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Kategorie: Musikserver
20.10.2015

Einzeltest: Purist HDR6-DA

Vom Start weg auf Endkurs

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Christian Rechenbach
Christian Rechenbach

Harddiskplayer kommen langsam aber sicher in vermehrtem Maße ans Tageslicht. Und genau in dieser Zeit schießt einer hinterher, der konsequenter nicht sein könnte: der Purist HDR.

Wie versprochen, hier ist er.Der Purist HDR ist das Resultat einer Synergie zwischen zwei absolut unbelehrbaren Perfektionisten: Dipl.-Ing. Andreas Milkovits und Klaus Heesen. Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht. Ich erzähle das nach und nach, beginne aber mal damit, dass ich diesen Player richtig hübsch fi nde. Am Design wird auf jeden Fall keiner meckern, eine dicke schwarze Aluplatte dominiert die Front, die Kühlrippen an den Seiten müssen aufgrund der Passivkühlung sein, verleihen dem Purist jedoch optische Macht. Und: Das Ding ist unglaublich stabil, dafür sorgen die dicken Alubleche und Versteifungen. An der Vorderseite sind natürlich ein An/Aus-Knopf, ein CD/DVD-Schlitz, zwei USB-Eingänge und ein Display mit noch einem kleinen Button daneben. Schauen Sie mal genau hin, Sie werden es wiedererkennen. Warum ich mir da sicher bin, erzähle ich Ihnen später, erst mal gibt es Hardware-Infos. Natürlich, da steckt ein PC drin. Das war es aber nicht. Wir haben es nicht mit einem passiv gekühlten Barebone- Rechner zu tun, der eine teure Soundkarte drin hat und in einem 43-Zentimeter-Gehäuse steckt. Trotzdem braucht der Purist ein Windows- Betriebssystem, um sein Herzstück darauf laufen zu lassen: den Purist Server. Der stellt die Weichen für im Prinzip alle Abläufe, Verwaltung, Abspielen, bidirektionale Kommunikation mit dem iPod und Tausende Vorgänge im Hintergrund. Ich hatte die Chance, mir den laufenden Server auf dem Desktop ansehen zu können. Es ist beeindruckend, in welcher Geschwindigkeit so viele Tasks organisiert werden. Zu den wenigen Dingen, die er nicht erledigt, gehört das Dekodieren der Files. Da so ein Harddiskplayer ja eigentlich alle Formate spielen muss, bediente man sich zum Teil bei einem anerkannten Programm: Winamp. Es bringt so gut wie alle Codecs mit und unterstützt obendrein noch viele Plugins. Eines davon, ein ganz entscheidendes sogar, ist ein ASIO-Plugin. Es sorgt dafür, dass die Musik am Windows-Kernel vorbeigeführt und direkt und unbeeinflusst an den DAC geschickt wird. Alles für den unverfälschten Klang! Das macht ja alles Sinn, nützt aber alles nicht viel, wenn man ständig das Handbuch auf dem Schoß haben muss, um den HDR bedienen zu können. Der Vetrieb behauptet, dass das alles intuitiv und von jedem zu bewerkstelligen sei. Kurz: Das ist tatsächlich so. Dank der Hife eines kleinen, leistungsstarken Handheld-Players aus Cuppertino und seinem Software Developement Kit. Ich rede vom Apple iPod. Ich bin ja bekennender Fan dieses Teils, das habe ich nie geleugnet. Die Bedienung eines iTouch ist meiner Meinung nach unerreicht. Und jetzt kommt‘s: Der Purist HDR wird nicht nur über einen iPod gesteuert und fernbedient, Herr Milkovits hat sich sogar noch einige Sachen überlegt, wie man das Handling noch komfortabler gestalten kann.
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Preis: um 14995 Euro

Purist HDR6-DA

Referenzklasse


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