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Kategorie: Phono Vorstufen
20.10.2015

Einzeltest: Dynavector P75 Mk3

Mehr sein als scheinen

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Mit Dynavector ist es ja immer so eine Sache: Unter Eingeweihten kennt und schätzt man die Marke durchaus sehr, so richtig auf breiter Ebene durchgesetzt hat man sich aber nicht, obwohl das Potenzial ohne Zweifel vorhanden istMeine erste Begegnung mit Dynavector war ein High-Output-MC der legendären 10x-Reihe, das auf irgendeinem alten Thorens-Plattenspieler montiert war, den ich auf einer einschlägigen Online- Auktionsplattform erstanden hatte. Das 10x2, also unter Garantie ein schon älteres Modell, war damals schon nicht mehr in einem besonders guten Zustand und dennoch kann ich mich erinnern, dass es absolut faszinierend für mich war, mit diesem System Musik zu hören, eine ganz andere Energie und Qualität, als ich es mit meinen bisherigen Tonabnehmern gewöhnt war.

Nun gut, das ist lange her und die Ansprüche an die analoge Ausrüstung sind inzwischen auch andere. Dennoch: Wann immer mir ein Dynavector-System in einer einigermaßen brauchbar aufgebauten Anlage begegnet ist, habe ich mir sicher sein können, dass es jede Menge Dynamik und Dramatik geben würde – musikalische Ausgewogenheit und so ein unbestimmtes Gefühl, dass „alles in Ordnung“ ist – sprich: dass aus der Vinylscheibe das Mögliche herausgeholt wird. Ein Wort noch zu den Tonabnehmern, bevor wir uns unserem Testgerät widmen: Das 10x gibt es in seiner inzwischen fünften Generation – als Einsteigermodell. Darüber gibt es ein paar wirklich vorzügliche MC-Systeme, bis hinauf zu der ganz edlen XV-1-Serie, die für etliche Kenner der Materie mit das Beste darstellen, das man vorne an einem Tonarm montieren kann.
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Weniger bekannt ist, dass es schon seit sehr langer Zeit eine kleine, feine Phonostufe gibt, die noch auf den Firmengründer Noburo Tominari zurückgeht und momentan in der dritten Generation gebaut wird – heute allerdings von Dynavector Australien, wo es auch die übrigen Verstärkerkomponenten unter dem ehrwürdigen Label bis hin zum ausgewachsenen Endverstärker gibt. Die Phonostufe hört auf den pragmatischen Namen P75 Mk3 – das erste Modell stammt ja wie gesagt aus den Anfangstagen der Firma. Gegenüber dem direkten Vorgänger gibt es diverse Verbesserungen, die teilweise optischer Natur sind, wie die neue Frontplatte aus Glas und die Lackierung, die dem Finish der anderen Dynavector-Verstärker angepasst ist. Aber auch auf der technischen Seite gibt es Weiterentwicklungen: So ist das Platinenlayout verbessert worden, was ebenso zu einem verbesserten Rauschverhalten geführt haben soll wie die verbesserte Ausgangsstufe, die eine höhere Stromlieferfähigkeit hat als die P75 Mk2. In der Eingangssektion hat man vor allem an der Vielseitigkeit der P75 gearbeitet. So gibt es jetzt eine noch größere Bandbreite von Eingangsimpedanzen und -kapazitäten sowie mehr Verstärkerstufen. Auch die MM-Sektion kann feiner reguliert werden, wobei man hier sogar an sogenannte Medium-Output-Systeme mit einer Ausgangsspannung von etwa einem Millivolt gedacht hat.
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Preis: um 700 Euro

Dynavector P75 Mk3


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