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Kategorie: Musikserver
20.10.2015

Einzeltest: Meridian Sooloos Media Core 200

Die Profi -Variante

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Christian Rechenbach
Christian Rechenbach

Das Sooloos-System von Meridian gilt seit nun schon ein paar Jahren als der Ferrari unter den Musikservern. Mit dem Media Core 200 bewegen wir uns preislich nach unten, ich wäre jedoch enttäuscht, wenn Meridian klanglich Kompromisse eingeht.

Peripherie:


 Vorstufe: MalValve preamp 3
 Endstufen: AVM M3ng
 Lautsprecher: Manger MSM c1, KEF XQ50 Nee, das passt nicht zum ambitionierten Unternehmen aus England. Ich war unlängst dort und habe mir das Unternehmen in der Nähe von Cambridge angesehen. Ich war schwer beeindruckt von der Professionalität, konnte ein wenig hinter die Kulissen gucken und mit interessanten Leuten sprechen. Keiner hat mir jedoch zu diesem Zeitpukt verraten, was sich damals in der Fertigstellung befand und jetzt auf meinem Schreibtisch liegt. Wahrscheinlich aus Angst, ich hätte es sofort eingepackt und mitgenommen. Aber jetzt habe ich ja ein Media Core 200 und bin endlich glücklich. Dieses Gerät ist nämlich genau das, was ich mir von den Engländern schon länger gewünscht hatte: Ein Sooloos für die, die nicht so betucht sind oder die es vorziehen, eine Touch-Fernbedienung auf dem Schoß liegen zu haben statt einen (zugegebenermaßen unglaublich beindruckenden) Monitor im Wohnzimmer. Was also bisher eine Alternative zum tatsächlich hervorragend funktionierenden Bedienkonzept war, ist jetzt das Mittel der Wahl. Die Applikation dafür gibt es kostenlos im App-Store und ist meiner Meinung nach so gut, dass sie eine besondere Erwähnung wert ist. Man erwartet ja schon etwas Anständiges, wenn man sich ein teures Gerät kauft, das auf die WLAN-gebundene Steuerung mit einem Tablet angewiesen ist, aber gerade die iPad-Software ist alles andere als ein Schnellschuss. Sie beinhaltet (fast) die volle Funktionsvielfalt, die man auch am großen Control:Ten, hat und ist obendrein auch so programmiert, dass man sie nie als aufgesetzte Applikation betrachtet. Damit meine ich, dass beispielsweise das „Wischen“ durch Menüs genauso funktioniert, wie das iPad- Besitzer gewohnt sind. Sie macht aus dem Apple-Flachmann eine perfekte Fernbedienung. Und das ist gar nicht einfach zu realisieren, denn so ein Sooloos- System, das mit ein paar Hundert Alben gefüllt ist, muss man softwareseitig erst mal in den Griff bekommen. Die Programmierer dieser Applikation haben es jedoch tatsächlich geschafft, das Sooloos-Gefühl auf das Apple-Tablet zu bekommen. Das geht schon damit los, dass mehrere Herangehensweisen beim Durchstöbern der Bibliothek berücksichtigt werden und mündet in einem unglaublich schnellen, flüssigen Bildschirmaufbau, der das flotte Navigieren sehr locker gestaltet. Das kann wirklich jeder bedienen. Und wenn Sie von sich behaupten können, ein Experte der digitalisierten Musik zu sein: Selbst den Computer- HiFi-Jungs unter uns kann und muss man dieses kleine Sooloos empfehlen. Die auf seiner Festplatte gespeicherte Musik ist natürlich auch im Netzwerk verfügbar. UPnP-Unterstützung gibt es zwar nicht, aber das kostenlose Programm PC Control ersetzt das.
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Preis: um 2690 Euro

Meridian Sooloos Media Core 200

Spitzenklasse


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