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Kategorie: Musikserver
20.10.2015

Einzeltest: Request Audio Audio 1 - Seite 3 / 3

Keine Angst

Philipp Schneckenburger
Philipp Schneckenburger

Hardware


Auch Einstellungen, die die Hardware des Gerätes betreffen, können nur mit dem PC gemacht werden. Am wichtigsten ist hierbei wohl die Wahl des richtigen Ausgangs, denn der Audio 1 ist natürlich mit einem eigenen DAC ausgerüstet, der allerdings auf Wunsch umgangen werden kann, um ein externes Gerät anzuschließen.
Dann gehen digitale Signale entweder per koaxialem S/PDIF oder über ein optisches Kabel an einen extra Wandler. Die analoge Ausgabe erfolgt hingegen entweder über die Cinch-Buchsen, oder einen 3,5-mm-Klinkenanschluss. Wichtig ist auch die Einstellung des internen Upsamplings. Der Audio 1 zieht hier alle Register und lässt einem die freie Wahl. Entweder lässt man die Signale nicht hochrechnen und benutzt die Werte, die die Datei zur Verfügung stellt. Oder man stellt die gewünschte Ausgaberate beliebig ein. ReQuest gängelt den Nutzer also nicht mit ihren eigenen Vorstellungen vom besten Klang, sondern man kann selbst nach Belieben probieren und hören. Das ist wirklich angenehm. Möglich sind Abtastraten von bis zu 192 kHz bei einer Worttiefe von bis zu 24 Bit, echtes High-Res also. Bei Formaten ist der Audio 1 ein bisschen wählerisch: Die Apple-Formate AIFF, AAC und ALAC können nicht auf den internen Speicher hochgeladen werden. Formate wie MP3, Ogg Vorbis und auch verlustfreie FLAC- und WAV-Dateien sind hingegen überhaupt kein Problem und werden ohne zu murren wiedergegeben. Die Kompetenzen der Marke im Bereich der Hausvernetzung zeigen sich ebenfalls am Audio 1, denn auch hier lassen sich verschiedene Zonen einrichten, die das Gerät dann beliefert. Mehrere Systeme tauschen außerdem, eine Internetverbindung vorausgesetzt, ihre Daten miteinander aus. Wenn man also in seiner Ferienwohnung die Musik hören möchte, die man zu Hause auf die Festplatte geladen hat, ist das möglich. Auch zwei Endgeräte können zeitgleich auf einen Audio 1 zugreifen. So kann Musik über die große Wohnzimmeranlage erschallen und zeitgleich an ein Tablet oder Smartphone gestreamt werden, wobei die Übertragungsrate erneut anpassbar ist. ReQuest nutzt alle Möglichkeiten aus, die vernetzte Computer bieten. 

Klang und Fazit


Wer unbedingt seinen geliebten D/A-Wandler an den Audio 1 anschließen möchte, dem soll hier kein Vorwurf gemacht werden. Wirklich nötig ist das allerdings nicht unbedingt, denn das intern gewandelte Signal wird über die analogen Anschlüsse hervorragend übertragen, originalgetreu und detailreich. All die Audiophilen, die sich beim Wort Computeraudio Sorgen um die Qualität der Wiedergabe oder die Umständlichkeit der Bedienung machen, belehrt ReQuest Audio klar eines Besseren. Den PC braucht man im Prinzip nur zur Einrichtung des Audio 1, danach kann man, bequem alles mit seinem Mobilgerät von der Couch aus verwalten. Computer geht hier nur so weit, wie es dem Nutzer behagt, und wer wirklich immer alles kontrollieren will, hat mit einem Laptop auch dazu die Möglichkeit. In der Verarbeitung spiegelt sich Schweizer Präzision wieder und die Technik ist auf dem neuesten Stand. Ein toller Musikserver, der zwar optisch nicht so spektakulär ist wie das Beast, aber trotzdem eindeutig ein echter ReQuest. 

Fazit

Wer nicht gern das Wort Computeraudio benutzt, sollte einen Blick auf den Audio 1 werfen. Er ist genau so viel Computer, wie man haben möchte. Komplexität oder Bequemlichkeit, am Ende steht das, was alle haben wollen: tolle Musik.
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Preis: um 2000 Euro

Request Audio Audio 1


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Ausstattung

 
Vertrieb HiFi2Die4, Leinzell 
Telefon 07175 909032 
Internet www.hifi2die4.de 
Abmessungen (B x H x T in mm) 250/42/250 
Eingänge: 1 x S/PDIF optisch 
- 1 x S/PDIF koaxial, 2 x USB-A 
- 1 x Ethernet, 1 x 3,5-mm-Klinke 
Unterstützte Formate: MP3, OGG FLAC, WAV 
Unterstützte Abtastraten: bis 192 kHz, 24 Bit 
Ausgänge: 1 x RCA Stereo, 1 x HDMI 
- 1 x VGA, 1 x 3,5-mm-Klinke 
checksum „Wer nicht gern das Wort Computeraudio benutzt, sollte einen Blick auf den Audio 1 werfen. Er ist genau so viel Computer, wie man haben möchte. Komplexität oder Bequemlichkeit, am Ende steht das, was alle haben wollen: tolle Musik.“ 

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