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Kategorie: Phono Vorstufen
20.10.2015

Einzeltest: JE Audio HP10 - Seite 2 / 3

Technisch und brillant

Thomas Schmidt
Thomas Schmidt

So etwas habe ich schon lange nicht mehr gesehen: MM- und MC-Zweig haben vollkommen voneinander getrennte Platinen, die sich lediglich die Ausgangs- und Pufferstufe teilen. Diese arbeitet mit zwei Doppeltrioden vom Typ 6H30 und ist ausreichend niederohmig, um auch längere Kabelstrecken zum nachgeschalteten Verstärker zu ermöglichen.

Intern arbeitet die HP10 symmetrisch – erst am Ausgang kann man sich zwischen der unsymmetrischen Anschlussvariante und der um 6 Dezibel lauteren symmetrischen Beschaltung entscheiden. Die Verstärkung lässt sich im MM-Betrieb zwischen 35, 40 und 45 Dezibel umschalten, für den MC-Betrieb stehen dann 60, 65 und 70 dB an – womit man am symmetrischen Ausgang auf eine Gesamtverstärkung von mächtigen 76 Dezibel kommt! Ja, aber mit welchen Störabständen?, wird man sofort einwenden. Der Hersteller gibt hier für den MC-Zweig 70 dB Geräuschspannungsabstand an, für MM sogar 85 dB – und das ist exakt das, was wir auch gemessen haben! Auch in Sachen Klirr und Breitbandigkeit setzt die JE Audio ein paar neue Maßstäbe, so dass ich mit einem breiten Grinsen aus dem Messlabor gekommen bin. Endlich mal wieder eine Phonostufe, an der ich mein gutes altes Ortofon MC30 Supreme anschließen kann, ohne dass die Musik in einem fiesen Rauschteppich versinkt. In Sachen Eingangsimpedanz würde man sich vielleicht noch ein paar Zwischenstufen mehr wünschen – praxisgerecht sind die Werte zwischen 10 und 500 Ohm allemal. Und die Möglichkeit, bei MM-Tonabnehmern mit Werten zwischen einem(!) und 100 Kiloohm zu spielen, ist auch mal interessant – auch da tut sich nämlich so einiges. Aber zurück zum Hörtest: Die JE Audio HP10 tut genau das, was ich nach meinen Messungen von ihr erwartet hatte: Sie nimmt sich fast komplett aus der Signalkette heraus – die minimale Betonung des Grund- und Hochtonbereichs kann man beim besten Willen nicht festmachen. Was man hingegen gut hören kann, ist die durch die exzellenten Rauschabstände mögliche dynamische Bandbreite. Nach oben hinaus, also laut, können sie alle, aber die ganz leisen Signale sind hier so sauber wie sonst fast nie. Das hat einen angenehmen Nebeneffekt: Man bemüht sich automatisch um einen sorgfältig aufgestellten Plattenspieler, penibel genau justierte Tonabnehmer und saubere Platten – denn das sind die einzigen Eckpunkte, an denen die Laufruhe jetzt hängt, garantiert nicht mehr an der Phonostufe. Und dabei geht es gar nicht mal nur um die ganz leisen Passagen, die ruhig wie selten daherkommen. Auch lautere Strecken eines Musikstücks profitieren von einer Informationsfülle und zwar echte Informationen, nicht Überlagerungen von Nebengeräuschen, die unserem Gehör einen Mehrwert vorgaukeln, der da gar nicht ist. Die HP10 wird so zur streng neutralen Wiedergabemaschine, die keine bevorzugten Frequenzbereiche, Musikrichtungen oder sonst eine Tendenz in einer Richtung zeigt. Das mag den einen oder anderen Interessenten, der eine Färbung sucht, vielleicht abschrecken, aber auch diesen sei gesagt, dass man in einer analogen Kette hier bessere Möglichkeiten hat. Auf der Basis dieser im wahrsten Sinne des Wortes preis-werten Phonovorstufe geht fast alles!
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Preis: um 3500 Euro

JE Audio HP10


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