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Kategorie: Phono Vorstufen
20.10.2015

Einzeltest: Accuphase C-37 - Seite 3 / 3

Plus Zehn

Holger Barske
Holger Barske

Die Vorregler residieren ein Abteil weiter zur Mitte hin, ganz links die wie üblich kanalgetrennt vorhandenen und piekfein gedämmten Ringkerntrafos. Uff.

Viel Technik. Deckel drauf. Die C-37 wäre kein echtes Accuphase-Gerät, wenn nicht auch hinter dem Bedienkonzept weitaus mehr stecken würde, als man auf den ersten Anschein sieht. Ein Drehschalter erlaubt das Umschalten zwischen den drei Eingängen – klar. Nicht so selbstverständlich ist, dass sich das Gerät vollautomatisch alle getroffenen Einstellungen merkt und beim nächsten Anwählen der Postion mit größter Selbstverständlichkeit wieder bereitstellt. Das geht sogar noch einen Schritt weiter, und hier erkennt man wieder den schon fast fanatischen Hang zur Perfektion: Wenn man zwischen MM- und MC-Betrieb hin und her schaltet, dann weiß das Gerät natürlich, welche Lastimpedanz beim letzten Mal eingestellt war. Das ist nicht lebenswichtig, es dokumentiert aber eine Haltung, vor der ich tiefen Respekt habe. Apropos MM-Betrieb: Auch hier gibt’s drei mögliche Lastimpedanzen: 1, 47 und 100 Kiloohm. Sehr löblich. Für MCs gibt’s 3, 10, 30, 100, 300 und 1000 Ohm. Dem mathematisch Bewanderten wird auffallen: eine fein säuberlich logarithmische Staffelung. Das ist Accuphase- Perfektion. Ist die C-37 nun angetreten, die C-27 aufs Altenteil zu schieben? Wohl kaum. Beide Geräte spielen in einer Liga, in der sich „besser“ oder „schlechter“ in Regionen abspielen, in denen Nuancen regieren. Und mangels des Vorhandenseins einer C-27 bin ich beim besten Willen nicht in der Lage, belastbare Aussagen über klangliche Unterschiede zwischen beiden zu liefern. Was ich Ihnen allerdings als Betreiber einer so fantastischen Verstärkerkombi wie C-2420 und A-46 aus gleichem Hause sagen kann: Diese beiden haben auf eine Phonovorstufe aus „der Familie“ förmlich gewartet. Die C-37 klinkt sich so auffällig passend ins klangliche Gesamtergebnis ein, dass einem das imaginäre „Klack“ unmittelbar die Nackenhaare hochstellt. Was auch immer ich vor der C-2420 betrieben hatte und so gut die Ergebnisse auch waren – erst mit der C-37 ist der Schmelz ein vollkommener. Diese Phonovorstufe ist klanglich so unsichtbar, dass sich der leichte, farbige und extrem geschmeidige Accuphase-Sound zu voller Blüte aufschwingt. Charakter? Keine Spur. Was Sie hören, ist die nachgeschaltete Kette und die Musik, die Sie auflegen. Was sollte eine Phonovorstufe noch mehr leisten können als das?

Fazit

Die neue Accuphase-Phonovorstufe spielt mit jedem Tonabnehmer auf Top-Niveau und zeigt Ihnen ganz genau, was der Rest Ihrer Anlage kann. Wenn Sie Glück haben, gibt’s dort ebenfalls champagnerfarbene Fronten.
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Preis: um 8300 Euro

Accuphase C-37


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Ausstattung

 
Vertrieb P.I.A. HiFi, Weiterstadt 
Telefon 06150 50025 
Internet www.pia-hifi.de 
Garantie (in Jahren)
B x H x T (in mm) 465/114/407 
Gewicht (in Kg) 14,5 
Unterm Strich... Die neue Accuphase-Phonovorstufe spielt mit jedem Tonabnehmer auf Top-Niveau und zeigt Ihnen ganz genau, was der Rest Ihrer Anlage kann. Wenn Sie Glück haben, gibt’s dort ebenfalls champagnerfarbene Fronten. 

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