funktionselemente zueinander sind nach dem goldenen Schnitt berechnet. Auch hier sorgen kohlenstoffimprägnierte Bänder für die Stabilität der aufwendigen Konstruktion, die von einer flexiblen Alcryn-Ummantelung umschlossen wird. Die Isolierung hat man sich bei beiden Kabeln sowohl beim SME-Stecker als auch bei den extrem soliden Cinchanschlüssen gespart – klar, hier ist eher die Flexibilität wichtig. Beide Kabel – und alle weiteren Serien von Cardas – sind grundsätzlich als Phono-, Cinch-, XLR- und Lautsprecherkabel erhältlich. Durch die Konfektionierung in Handarbeit können sie grundsätzlich alle exakt nach Kundenwunsch gefertigt werden. Im Hörtest haben wir entgegen unserer Gepflogenheit zuerst einmal das teurere Kabel antreten lassen. Wie zu erwarten war, sind die Unterschiede zu anderen Spitzenkabeln nicht gewaltig.
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Preis: um 325 Euro

Cardas Iridium Phono


-

Preis: um 2170 Euro

Cardas Clear Beyond Phono


11/2017 - Thomas Schmidt

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